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Chronik von Niederrad

Gemälde des Niederräder Sandhofes von 1847, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Louis Blériot landet 1913 auf der Niederräder Pferderennbahn, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Waldstadion 1932, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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1151:
Niederrad wird erstmals als «Rode» (Rodung) im Reichswald zwischen Sachsenhausen und Schwanheim erwähnt.

1193:
Erste Erwähnung des Sandhofes (königliche Wasserburg).

1221:
Der Sandhof kommt an den Deutschen Orden (bis 1809).

13. Jh.:
Ortsherren in Niederrad sind die Münzenberger, dann die Sachsenhäuser, später die Praunheimer Ritter.

1372:
Frankfurt erwirbt den Stadtwald.

1552:
Brandschatzung Niederrads und des Sandhofes durch Markgraf Alcibiades von Brandenburg.

1616:
Eine Feuersbrunst zerstört fast ganz Niederrad.

1726:
Bau der evangelischen Kirche (Paul-Gerhard-Gemeinde).

1729:
Bau des Oberforsthauses für den Reitenden Oberförster der freien Reichsstadt Frankfurt; im 19. Jahrhundert Treffpunkt der galanten Welt und Mittelpunkt des Wäldchestages.

Um 1750:
Bau der barocken Dreiflügelanlage des Sandhofes.

1761/74:
Bau des «Frauenhofes» (ehemalige Kattundruckerei, dann Gutshof) durch den Tuchfabrikanten Johann Friedrich Müller.

1812:
Der Sandhof gelangt in Erbpacht an die Familie von Bethmann.

1842:
Eröffnung der Salzmannschule, benannt nach dem Pädagogen Christian Gotthilf Salzmann (1744-1811).

1850:
Niederrad hat 2.000 Einwohner.

1865:
Eröffnung der Rennbahn.

1866:
Niederrad wird preußisch.

1871:
Bau der ersten katholischen Kirche.

1880/81:
Bau der Niederräder Eisenbahnbrücke; Niederrad wird Bahnstation.

1883/84:
Bau der Main-Neckar-Eisenbahnbrücke.

1883/85:
Erste Main-Kanalisierung, Bau der Schleuse Niederrad.

1887:
Inbetriebnahme des Klärwerks Niederrad.
Der Sandhof, seit 1884 städtisch, wird Siechenhaus (heute Teil des städtischen Krankenhauses).

1887/89:
Bau der Waldbahnlinie Frankfurt-Niederrad (über Mörfelder Landstraße-Niederräder Landstraße).

1890:
Niederrad hat 5.400 Einwohner.

1900:
Niederrad wird am 1. Juli mit 292 Hektar Land und 8.800 Einwohnern in das Stadtgebiet Frankfurt eingemeindet.

1902/04:
Erweiterungsbauten des Klärwerks.

1905:
Eröffnung der Frauenhofschule.

1907:
Einrichtung der Straßenbahnlinie 15 bis Triftstraße (über Sandhofstraße).

1912/13:
Erschließung des Villenviertels zwischen Wald- und Waldfriedstraße.

1914:
Eröffnung des Friedrichsheimes, Orthopädische Universitätsklinik.
Verlängerung der Straßenbahnlinie bis Haardtwaldplatz.

1925:
Eröffnung des Waldstadions.
Verlängerung der Straßenbahnlinie bis zum Stadion.

1926/27:
Bau der Reformsiedlung Bruchfeldstraße (Zickzackhausen).

1930:
Niederrad hat 14.000 Einwohner.
Bau der Nervenklinik durch Stadtbaumeister Ernst May und Prof. Elsässer.
Einweihung des evangelischen Gemeindehauses Gerauer Straße (Paul-Gerhard-Gemeinde).

1932/33:
Bau der neuen katholischen Kirche.

1937:
Abbruch des Hofgutes Frauenhof.

1944:
Der Sandhof wird am 22. März durch Bomben zerstört, schwere Schäden entstehen auch in Niederrad.

1950:
Niederrad hat 18.000 Einwohner.

1952/53:
Ausbau des Campingplatzes Niederrad.

1952:
Die Pferde-Rennbahn erhält eine neue Tribüne.

1957:
Öffnung des Carl-von-Weinberg-Parkes.

1957/58:
Bau der Adolf-Miersch-Siedlung.

1958:
Erweiterungsbauten der Nervenklinik.
Bau der Klärwerk-Faultürme.

1961:
Niederrad hat 25.000 Einwohner.

1962:
Eröffnung der Friedrich-Fröbel-Schule, benannt nach dem Pädagogen Friedrich Fröbel (1782-1852).
Eröffnung des Wilhelm-Polligkeit-Institutes der Freien Wohlfahrtspflege.
Eröffnung des Max-Planck-Institutes für Hirnforschung.

1963:
Beginn des Bauprojektes Mainfeld.

1963/64:
Geländeerschließung für die «Bürostadt im Grünen», Niederrad-West.

1964:
Eröffnung des Staatlichen Veterinär- und Untersuchungsamtes.

1965:
Einweihung der Neurochirurgischen Klinik.

1966:
Ausbau des Klärwerks Niederrad.
Übergabe des Altenheimes Stadtwald als Altenwohnheim, Alten- und Pflegeheim.

1967:
Übergabe der Bezirkssportanlage Niederrad in der Hahnstraße.
Einweihung des Hallenbades der Bundessportschule.
Inbetriebnahme des Heizkraftwerkes Niederrad.

1968:
Richtfest für das Gebäude der Blutspendezentrale des DRK-Hessen am Sandhofweg 1.

1969:
Zwischen Niederrad und der Bürostadt im Grünen wird die Omnibuslinie 72 in Betrieb genommen.
Einweihung des Neubaues des Instituts für Dokumentationswesen und der Zentralstelle für maschinelle Dokumentation in der Bürostadt im Grünen, Herriotstraße 5.

1970:
Gründung des Vereinsringes Niederrad mit 35 Vereinen Übergabe der Blutspendezentrale des DRK-Hessen, Sandhofweg 1.

1971:
Richtfest für das Verwaltungsgebäude des Hauses des Deutschen Sports an der Otto-Fleck-Schneise.
Eröffnung des Medizinischen Vorsorgezentrums in Niederrad, Rennbahn 72/74.

1972:
Eröffnung des Hauses des Deutschen Sports (Otto-Fleck-Schneise).
Einweihung des Verwaltungsgebäudes des Deutschen Fussballbundes in der Otto-Fleck-Schneise 6.

1973:
Beginn der Gleisbauarbeiten für die Straßenbahnverbindung zur Bürostadt in der Triftstraße und Adolf-Miersch-Straße.

1974:
Fertigstellung der zweiten Baustufe des Heizkraftwerkes Niederrad mit einer Leistung von 70 Megawatt.
Wiedereröffnung des umgestalteten Waldstadions mit einem Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Schottland (2:1).
Eröffnung des Waldlehrpfades «Schwanheimer Wiesen».
Das Landesarbeitsamt bezieht den Neubau in der Bürostadt im Grünen.
Eröffnungsspiel und Rundenspiele zu der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 (13. Juni bis 7. Juli).

1975:
Das Kraftwerk Niederrad erhält die Bronzeplakette der Deutschen Gartenbaugesellschaft für «beispielhafte Leistung für den Ausgleich von Natur und Technik».

1977:
Eröffnung des S-Bahnhofs Niederrad.

1978:
Autobahnanschluss der Bürostadt Niederrad an die A5 eröffnet.
Eröffnung des Spielplatzes der Fröbelschule.

1979:
Fertigstellung der Niederräder S-Bahnbrücke.
Nach siebenjähriger Bauzeit wird die auf acht Spuren erweiterte Autobahn zwischen dem Westkreuz und Darmstadt für den Verkehr freigegeben.

1980:
Aufnahme des regelmäßigen S-Bahnverkehrs über die neue Brücke.
Eröffnung des Kirchenzentrums der evangelischen Zachäus-Gemeinde im Mainfeld.
Die neue Großzentrifuge des Klärwerks Niederrad wird in Betrieb gesetzt, die täglich 7,6 Tonnen Trockenmasse aus den Abwässern herausholt.

1981:
Die Orthopädische Klinik Friedrichsheim nimmt einen neuen Operationstrakt in Betrieb mit vier aseptischen OP-Sälen, der zentralen Röntgenabteilung und mit klinischen Labors.
Vorstellung des renovierten Gebäudes der «Alten Chirurgie» der Universitätsklinik.
Einweihung der neuen Tribüne für 1.500 Besucher auf der Galopprennbahn, Inbetriebnahme des elektronischen Totalisators.

1983:
Abbruch der sogenannten Alten Bürgermeisterei Kelsterbacher Straße 45 sowie des ebenfalls einst als Bürgermeisterei dienenden Gebäudes Schwarzwaldstraße 42.
Eröffnung des Freizeit-Pueblos für bewegungsaktive Erholung und kreative Betätigung.
Die neue Orgel der Kirche Mutter vom guten Rat wird geweiht. Bei dieser Orgel, mit der man zur alten Orgelbautradition zurückkehrte, werden die Pfeifenventile beim Anschlagen der Tasten mechanisch geöffnet.

1984:
Deutschlands erste Kläranlage wird 100 Jahre alt. Die erste Stufe des vollbiologischen Klärwerks - des größten Klärwerks Hessens und eines der größten und modernsten der alten Bundesrepublik - wird in Betrieb genommen.
Im alten Bahnhof Niederrad entsteht ein gemütliches Wein-und Bierlokal, Erweiterung der Stadtteilbücherei am Hardtwaldplatz.

1985:
Am Bahnhof Sportfeld wird der Lehrpfad «Waldschäden» eröffnet.
Mit Hilfe spezieller Leuchtröhren können im Zentrum für Psychiatrie Depressionen mit der Licht-Therapie geheilt werden.

1986:
Übergabe der 3,2 Hektar großen Grünanlage im Mainfeld.
Richtfest des Nachklärbeckens 1 im Bereich der biologischen Abwasserreinigung, mit dem Verunreinigungen bis zu 95 Prozent zurückgehalten werden können.
Der Gedenkstein für den Kaufmann Karl Kullmann (Mörfelder Landstraße/Niederräder Landstraße), der ein Vogelschutzgehölz eingerichtet hatte, erhält eine neue Bronzeplatte und ist wieder zugänglich.

1987:
Der letzte, regelmäßig den Verkehr regelnde Polizist in Frankfurt an der Kreuzung Niederräder Landstraße/Rennbahnstraße wird durch Ampeln ersetzt.
Nach seiner Renovierung fließt aus dem Struwwelpeterbrunnen im Stadionbad wieder Wasser.
Offizielle Übergabe des Zentrums für körperlich Schwerbehinderte am Oberforsthaus, realisiert vom Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe.

1988:
Am «Tag des Baumes» werden auf dem Platz vor dem Waldstadion vier Roteichen gepflanzt.

Chronik wird nicht fortgesetzt.