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Chronik von Seckbach

Seckbacher Rathaus 1930, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Lohrberg (1934), © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Frühzeit bis 1499

880:
Als „Seckibah“ erstmals genannt. Frühe Ausbausiedlung des fränkischen Reichsgutes.

12. Jh.:
Aus 19 Dörfern um Frankfurt formiert sich die Königsgrafschaft Bornheimer Berg mit Seckbach.

1303:
Das Landrecht der Grafschaft Bornheimer Berg wird in einem Weistum (Aufzeichnung von Rechtsgewohnheiten im Mittelalter) neu geregelt.

1320:
Ludwig der Bayer verpfändet die Grafschaft Bornheimer Berg an die Grafen von Hanau.

1340:
Die Berger Warte wird als „Geierswarte“ erwähnt.

1387:
Die Frankfurter Patrizierfamilie Frosch erwirbt Wald und Weide in Seckbach. Ortsherren in Seckbach sind die Schelme von Bergen (7 Achtel) und die Herren von Kronberg (1 Achtel).

1438:
Frankfurter Burgrechtsrolle: Auch die Seckbacher genießen die Freiheit, in Kriegszeiten hinter den Frankfurter Mauern Zuflucht zu nehmen.

1477:
Die Schelme verkaufen die Hälfte ihres Seckbacher Anteils an Frankfurt. (Der Kronberger Anteil fällt an Solms). Frankfurt besetzt in der Folgezeit das Seckbächer Schultheißenamt.

1481/84:
Auflösung der Grafschaft Bornheimer Berg. Die Hoheitsrechte in Seckbach fallen an die Grafschaft Hanau.

1500 bis 1899

16. Jhdt.:
Mit dem Seckbacher Rathaus entsteht eines der schönsten Fachwerkhäuser um Frankfurt.

1503/04:
Hanau erwirbt die Anteile der Schelme und der Grafen von Solms.

1531:
Seckbach wird von einer großen Feuersbrunst heimgesucht.

1557:
Neubau der Berger Warte. Sie ist ein Glied der Landwehr der Grafschaft Bornheimer Berg.

1632:
Seckbach hat 87 Haushaltungen.

1710:
Bau der lutherischen Marienkirche. (1943 fast völlig zerstört; Aufbau 1951).

1734:
Bau der reformierten Peterskirche. Ende des 19. Jahrhunderts zweistöckig zum Schulhaus umgebaut.

1736:
Seckbach fällt mit Hanau an Hessen-Kassel.

1757:
Die den Gemeinden Seckbach, Bergen, Enkheim und Fechenheim früher gemeinsame Kirche am Kirchberg (Nähe Buchhändlerschule) wird abgetragen.

1790:
Zur Erinnerung an das Krönungslager Leopolds II. bei der Berger Warte errichtet der Landgraf von Hessen eine Ehrensäule.

1820:
Seckbach hat 1.115 Einwohner.

1866:
Seckbach wird mit dem Kurfürstentum Hessen-Kassel preußisch (1.600 Einwohner).

1878:
Die Zentgrafenschule wird eröffnet (Neubau 1953). Der Name erinnert an die Königsgrafschaft Bornheimer Berg, auch Zentgrafenschaft genannt.

1886:
Seckbach kommt zum Landkreis Frankfurt.

1900 bis 1949

1900:
Seckbach wird in Frankfurt eingemeindet (1.000 Hektar Land, 2.800 Einwohner).

1901:
Die Villenkolonie an der Rotenburger Straße entsteht.

1902:
Gründung der Fußballgesellschaft 02.

1903:
Seckbach erhält eine katholische Gemeinde.

1905:
Die Bornheimer Straßenbahn wird bis an den Ortsrand von Seckbach verlängert.

1910:
Ausbau des Industriegeländes in der Seckbacher Niederung.

1911:
Im Zuge der Grünplanung unter Oberbürgermeister Adickes entsteht der Huthpark.
Erste Planungen für eine weiträumige Parkanlage auf dem Lohrberg.

1919:
Auf dem Lohrberg wird eine Dauerkleingartenanlage mit etwa 60 Kleingärten angelegt.

1924:
Beginn der Anlage eines Volksparks sowie eines Rebhangs auf dem Lohrberg durch Gartenbaudirektor Max Bromme.
Der Turnverein Seckbach erringt die deutsche Handball-Meisterschaft in Leipzig.

1926:
Ein erster Rundfunksender wird am Heiligenstock in Betrieb genommen.
Auf Seckbacher Gebiet entsteht für die Riederwaldsiedlung die Konrad-Haenisch-Schule (Pestalozzischule).

1932:
Bau der Festeburgsiedlung.

1937:
Das Seckbacher Ried wird unter Naturschutz gestellt.

1939:
Seckbach hat 3.511 Einwohner.

1943:
Die Marienkirche wird bis auf die Grundmauern zerstört.

1947:
Auf dem Lohrberg errichtet die Stadt eine Beispielobstanlage zur Beratung der Obstbau treibenden Einwohnerschaft.

1950 bis 1969

1950:
Bau der Zehntgrafensiedlung für Heimatvertriebene.
Seckbach hat 5.000 Einwohner.

1951:
Auf Anregung des Frankfurter Sportamtes führt der TV Seckbach erstmals das Lohrbergfest durch.
Einweihung der wiederaufgebauten Marienkirche.

1952:
Die evangelische Mariengemeinde gründet einen Posaunenchor.

1953:
Weihe der katholischen Kirche St. Maria Rosenkranz.
Neben der Kirchweih im Herbst findet ein Frühlingsfest statt.
Einweihung des Neubaus der Zentgrafenschule:

1955:
Fertigstellung der Fassade der Rosenkranzkirche, deren Putz Figuren, Geraden und Diagonalen in geometrischen Formen aufweisen, die sich zur Form zu Kreuz und Kelch zusammenfügen.

1957:
Das Bezirksbad Seckbach wird eröffnet.

1960:
Seckbach hat 8.000 Einwohner.
Einweihung des St. Katharinen-Krankenhauses an der Seckbacher Landstraße.

1962:
Das Berufsgenossenschaftliche Unfallkrankenhaus wird in Betrieb genommen.
Einweihung der Deutschen Buchhändlerschule.
Einweihung des Kindergartens der katholischen Gemeinde Maria Rosenkranz.

1963:
Das Umspannwerk Berger Warte entsteht.

1964:
Einweihung des neuen Alten- und Pflegeheims (Hufelandhaus des Evangelischen Vereins für Innere Mission Wilhelmsstraße 34.
Feierliche Übergabe der neuen Bezirkssportanlage zwischen Hochstädter Straße und Riedgraben.

1965:
An der Festeburg wird der neue Blumengroßmarkt in Betrieb genommen.

1966:
Die 1764 eingeweihte reformierte Peterskirche in der Wilhelmshöher Straße 172 wird abgebrochen.
Die Erdarbeiten für den Friedhof Heiligenstock (neuer Zentralfriedhof für Frankfurt am Main) beginnen.


1968:
Baubeginn der Atzelberg-Siedlung für etwa 1 .000 Wohnungen teils in zweistöckigen Einfamilienhäusern, teils in bis zu siebzehnstöckigen Hochhäusern.
Einweihung des nach Plänen Teuto Rocholls erbauten Altenheims der Henry-und-Emma-Budge-Stiftung in der Wilhelmshöher Straße, das zu gleichen Teilen Christen und Juden dient.

1970 bis 1989

1970:
Einweihung des Gemeindezentrums der Mariengemeinde und Einrichtung einer zweiten Pfarrstelle.
Die Zentgrafenschule wird nur noch Grundschule und erhält einen Tagesheimzweig.

1971:
Erneuerung der Versorgungsleitungen für Trinkwasser, Gas und Telefon.
Die Rebfläche Lohrberger Hang wird unter der Nummer 06 112 000/1 in die Weinbergrolle eingetragen.
Die Straßenbahnverbindung zwischen Bornheim und Seckbach wird eingestellt.

1972:
In der Atzelbergsiedlung wird die „Plaza“ angelegt, ein öffentlicher Platz, um den sich Läden gruppieren.
Fertigstellung eines neuen Regenrückhaltekanals.
Auf dem neuen Festplatz im Huthpark findet die Karlinchenkerb statt.
Im Unfallkrankenhaus wird der Rettungshubschrauber Christoph 2 stationiert.

1973:
Fertigstellung eines Neubaus der Fachschule des Deutschen Buchhandels.
Seckbach hat 10.438 Einwohner.

1974:
In der Atzelbergstraße 44 wird eine Mütterberatungsstelle neu eröffnet.
Richtfest für einen achtgeschossigen Erweiterungsbau des Unfallkrankenhauses.

1975:
Gründung des ersten ärztlichen Gemeinschaftslabors durch 30 freipraktizierende Frankfurter Ärzte in Seckbach.
Einweihung des Altenclubhauses in der Zeuläckerstraße 1.

1976:
Inbetriebnahme eines Hilfezentrums im Hufeland-Haus mit Altenkrankenheim, Tagespflegeheim und Theraphieabteilung auch für Nichtheimbewohner sowie mit den Einsatzleitungen der mobilen Dienste.
Einweihung des neuen Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr.
Die Hofhausstraße wird in Richtung Friedberger Landstraße durch eine Barriere für den Verkehr gesperrt.

1977:
Die Gelastraße wird zwecks Verkehrsberuhigung Einbahnstraße.
Einweihung der Orgel der Rosenkranzkirche.

1978:
Gründung der Interessengemeinschaft Seckbacher Vereine.

1979:
In Seckbach wird die erste hessische Ortsvermittungsstelle, welche nach dem „Elektronischen Wählsystem für Ortstechnik (EWSO)“ arbeitet, ihrer Bestimmung übergeben.
Die Marienkirche erhält eine neue Orgel.
Das Alte Zollhaus am Heiligenstock wird als Restaurant im Stil der Zwanziger Jahre neu eröffnet.

1980:
Einweihung der Umkleideräume für die Sportanlage Seckbacher Landstraße.
Das Alte Rathaus wird renoviert.
Einweihung der U-Bahn-Linie 4 zwischen Hauptbahnhof und Seckbacher Landstraße.

1981:
Der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert-Karry wird in seinem Haus in Seckbach ermordet.
Im noch nicht fertiggestellten und belegten Neubauflügel des Unfallkrankenhauses richtet ein Großbrand einen Schaden von 600.000 Mark an.

1983:
Maßnahmen zur „Befeuchtung“ des Seckbacher Rieds, die durch Sinken des Grundwasserspiegels notwendig wurden.

1984:
Drei Bildhauer aus Bornheim stellen ihre Werke im Huthpark aus.

1985:
Der Obst- und Gartenbauverein Seckbach wird nach 78-jährigem Bestehen aufgelöst.

1986:
Der Bebauungsplan Seckbach-Nord ist rechtskräftig.

1987:
Die Hochstädter Straße wird durch Pflanztröge, Abmarkierungen und Plateaupflasterungen auf einer Länge von 500 Meter verkehrsberuhigt.
Der Magistrat beschließt den ersten Teilbereich des Parkfriedhofs Heiligenstock mit 17 Hektar für 17.500 Grabstätten.

1988:
Das Katharinenkrankenhaus erhält neue Fußböden (im Betten- und Behandlungstrakt) dank Landesmittel.
Die Freiwillige Feuerwehr erhält ein neues Einsatzfahrzeug.
Der Seckbacher Turnverein veranstaltet das Erste Seckbacher Kulturwochenende mit einer Ausstellung und mit Diskussionen.

1989:
Das Alte Rathaus soll als Haus der Vereine dienen.

1990 bis 1999

1990:
Messungen des Stadtvermessungsamtes in den letzten zwölf Jahren ergaben, dass der Lohrberg pro Jahr ein Zentimeter rutscht.
Fertigstellung von zwei Bettentürmen mit Erweiterung der Intensiv- und Wachstation im Rahmen mehrjähriger Umbaumaßnahmen des Unfallkrankenhauses.
Stadtentwässerungsamt, Frankfurter Sparkasse und der World-Widlife-Fund bilden eine „Allianz für Naturschutz“ zur Renaturierung des Seckbacher Rieds.

1991:
Henry-und-Emma-Budge-Stiftung stellt Bauantrag für schrittweisen Abbruch und Neubau des Altenheims.
Heiligenstockweg und Hofhausstraße werden mit Hilfe von Schranken für den Durchgangsverkehr während der Hauptverkehrszeit gesperrt.

1992:
Umweltdezernat stellt den Entwurf des Landschaftsplans der Gemarkung Seckbach vor: Wiederherstellung der Fließwasserverbindung im Riedgraben, Promenade für Fußgänger und Radfahrer über die ehemalige Trasse der Straßenbahn nach Bergen, Rundweg um Seckbach, Spielpark am Heiligenstock.
In Seckbach wird die erste Tempo-30-Zone eingerichtet.
Der Regierungspräsident hebt die Sperrung von Heiligenstockweg und Hofhausstraße auf.
Eröffnung des Parkfriedhofs Heiligenstock und Beginn der auf Jahre angelegten Sanierung des Streuobstgeländes Heiligenstock, einer 16 Hektar großen Fläche zwischen der Gaststätte „Altes Zollhaus“ und dem geplanten Neubaugebiet Preungesheim-Ost, die schrittweise zu einem Parkgelände umgestaltet werden soll.
Einstellung der Straßenbahnlinie von der Gwinnerstraße nach Bergen.
Einrichtung des Busses 44 zur Leonhardsgasse.
Eröffnung der U 7 zwischen Zoo, Riederwald und Enkheim.

1993:
Der Mühlbach wird ins Seckbacher Ried geleitet.
Die im letzten Jahr begonnene Renovierung des Altes Rathaus ist abgeschlossen; nachdem es nun nicht mehr als Meldestelle genutzt wird, steht es vorerst leer.

1994:
Bewohner aus dem Bauwagendorf in der Nähe der Borsigallee gründen den Verein „Besser wohnen – Verein zur Förderung des Bauwagenlebens“, der als Vertragspartner für die Stadtverwaltung bezüglich der Verlängerung ihres Pachtvertrages fungieren soll.
Baubeginn für sie seit langem projektierte Fahrradroute von Seckbach in die Frankfurter Innenstadt (geplante Fertigstellung: Frühjahr 1995).
Unbekannte schänden mindestens 20 Gräber auf dem stillgelegten Friedhof der evangelischen Mariengemeinde.
Inbetriebnahme einer „Total-Energie-Verbund-Anlage“ in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik, deren Herzstück Frankfurts größtes Blockkraftwerk ist.
Erster Spatenstich für ein Wohnheim für geistig und mehrfach behinderte Erwachsene in der Hofhausstraße im Auftrag des Vereins „Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung“ (geplante Fertigstellung: Ende 1995).

1995:
Nach einer Bauzeit von mehr als sechs Jahren wird im Dezember die sogenannte „Ostumgehung“, der Lückenschluss der Autobahn 661 zwischen Bornheim und Seckbach, freigegeben.
An der Zehntgrafenschule werden Asbestsofortmaßnahmen eingeleitet; bis zur Totalsanierung, die für 1997 geplant ist, werden regelmäßige Kontrollen der Raumluftwerte durchgeführt.
Gründung des Förderkreises „Historisches Rathaus Seckbach“, der den Verkauf des im Besitz der Saalbau GmbH befindlichen Gebäudes aufhalten will; in Absprache mit der Saalbau wird es übergangsweise als Veranstaltungsort für Vereine und Organisationen genutzt.
Grundsteinlegung für den Neubau des Pflegeheims der Henry-und-Emma-Budge-Stiftung; neben 116 Ein- und Zweizimmer-Appartements für alte Menschen und einer Pflegestation für 160 Personen werden Wohnungen für Pflegekräfte geschaffen (geplante Fertigstellung: 2000).

1996:
Eröffnung der Karmez Dönerfabrik GmbH in der Flinschstraße 25.
Die Atzelberg-Siedlung und das Wohngebiet nördlich der Heinz-Herbert-Karry-Straße werden Tempo-30-Zonen.
Feier anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens der Deutschen Buchhändlerschule, die 1946 in Köln gegründet wurde, allerdings erst 1963 ihr Domizil in Seckbach bezogen hat.

1997:
Die Stadtverordneten sprechen sich mehrheitlich gegen das seit Jahren umstrittene Baugebiet Seckbach-Nord und für den Grüngürtel-Park an gleicher Stelle aus.
Das Feuer auf dem Gelände eines Wohnmobil-Händlers an der Friedberger Landstraße hinterlässt Schäden von rund zwei Millionen DM.
Umzug der VDO Kienzle Vertrieb und Service GmbH vom Gallusviertel in die Kruppstraße.
Nach drei Jahren Bauzeit Eröffnung der neuen Abteilung für geriatrische Rehabilitation am Hufelandhaus.
Der Ortsbeirat möchte den Verbindungsweg von der Wilhelmshöher Straße zum Atzelbergplatz „Pfarrer-Benner-Weg“ nennen, in Gedenken an den im letzten Jahr verstorbenen 34 Jahre lang in der katholischen Gemeinde Maria Rosenkranz wirkenden Seelsorger Robert Benner.
Das bereits seit Anfang 1996 bezogene Behindertenwohnheim des Vereins „Lebenshilfe“ wird offiziell eingeweiht und erhält den Namen „Christine-Heuser-Haus“ zu Ehren der Mitbegründerin des Vereins.

1998:
Als neuer Service des Bürgerbüros der Oberbürgermeisterin wird, zunächst in Fechenheim und Seckbach (hier in der Stadtteilbücherei, Arolser Straße 11), eine Bürgersprechstunde vor Ort angeboten; sollte das Modellprojekt angenommen werden, wird es auch in anderen Stadtteilen etabliert.
Die Postfiliale Hintergasse 1 wird wegen Unrentabilität geschlossen und statt dessen eine sogenannte „Postagentur“ im Schreibwarengeschäft Stange, Wilhelmshöher Straße 140, eröffnet.

1999:
Der Jüdische Gemeinde beabsichtigt die Anlage eines neuen Friedhofs; dafür wird ihr von der Stadt ein etwa sechs Hektar großes Areal neben dem Friedhof Heiligenstock in Aussicht gestellt.
Das Ensemble aus Berger Warte, Leopoldsäule und dem ehemaligen Standort des Galgens soll nach den Plänen des Frankfurter Architekturbüros Hirsch neu gestaltet werden; neben der Sanierung von Wegen und Plätzen ist an die Aufstellung von Hinweistafeln und von einem optischen Gerät in der Warte gedacht, das den früheren Ausblick zeigen soll, der mittlerweile durch unter Naturschutz stehende Bäume versperrt ist.
Der Ortsbeirat spricht sich einmütig dafür aus, den Atzelbergplatz in das Programm der Stadt Frankfurt zur Verschönerung öffentlicher Plätze aufzunehmen.

seit 2000

2000:
Seckbach begeht den hundertsten Jahrestag der Eingemeindung zu Frankfurt.
Die Projektgruppe Grüngürtel schlägt vor, das aus den 1920er Jahren stammende verfallene frühere Umkleidegebäude am Propst-Goebels-Weg im Huthpark zu renovieren und gastronomisch zu nutzen.
Die vor zwei Jahren begonnene Asbestsanierung der Friedrich-Ebert-Schule ist abgeschlossen.
Der TV Seckbach feiert sein 125jähriges Bestehen.
Die für mehrere Monate wegen Generalüberholung komplett gesperrte Wilhelmshöher Straße wird wieder für den Verkehr freigegeben.
Die Deutsche Buchhändlerschule soll nach dem Willen des Landes in die um über 90 Nachkriegsbauten erweiterte hessische Denkmalliste aufgenommen werden.

2001:
Einrichtung des Quellen-Wanderwegs zwischen dem Alteborn in Seckbach und dem Schelmenborn in Bergen-Enkheim.
Für sein überragendes Engagement im Dienste des Seckbacher Kulturlebens verleiht der Hessische Ministerpräsident Roland Koch Karl-Ludwig Kirschenlohr den Hessischen Verdienstorden am Band.
Der Ortsbeirat plädiert für die Einrichtung eines Wochenmarktes auf dem Atzelbergplatz.

2002:
Der Kirchenvorstand der Mariengemeinde beschließt, dass der fast 300 Jahre alte Friedhof einem neuen Gemeindehaus weichen soll; die Seckbacher Bürger reagieren mit Protesten.
Die BG Unfallklinik will gemeinsam mit der Branddirektion Frankfurt am Rande Seckbachs einen zweiten Start- und Landeplatz für Rettungshubschrauber einrichten.
Der Ortsbeirat fordert die Sanierung des Denkmals für Friedrich Ludwig Jahn, den Initiator der deutschen Turnbewegung, anlässlich der Wiederkehr seines hundertfünfzigsten Todestags in diesem Jahr.
Baudezernent Zimmermann sichert dem Ortsbeirat zu, die Gassen und Plätze der Seckbacher Altstadt schrittweise instand setzen zu lassen.

2003:
Offizielle Eröffnung des im Herbst 2002 fertiggestellten Pflegeheimneubaus der Henry-und-Emma-Budge-Stiftung in Anwesenheit von Paul Spiegel, dem Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Der TC Heimgarten, ältester reiner Tennisclub Frankfurts und im oberen Teil des Huthparks gelegen, feiert seinen 90. Geburtstag.
Die Naturschutzgruppe Seckbach erhält in diesem Jahr den Frankfurter Umweltpreis für ihr ehrenamtliches Engagement für die Natur in ihrem Stadtteil; ihre Mitglieder pflegen zum Beispiel aufgegebene Gärten, sammeln Müll im Seckbacher Ried und bieten biologische Führungen an.
Der Betriebshof Ost der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), seit den 1970er Jahren projektiert, tatsächlich aber erst Ende 1999 begonnen, ist fertiggestellt: Er dient in erster Linie der Fahrzeugwartung, kann 141 U- und Straßenbahnwagen aufnehmen und verfügt über 14 Abstellgleise. Da das Gelände des Betriebshofes an der Autobahn 661 in einem landschaftlich sensiblen Gebiet liegt, sind dort als Kompensation für den Naturverlust beim Bau Biotope angelegt worden. Außerdem hat sich die VGF verpflichtet, durch eine etwa sechs Kilometer lange Fließwasserverbindung mittels unterirdischer Rohrleitungen und offener Gräben das Enkheimer und Seckbacher Ried mit dem Ostparkweiher zu verbinden, sobald der Planfeststellungsbescheid vorliegt.

2004:
Der Kultur- und Geschichtsverein Seckbach eröffnet im ehemaligen Hausmeisterhaus (Pedellhäuschen) der Zentgrafenschule ein Heimatmuseum; die Ausstellung umfasst zunächst den Zeitraum der ersten urkundlichen Erwähnung Seckbachs 880 bis zum ersten Weltkrieg.
Die Druckerei Vario Plus in Seckbach erhält den zum ersten Mal vergebenen Preis der Stadt Frankfurt für behindertenfreundliche Betriebe.
Vorbildliche Sanierung des historischen Fachwerkhauses in der Niedergasse 1.
Im Sommer werden auf dem Lohrberg private Parkwächter eingesetzt, die durch regelmäßige Patrouillen der Verschmutzung durch die Besucher vorbeugen sollen.
Im Hufelandhaus wird nach drei Jahren Bauzeit eine neue Abteilung eingeweiht, die 27 Plätze für schwer körperbehinderte Menschen im Alter bis zu 65 Jahren bietet; die vorhandenen Altenpflegewohnungen sind ebenfalls instandgesetzt worden.

2005:
Infolge von Änderungen im Krankenhausrecht übernimmt das Sankt-Katharinen-Krankenhaus im Januar die Trägerschaft für die Geriatrische Klinik im Seckbacher Hufelandhaus.
Um die Umsetzung des sogenannten „Seckbacher Wiesenparks“ auf dem früher als Bebauungsgebiet Seckbach-Nord deklarierten Areal östlich der Friedberger Landstraße voranzubringen, kündigt die Stadt Pachtverträge für bislang landwirtschaftlich genutzte Flächen.
Im Mai Richtfest für das neue Magazingebäude des Instituts für Stadtgeschichte an der Borsigallee (geplante Fertigstellung: Frühjahr 2006).
Die BG Unfallklinik eröffnet zwei neue Abteilungen: die Fußchirurgie und die Sportorthopädie/Knie- und Schulterchirurgie.
Die im letzten Jahr auf dem Lohrberg eingesetzten Parkwächter werden in diesem Sommer aus finanziellen Gründen nur noch temporär eingesetzt und sollen ab 2006 durch freiwillige Polizeihelfer ersetzt werden.
Die Beschilderung des Quellen-Wanderwegs zwischen Seckbach und Bergen-Enkheim muss wegen Diebstahls komplettiert werden.
Die Sängervereinigung Seckbach feiert mit einem großen Jubiläumskonzert ihr hundertdreißigjähriges Bestehen.
Das Rondellgebäude im Huthpark, das der Ortsbeirat im letzten Jahr noch abreißen lassen wollte, soll nach dem Willen der Stadt künftig einen Gastronomiebetrieb beherbergen; dafür soll das denkmalgeschützte Gebäude von Ernst May baldmöglichst saniert werden.
Der 2003 zum Schutz der Streuobstwiesen im Raum Frankfurt gegründete „Verein Streuobstzentrum“ hat die Trägerschaft für den bereits zweimal von der Schließung bedrohten Beratungsgarten am Lohrberg übernommen und will dort das umweltpädagogische „MainÄppelHaus Lohrberg“ errichten.

Chronik wird nicht fortgesetzt.