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Ebola-Fieber

Über aktuelle Ausbrüche von Ebola wie im März 2014 in Westafrika informieren wir auf der Startseite des Gesundheitsamtes. Zur Startseite gelangen Sie über den Button 'Kontakt' (s. rechts). Im folgenden finden Sie allgemeine Informationen über die schwere Viruserkrankung.

Was ist Ebola-Fieber?

Ebola-Fieber ist eine seltene, schwere Viruserkrankung, die in ca. 50 bis 90 % der Fälle tödlich verläuft.

Wo kommt Ebola-Fieber vor?

Ebola-Fieber kommt in zahlreichen Ländern des tropischen Afrika vor. Ausbrüche wurden in den letzten Jahren vor allem aus Uganda und der demokratischen Republik Kongo gemeldet, 2014 folgte der schwere Ausbruch in Westafrika. Es wird vermutet, dass Fledermäuse das Reservoir darstellen, in dem Ebola-Viren überleben, ohne dass die Tiere erkranken. Ebola-Viren wurden auch in Wald-antilopen und in Affen nachgewiesen.

Wie wird Ebola-Fieber übertragen?

Am Anfang eines Ausbruchs von Ebola-Fieber steht wahrscheinlich der direkte Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten von lebenden oder toten Wildtieren, beispielsweise von Affen, Waldantilopen oder Fledermäusen. Auch der Verzehr von Wildfleisch kommt als Infektionsquelle in Betracht.
Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt dann durch direkten Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten (z. B. Speichel oder Urin) von Menschen, die an Ebola-Fieber erkrankt oder verstorben sind. Gerade der enge körperliche Kontakt von Angehörigen mit den Verstorbenen bei der Bestattung stellt ein hohes Infektions-risiko dar. Auch ungeschützter Geschlechtsverkehr mit Infizierten bis zu sieben Wochen nach ihrer Genesung kann zur Übertragung von Ebola-Viren führen.
Das Ebola-Virus wird aber nicht durch die Luft übertragen!

Welche Symptome verursacht das Ebola-Fieber?

In der Regel setzt die Krankheit 8-10 Tage – in Ausnahmefällen schon zwei Tage bzw. bis zu 21 Tage – nach der Ansteckung plötzlich mit Fieber, Muskelschmerzen, Schwächegefühl, Kopf- und Halsschmerzen ein.
Das nächste Stadium der Erkrankung ist gekennzeichnet durch Erbrechen, Durchfall, Ausschlag sowie Leber- und Nierenfunktions-störungen. Manche Patienten weisen auch ein Versagen lebenswichtiger Organe sowie starke innere und äußere Blutungen auf, die häufig zum Tode führen.

Gibt es eine Impfung gegen Ebola-Fieber?

Nein, ein Impfstoff steht nicht zur Verfügung.

Gibt es eine wirksame Behandlung?

Die Maßnahmen bei der Behandlung von Ebola-Patienten sind nicht wirksam gegen das Virus selbst, sondern bestehen in der Unter-stützung des Kreislaufs, der künstlichen Beatmung und der Therapie von Komplikationen.

Wie groß ist das Risiko einer Infektion mit dem Ebola-Virus?

Es besteht kein Risiko einer Infektion mit dem Ebola-Virus für die Bevölkerung in Deutschland.
Wenn Sie in betroffenen Gebieten leben oder dorthin gereist sind, ist das Risiko einer Ebola-Infektion sehr gering, es sei denn, Sie hatten direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines an Ebola Erkrankten oder Verstorbenen bzw. einen entsprechenden Kontakt mit einem infizierten Tier.
Das Ebola-Virus lässt sich leicht durch Seife, Bleichmittel, Sonnen-licht oder Trocknen abtöten. Wird Kleidung, die mit Körperflüssig-keiten in Berührung gekommen ist, in der Waschmaschine gewaschen, so wird das Ebola-Virus vernichtet. Auf Oberflächen, die dem Sonnen-licht ausgesetzt oder getrocknet sind, überlebt das Virus nur kurze Zeit.

Was wird getan, um zu verhindern, dass an Ebola Erkrankte nach Europa reisen?

An den Flughäfen der von einer Ebolaepidemie betroffenen Länder werden Passagiere befragt und auf Krankheitssymptome untersucht. Erkrankte dürfen nicht in Passagierflugzeugen mitgenommen werden.

Sollte ein Passagier bei Besteigen des Flugzeugs noch beschwerdefrei sein, während des Fluges aber Symptome entwickeln, ist der Flugzeugpilot verpflichtet, schwerkranke Patienten zu melden. Am Zielflughafen werden dann sofort Maßnahmen zur Isolierung des Erkrankten und zur Erfassung und Information von Kontaktpersonen ergriffen.

Zusätzlich werden Passagiere aus den betroffenen Ländern am Flughafen Frankfurt umfassend über Krankheitssymptome und Verhaltensmaßnahmen im Falle einer Erkrankung informiert.

Wie kann ich mich vor einer Infektion mit dem Ebola-Virus schützen?

Von Reisen in die vom Ebola-Fieber betroffenen Regionen wird abgeraten.
Ist eine Reise unvermeidlich, so

  • vermeiden Sie direkten Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten von Infizierten oder Leichen und mit möglicherweise kontaminierten Gegenständen,
  • vermeiden Sie engen Kontakt mit wilden Tieren und den Verzehr von „Buschfleisch“,
  • vermeiden Sie ungeschützten Geschlechtsverkehr.


Ratschläge für Rückkehrer aus betroffenen Ländern

Das Risiko, dass Sie dem Ebola-Virus ausgesetzt waren, ist äußerst gering. Dennoch ist Folgendes zu beachten:

Falls Sie innerhalb von drei Wochen nach der Rückkehr aus einem tropischen Gebiet

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • unerklärliche Schwäche
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Bauchschmerzen, Durchfall

entwickeln, so sollten Sie

  • unverzüglich einen Arzt aufsuchen und Ihre Reise erwähnen, da diese Symptome durch eine Infektion, wie Malaria, ausgelöst werden können, die sofortige Untersuchung und Behandlung erfordert.


Falls Sie direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von lebenden oder toten Personen oder Tieren gehabt haben, einschließlich unge-schütztem Geschlechtsverkehr mit genesenen Infizierten, so sollten Sie

  • unverzüglich einen Arzt aufsuchen und Ihre Reise erwähnen;
  • Ihren Arztbesuch vorher telefonisch ankündigen, damit das medizinische Personal bei Ihrer Ankunft die geeigneten Schutz-maßnahmen ergreifen kann.


Quellen:

RKI, ECDC, WHO, Auswärtiges Amt, Konsiliarlabor für Filoviren, Marburg

Weitere Informationen:

Für Informationen darüber hinaus haben wir für Sie auf der rechten Seite einige Anlagen und Links zusammengestellt.

Informationen zu aktuellen Ebola-Ausbrüchen gibt es hier:

  • Weltgesundheitsorganisation (WHO)
  • Europäisches Zentrum für die Prävention und die Bekämpfung von Seuchen (ECDC)



Allgemeine Informationen zu Ebola finden Sie hier:

  • Robert Koch-Institut (RKI)



Informationen für Reisende gibt es hier:

  • Auswärtiges Amt
  • Europäisches Zentrum für die Prävention und die Bekämpfung von Seuchen (ECDC)