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Hygiene in Tattoo- und Piercingstudios

Das Tätowieren und Piercen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Über die Komplikationsmöglichkeiten bei beiden Methoden liegt eine Fülle von Berichten vor: Von Wundinfektionen beim Ohrlochstechen bis hin zu generalisierten Komplikationen wie toxischem Schock-Syndrom und einer speziellen Nierenerkrankung etc.. Darüber hinaus können sich beim Piercing zusätzliche mechanische Komplikationen ergeben, z. B. beim oralen Piercing Zahnschäden und –frakturen, beim Zungenpiercing kann es durch lokale Schwellungen zur Verlegung der Atemwege kommen.

Auch Virusinfektionen wie Hepatitis B- Ausbrüche sind publiziert, ebenso möglich ist die Übertragung des HI-Virus. In den letzten Jahren wird zunehmend das Risiko von Hepatitis-C-Infektionen beschrieben. Da z. B. für eine Übertragung des Hepatitis-B-Virus kleinste nicht sichtbare Mengen Blut ausreichen - 0,00004 mg -, ist ein strenges Hygieneregime erforderlich.

Die Infektionshygieneverordnung gilt auch für das Tätowieren und Piercen. So wird u. a. die Erarbeitung eines Hygieneplanes gefordert, in dem „alle hygienerelevanten Maßnahmen...(insbesondere Desinfektion, Sterilisation, Wundbehandlung, Reinigung, Versorgung, Lagerung) und Personalschutzmaßnahmen“ differenziert aufzuführen sind.

Alle gewerblich gemeldeten Studios in Frankfurt sowie entsprechende Messen werden von der Abteilung Medizinische Dienste und Hygiene des Gesundheitsamtes, Sachgebiet Einrichtungen des Gesundheitswesens, überwacht.Die Ergebnisse der Begehungen sind in den neben stehenden Jahresberichten zu finden.

Für Kunden wurde ein Merkblatt erarbeitet, das als pdf-Datei im Bereich "Downloads" angefügt ist.


Stand: August 2017

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