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Drogen und Sucht

Wie in vielen Großstädten gibt es auch in Frankfurt eine große Palette von Problemen rund um den Konsum und den Handel mit illegalen Drogen. Namentlich beim Schmuggel und Vertrieb von Drogen ist Frankfurt als größte Verkehrsdrehscheibe auf dem europäischen Kontinent in besonderer Weise belastet.

In der Vergangenheit war Frankfurt häufig – neben Berlin und Hamburg – Trendsetter in jugendkulturellen Entwicklungen. Dies spiegelt sich auch im Drogenkonsum von Jugendlichen. Um diesen Entwicklungen frühzeitig zu begegnen, musste die Frankfurter Drogenpolitik immer wieder neue Wege suchen und auch beschreiten.

Diese erfolgreiche und international beachtete Frankfurter Drogenpolitik – „Frankfurter Weg“ – ist eine Kombination aus Hilfe und Repression. Der „Frankfurter Weg“ besteht aus einem breiten, ständig weiterentwickelten Paket von Hilfemaßnahmen für Drogenabhängige und einer austarierten Repressionsstrategie zur Regulierung des illegalen Drogenmarktes. Die Frankfurter Drogenpolitik lässt sich von der Erkenntnis leiten: „Hilfe und Repression. – Es geht nur gemeinsam.“ Die permanente Integration von Hilfe und Repression wird in den Abstimmungsgesprächen der alle 2 Wochen tagenden „Montagsrunde“ geleistet. In der Montagsrunde sind unter Federführung der Gesundheitsdezernentin und des Drogenreferats die mit der Drogenproblematik befassten Ämter, Staatsanwaltschaft, Polizei, Staatliches Schulamt und die Drogenhilfe vertreten.

Die Ziele des „Frankfurter Wegs“ sind:

  • zum Einen Drogenkonsum durch Prävention zu vermeiden bzw. den Einstieg zu verzögern, mit Frühintervention riskante Konsummuster zu verringern, mit Hilfeangeboten das Überleben der Drogenabhängigen zu sichern und die gesellschaftliche Reintegration der Abhängigen einzuleiten
  • zum Anderen, die Auswirkungen der Drogenproblematik für die Bürgerinnen und Bürger zu lindern und auf dem Wege der Repression das Angebot illegaler Suchtmittel zu reduzieren.


Sucht ist seit einem Urteil des Bundessozialgerichts von 1968 als Krankheit anerkannt.