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Stickstoffoxide

Stickstoffoxide sind die Gesamtheit der gasförmigen Oxide des Stickstoffs. Für die Luftreinhaltung sind die Gase Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) von Bedeutung.
Stickstoffoxide entstehen bei Verbrennungsprozessen zunächst mehrheitlich als NO, welches mit dem atmosphärischen Luftsauerstoff schnell zu NO2 oxidiert wird.
Hauptemittent ist in Frankfurt am Main der Kfz-Verkehr, gefolgt von Anteilen aus dem Flugverkehr, der Industrie sowie den Gebäudeheizungen. Die vorherrschenden Grenzwertüberschreitungen werden vor allem durch den Kraftfahrzeugverkehr verursacht. An vielbefahrenen Straßen sind dieselbetriebene Personenkraftwagen mit bis zu 80% Hauptverursacher.
Stickstoffdioxid entsteht auch natürlich (wie zum Beispiel durch Gewitter), jedoch ist dieser Anteil im Stadtgebiet vergleichsweise gering.

Stickstoffdioxid ist ein Reizgas und löst in den Atemwegen Reizeffekte aus. Es wird für eine erhöhte Asthmahäufigkeit bei Kindern verantwortlich gemacht.

Aus diesem Grunde gelten zum Schutze der menschlichen Gesundheit anspruchsvolle Grenzwerte für die Luftqualität. Nach der 39. BImSchV gelten für Stickstoffdioxid zwei Grenzwerte:

  • Über die volle Stunde gemittelter Immissionsgrenzwert:
    200 µg NO2/m³, der im Jahr 18 mal überschritten werden darf
  • Über ein Kalenderjahr gemittelter Immissionsgrenzwert:
    40 µg NO2/m³

Problemschadstoff Nummer 1

Während der erste Grenzwert im Stadtgebiet problemlos eingehalten werden kann, stellt der zweite Grenzwert Städte und Kommunen bundesweit vor eine große Herausforderung. An verkehrsnahen Messstationen wird der Jahresimmissionsgrenzwert häufig deutlich überschritten, so auch an der Frankfurter Luftmessstation "Friedberger Landstraße". 2009 wurde hier ein Jahresmittelwert von 64 µg/m³ gemessen. 2010 ging der Jahresmittelwert auf 56,2 µg/m³ zurück, 2011 wurden 56,9 µg/m³ ermittelt, 2012 waren es 52,7 µg/m³, 2013 54,7 µg/m³, 2014 54,6 µg/m³, in 2015 52,8 µg/m³ und 2016 52,0 µg/m³.

Das Land Hessen hat zur langfristigen Verbesserung der Luftqualität einen Luftreinhalteplan aufgestellt, der sich aufgrund zu hoher Stickoxidkonzentrationen in der 2. Fortschreibung befindet.

Helfen Sie mit!

Alle können mithelfen, NO2 einzusparen. Dies ist beispielsweise durch Verringerung von Fahrten mit dem eigenen PKW oder durch Modernisierung der Gebäudeheizung möglich. Bei der PKW - Neubeschaffung sollte darauf geachtet werden, keinen emissionsintensiven Selbstzünder (Diesel-PKW) zuzulegen.

Ansprechpartner
 
Link-IconPhilipp Wolfrum
Telefon:+49 (0)69 212 39188
Telefax:+49 (0)69 212 39140
E-Mail:Link-Iconphilipp.wolfrum [At] stadt-frankfurt [Punkt] de
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