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Chronik von Rödelheim

Rödelheim in einer Ansicht von 1801, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Rödelheim - Reichsburgstraße um 1900 © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Rödelheim - Assenheimer Straße im Jahr 1930, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte, Foto: Mehrens
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Frühzeit bis 1499

778:
„Radilenheim“ (Heim des Radilo) erstmals urkundlich erwähnt.

12. Jh.:
In Rödelheim entsteht eine Burg (Wasserburg) unter wechselnden Besitzern.

1219:
Kaiser Friedrich II. schenkt dem Deutschen Orden in Sachsenhausen die Rödelheimer Kapelle.

1276:
Die Rödelheimer Burg wird Reichsburg.

1356:
Bau der Cyriakuskirche.

1389:
Die Stadt Frankfurt wird Mitbesitzer der Burg.

1441:
Frank von Kronberg erhält das Reichslehen Rödelheim und wird damit mächtigster Mann in Rödelheim.

1446:
Bau des Rödelheimer Schlosses durch Niklas Esler aus Mainz.

1461:
Rödelheim fällt von den Kronbergern an die Grafen Solms, die eine Solms-Rödelheimer, später Solms-Rödelheim-Assenheimer Linie begründen. Die Grafen von Solms ngeben über 300 Jahre Rödelheim das Gepräge.

1464/67:
Erweiterungsbau der Cyriakuskirche.

1500 bis 1899

1544:
Einführung der Reformation.

1743:
Der englische König Georg II. Gast im Rödel-heimer Schloß.

1770:
Anlage des Brentanoparks, vielleicht von Goethe mit entworfen.

1802:
Abbruch des alten Schlosses: Neubau durch Georg Friedrich Mack.

1806:
Rödelheim kommt zum Großherzogtum Hessen.

1833:
Zwischen Frankfurt und Rödelheim wird eine regelmäßige Postverbindung eingerichtet.

1861:
Eröffnung der Bahnstrecke Frankfurt-Rödelheim-Bad Homburg

1885:
Rödelheim erhält Stadtrechte.

1889:
Eine Pferdebahn wird eingerichtet.

1893/94:
Bau der katholischen St.-Antonius-Kirche

1894/95:
Umbau der evangelischen Cyriakuskirche.

1896:
Die Rödelheimer Bürger Peter und Heinrich Weill gründen die Torpedowerke (Weill-Werke).

1900 bis 1949

1904:
Die Pferdebahn wird durch die elektrische Straßenbahn ersetzt.
Die Radiloschule wird eröffnet.

1907:
Die Körnerschule kommt als weitere Schule hinzu.

1910:
Rödelheim wird in Frankfurt eingemeindet (Stadtbezirk 40: 10.000 Einwohner).

1914:
Eröffnung der Arndt-Schule.

1928:
Das Brentanopark-Bad wird gebaut; es gilt als das schönste Frankfurter Freibad.

1933:
Das Rödelheimer Schloss wird von der Stadt erworben und wiederhergestellt.

1936:
Die Autobahn Frankfurt-Kassel wird zur markanten Westbegrenzung von Rödelheim.

1944:
Zerstörung des Schlosses durch Brandbomben (22. März).

1949:
Die wiederhergestellte St.-Antonius-Kirche wird neu eingeweiht.

1950 bis 1969

1951:
Die neuerstellte Cyriakuskirche wird eingeweiht.

1958:
Rödelheim hat 18.000 Einwohner.

1963:
Rödelheim erhält eine Mehrzwecksporthalle.
Eröffnung des Bürgergemeinschaftshauses für Hausen und Rödelheim im Industriehof.

1964:
Richtfest für das neue Gemeindezentrum der evangelischen Cyriakusgemeinde in der Alexanderstraße.
Wiederherstellung der im Krieg stark beschädigten Niddabrücke.

1965:
Ausbau der Westerbachstraße zwischen Breitlacher Straße und In der Au.
Einweihung des Kindergartens der katholischen Pfarrgemeinde St. Antonius.
Im Solmspark wird aus Anlass der ersten urkundlichen Erwähnung Rödelheims im Jahre 788 ein Gedenkstein enthüllt.

1966:
Das Brentanobad wird nach Umbau in ein Beckenbad neu eröffnet.
OB Brundert übergibt den Neubau der Liebig-Schule.
Abbruch der alten Rödelheimer Mühle am Mühlbach.

1969:
Beginn des Ausbaues der Autobahnanschlussstelle Frankfurt-West.
Übergabe der Grundschule für West-Rödelheim am Biedenkopfer Weg.
Das Männerwohnheim in der Radilostraße erhält den Namen „Simon-Bender-Heim“.

1970 bis 1989

1970:
An der Liebig-Schule wird das erste Schulsportzentrum eröffnet.

1971:
Eröffnung einer Beratungsstelle für ältere Bürger.

1972:
Einweihung der Kindertagesstätte im Biedenkopfer Weg.
Freigabe des Teilstückes (drei Kilometer) der geplanten Ortsver-bindung zwischen Heerstraße und Eschborner Landstraße.

1974:
Rödelheim hat 18.849 Einwohner.

1975:
Der begonnene Ausbau des Westerbachs erfordert zusätzliche Mittel in Höhe von etwa 311.000 Mark. Im Ausbaubereich müssen 53 Bäume gefällt werden.
Eröffnung des zweiten Gemeindezentrums der evangelischen Cyriakus-Gemeinde in der Wolf-Heidenheim-Straße 7.

1977:
Abbruch der 1710 erbauten Ölmühle.
150 Jahre Rödelheimer Stadtapotheke.
Eröffnung der Stadtbücherei.

1978:
Die Außenfassade des Wasserturms wird renoviert.
Inbetriebnahme der S-Bahn, Einstellung des Straßenbahnbetriebes.

1979:
Der Bahnübergang Eschborner Landstraße und zwei weitere Ubergänge werden geschlossen und durch die Brücke der neu eröffneten Ersatzstraße Rödelheim ersetzt.
Neue Begegnungsstätte der Frankfurter Turn- und Sportgemeinschaft 1847 (FTG) am Rödelheimer Sportplatz.
Errichtung eines Gedenksteins an der Inselgasse 9, dem früheren Standort der Rödelheimer Synagoge, als Mahnmal für die Ermordung jüdischer Mitbürger.

1980:
In der Nacht des Jom-Kippur-Festes (Versöhnungstag), des höchsten jüdischen Festes, wird der Gedenkstein für die Juden mit antisemitischen Inschriften, Hakenkreuzen und SS-Runen beschmiert.

1981:
Im Brentanopark muss die 120 Jahre alte Rotbuche wegen Pilzbefalls gefällt werden.
Einweihung der neuen, in eigener Regie erstellten Sportanlage samt Sporthalle und renovierter Turnhalle der FIG 1847.

1982:
Fertigstellung des neuen Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr.
Die im Brentanopark an der südwestlichen Seite des Pavillons stehende, seit 1969 durch mehrere baumchirurgische Maßnahmen erhaltene 150-jährige Eiche muss wegen Fäulnis und Pilzbefall gefällt werden.

1983:
Die Caritas-Zentralstation in der Burgfriedenstraße nimmt als siebte derartige Einrichtung in Frankfurt ihre Arbeit auf.
Neugestaltung des öffentlichen Verkehrsraums der Straße Alt-Rödelheim zwecks Verkehrsberuhigung.
Das Alten- und Pflegeheim in der Alexanderstraße wird für den Neubau des Reha-Zentrums West abgerissen.

1984:
Eröffnung des neuen Vereinhauses des Rödelheimer Vereinsrings in der Assenheimer Straße.
70-jähriges Bestehen der Ortsvereinigung Rödelheim des DRK.
Das in klassizistischem Stil erbaute Gebäude des Rödelheimer Bahnhofs wird an den Besitzer des benachbarten Radilo-Hotels verkauft.
Das vom „Verein zur Förderung und Betreuung spastisch gelähmter und anderer Körperbehinderter“ errichtete Auguste-Oberwinter-Haus mit 28 Wohnungen für Körperbe-hinderte und einem Therapiebereich für ambulante Behandlung wird offiziell seiner Bestimmung übergeben.

1985:
Das Behinderten-Sportzentrum der Versehrten-Sport-Gemeinschaft auf dem Gelände des Brentanobads wird seiner Bestimmung übergeben.
Der Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe übernimmt das Auguste-Oberwinter-Haus.
Das 1960 erbaute Meta-Quarck-Haus für psychisch Kranke in der Strubbergstraße wird für rund 1,75 Millionen Mark modernisiert und nach optimalen Gesichtspunkten gestaltet.
In der Alexanderstraße werden die alten Straßenbahngleise entfernt, die Straße erhält einen neuen Asphaltüberzug.
Die neue hölzerne Fußgängerbrücke über die Nidda am ehemaligen Schwimmbad wird auf ihre Fundamente gehoben.

1986:
Freilegung der Zeugnisse vom alten Mühlenbetrieb nahe der Cyriakuskirche. Zwei Mühlsteine und eine Gedenkplatte erinnern an der Stelle der 1966 abgebrochenen alten Mühle an die lange Mühlentradition.
Fertigstellung der Bahnunterführung zwischen Lorscher Straße und Breitlacherstraße.

1987:
Mit Eigeninitiative der DLRG-Ortsgruppe Mitte wird ein ehemaliger Schulpavillon am Brentanobad in ein schmuckes Vereinshaus umgebaut.
Eröffnung des Kinderhorts in der Arndtschule.
Einweihung der fußgängerfreundlich umgestalteten Radilostraße.
Die Sternbrücke erhält ein neues, nostalgisches Geländer, gleichzeitig wird die Natursteinbrüstung ausgebessert und die Sandsteinabdeckung neu aufgelegt.
Einweihung des Neubaus des Reha-Zentrums West zwischen Alexanderstraße und Thudichumstraße.

1988:
Im Brentanopark wird eine 15 Jahre alte Eiche gepflanzt, eine Jubiläumseiche, die die Stadt den Rödelheimern zur 1200-Jahrfeier schenkt.
Anläßlich der 1200-Jahrfeier wird ein S-Bahn-Zug auf den Namen Rödelheim getauft.
In einer Festwoche vom 8. bis 12. September mit vielen Veranstaltungen, mit Ausstellungen und mit einem Festzug, feiert Rödelheim seine Ersterwähnung vor 1200 Jahren.
Mit dem Einzug eines der größten Frankfurter Pelzunter-nehmen beginnt in der stillgelegten Fabrik der „Deutschen Kleiderwerke“ an der Ludwig-Landmann-Straße ein neues Pelz- und Modenzentrum zu entstehen.
Richtfest für den Erweiterungsbau der Siemens-AG in der Rödelheimer Landstraße mit 83.000 Quadratmetern Bürofläche für 750 Arbeitsplätze.
Zwischen Niddabrücke und Mühlkanal wird nach Entfernen der Straßenbahngleise die Straße „Auf der Insel“ neu gestaltet
Die Gaugrafeninsel im Brentanopark wird von meist arbeitslosen Jugendlichen besetzt, die damit auf die Wohnungsnot in Frankfurt aufmerksam machen wollen.

1990 bis 1999

1990:
Eröffnung des Jugendladens der Arbeiterwohlfahrt in der Straße Alt-Rödelheim
Auf dem Überführungsbauwerk vor der Breitlacher Straße wird zur Entschärfung des Unfallschwerpunktes eine neue Geschwindigkeitswarnanlage installiert, die den Autofahrern die gerade gefahrene Geschwindigkeit anzeigt.

1991:
Die Kindertagesstätte 100 in der Stichelstraße für 40 Kindergarten- und 60 Hortplätze wird nach einer Bauzeit von rund zwei Jahren offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
Richtfest für den Neubau der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft im Industriegebiet Rödelheim-West.
Erstes Sommerfest in Alt-Rödelheim.
Die Bürgerinitiative „Bürgerplattform L(i)ebenswertes Rödelheim“ wird ins Leben gerufen.
Grundsteinlegung des Vereinsheims für die Turngesellschaft Vorwärts im Rebstöcker Weg am Biegwald.
Grundsteinlegung für die neue Tribüne der Sportanlage von Rotweiss Frankfurt am Brentanobad.

1992:
Das Dritte-Welt-Haus zieht aus der Friesengasse in Bockenheim in die Westerbachstraße 40 um.

1993:
Die Stadt lehnt eine Sanierung des stark verfallenen Petrihauses aus finanziellen Gründen endgültig ab.

1994:
Die vom „Verein zur Unterstützung berufstätiger Eltern“ getragene neue Kindertagesstätte in der Lorscher Straße 20 wird eröffnet.
Die Deutsche Bahn schließt den Expressgut-Schalter im Bahnhof Rödelheim.
Der „Verein für Briefmarkenkunde“ zieht in die frühere Güterabfertigungshalle am Bahnhof Rödelheim, Baruch-Baschwitz-Platz 3.
Die Rehabilitationswerkstatt Rödelheim am Biedenkopfer Weg feiert ihr zwanzigjähriges Bestehen.
Umzug der bislang an der Westerbachstraße beheimateten „Deutschen Vereinigten Schuhmaschinengesellschaft“ nach Nieder-Eschbach.
In einer alten Werkshalle im Hinterhof der Rödelheimer Landstraße 75-85 eröffnet das Feinkostgeschäft „Venos“, das vor allem Gastronomiebetriebe mit auswärtigen Köstlichkeiten beliefert.

1995:
Die bisherige „Grundschule Rödelheim“ wird offiziell in „Brentanoschule“ umbenannt.
Zur besseren Durchsetzung des geplanten Jugendhauses gründen hiesige Organisationen wie Arbeiterwohlfahrt, Rotes Kreuz und die beiden christlichen Gemeinden den Verein „Jugendzentrum Rödelheim Auf der Insel“.
Die beiden Grundschulen Arndt- und Körnerschule werden zusammengelegt und mit Beginn des neuen Schuljahres als kombinierte „Grund-, Haupt und Realschule Rödelheim“ wieder eröffnet; der Unterricht findet auch zukünftig an beiden Standorten statt.
Die amerikanischen Streitkräfte geben die Lager- und Versorgungseinrichtungen der „Rödelheim Ordnance Facility“ auf, wodurch sieben von insgesamt 15 Hektar des Geländes zwischen Eschborner Landstraße und Westerbachstraße frei werden und an den Bund fallen; auf der Restfläche betreiben die Amerikaner weiterhin eine Druckerei.

1996:
Die „Grund-, Haupt und Realschule Rödelheim“ nennt sich jetzt offiziell nach dem im letzten Jahr verstorbenen Kinderbuchautor „Michael-Ende-Schule“.
Am 1. Oktober wird der Frankfurter Geschäftsmann Jakub Fiszman in Rödelheim gewaltsam entführt und drei Tage später ermordet aufgefunden.
Die Chase Manhattan Bank verlässt ihren Sitz an der Alexanderstraße zugunsten eines eigenen Neubaus in der Innenstadt.
Erster Spatenstich für die neue Europazentrale des Autozulieferers „ITT Automotive Europe GmbH“ in der Guerickestraße (geplante Fertigstellung: Anfang 1998).
Die ehemalige Schuhmaschinenfabrik in der Westerbachstraße wird von einer Investorengruppe renoviert und an kleine Unternehmen und Existenzgründer vermietet.

1997:
Nachdem das Rödelheimer Polizeirevier in der Kalkentalstraße jahrelang als „Frankfurts hässlichste Polizeidienststelle“ galt, ist es mit dem Umzug in das Erdgeschoss des zu diesem Zweck umgebauten Bürogebäudes Westerbachstraße 37-43 eines der modernsten Reviere Hessens geworden.
Das Metall- und Holzbauunternehmen „Intermas Technik GmbH“ bezieht ein 36.000 Quadratmeter großes Areal an der Eschborner Landstraße; 1999 sollen auch die Vertriebs- und Entwicklungsabteilung von Mörfelden-Walldorf in die neue Produktionsstätte wechseln.
Die Frankfurter Turn- und Sportgemeinschaft feiert ihr hundertfünfzigjähriges Bestehen unter anderem mit einem Kinderfest auf ihrer Anlage am Rebstöcker Weg.
Das 20 Jahre lang diskutierte Jugendzentrum Auf der Insel wird nach 14 Monaten Bauzeit eröffnet.
Wegen schlechter Auftragslage wird das Rödelheimer Werk des Automobilzulieferers „Aeroquip Sterling GmbH“ Mitte des Jahres stillgelegt.
Die „Chevron Chemical GmbH“ verlegt ihren Deutschlandsitz von der Mainzer Landstraße in die Gaugrafenstraße 34.

1998:
Unter Federführung des Flughafenchefs Dr. Wilhelm Bender wird der „Förderverein Petrihaus“ gegründet, dessen Ziele die Sanierung des Gebäudes und seine Öffnung für die Bevölkerung sind; zu diesem Zweck überlässt die Stadt das Haus samt Grundstück dem Verein in Erbpacht für eine symbolische DM.
„Mannesmann Mobilfunk“ zieht aus der Breitlacher Straße nach Eschborn.
Der denkmalgeschützte Pavillon im Brentanopark ist seit Jahresbeginn an den Heimat- und Geschichtsverein Rödelheim vermietet, der ihn erst einmal gründlich renoviert.
Die „Continental Teves AG“ kauft ITT Automotive Europe und übernimmt den gerade fertiggestellten Neubau in der Guerickestraße 7.
Die Stadt verkauft das Grundstück Friedrich-Kahl-Straße 7 an die Frankfurter Bäckerei Mayer, die ihren Standort in der Sophienstraße wegen fehlender Expansionsmöglichkeiten verlassen will.
Die größte Privatbahn des Landes, die „Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft“, feiert in ihrem Domizil in der Rödelheimer Bahnstraße ihr hundertjähriges Bestehen.

1999:
Auf der Suche nach einem geeigneten Gelände für die neue Großmarkthalle ist neben anderen die Rödelheimer Guerickestraße im Gespräch; sie wird von den Händlern sogar favorisiert.
Zum 25. Mal veranstaltet die Kelterei Possmann das Rödelheimer Volksradfahren, auch „Tour de Radelheim“ genannt.
Das im Volksmund „Goethetempelchen“ genannte frühere Badehaus im Brentanopark wird aus Anlass des 250. Geburtstag Goethes renoviert.
Das Dritte-Welt-Haus zieht von der Westerbachstraße wieder zurück nach Bockenheim.

seit 2000

2000:
Anfang des Jahres schließen sich mehrere kleine Unternehmen zur „Scopas Medien AG“ zusammen, einer Produktionsfirma für elektronische Medien, und richten in einer ehemaligen Nähmaschinenfabrik in der Westerbachstraße ihre Zentrale ein.
Rödelheim ist als potentieller Standort der neuen Großmarkthalle wegen zu großer Verkehrsbelastung für die Anwohner aus dem Rennen.
Die Sanierung des Petrihauses ist abgeschlossen; im ersten Stock des Gebäudes ist ein kleines Brentano-Museum eröffnet worden, das im Lauf der Zeit weiter ausgebaut werden wird.
Baubeginn für die neue Verkehrsleitzentrale der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung in der Westerbachstraße 73-79 (geplante Fertigstellung: Herbst 2001).
Als erster Frankfurter Stadtteil bekommt Rödelheim auf Anregung der hiesigen Geschäftsleute einen Ortsdiener, der für mehr Sauberkeit sorgen soll, indem er solche Missstände wie überfüllte Müllkörbe, verschmutzte Straßen oder widerrechtlich abgestellten Sperrmöbel auf dem kurzen Dienstweg beseitigen hilft.

2001:
Der in der Stubbergstraße beheimatete Musikverlag Zimmermann, besonders durch sein Unterrichtsmaterial für fast alle Instrumente bekannt geworden, begeht sein 125jähriges Jubiläum.
Der private Radiosender „Radio FFH“ gibt nach zwölf Jahren wegen Platzmangels den Firmensitz im Graf-Vollrath-Weg auf und zieht nach Bad Vilbel.
Beginn der Renovierungsarbeiten am Rödelheimer Bahnhofsgebäude, das als zweiter Bahnhof in Hessen in einen „DB Service-Store“ umgewandelt werden soll (geplante Fertigstellung: 2002).
Die Bauaufsicht verweigert die Genehmigung für den Bau eines vierstöckigen Gebäudes als Moschee und Kulturzentrum in der Breitlacher Straße neben dem Bahnhof, beantragt vom „Verband der Islamischen Kulturzentren“ in Köln, wegen fehlender Erschließung des Grundstücks.

2002:
Für die vorbildliche Wiederherstellung des Petrihauses bekommt der gleichnamige Förderverein den Hessischen Denkmalschutzpreis verliehen.
Die vorher in Hausen ansässigen „Akademie für Marketing-Kommunikation“ und „Akademie für Media“ beziehen ihr neues Domizil in der Westerbachstraße 164.
Die amerikanischen Streitkräfte lösen ihre Druckerei und ihr Vervielfältigungszentrum in Rödelheim wegen Unrentabilität auf.
Baubeginn für das fünfstöckige Bürogebäude „Officentral“ im Rödelheimer Bahnweg; da das Grundstück bislang von Pendlern als wilder Parkplatz genutzt wird, sind in dem Neubau auch öffentliche Stellplätze vorgesehen (geplante Fertigstellung: Sommer 2003).

2003:
Auf Anregung des Heimat- und Geschichtsvereins Rödelheim vermessen Architekturstudenten der Fachhochschule Wiesbaden im Solmspark die Fundamente des 1944 zerstörten Rödelheimer Schlosses und erarbeiten Vorschläge für eine mögliche Erinnerungsstätte.
Der „Verein für Briefmarkenkunde“ begeht sein 125jähriges Jubiläum.
Gründung eines Fördervereins für die von Schließung bedrohte Rödelheimer Stadtteilbücherei.
Wiedereröffnung des Jugendzentrums Auf der Insel nach längerer Zeit des Leerstands durch die Frankfurter Sportjugend.
An der Ecke Radilo- und Kalkentalstraße wird das neu errichtete Wohn- und Geschäftsgebäude „Viva-Haus“ („Casa Viva“) eingeweiht.

2004:
Nach mehr als hundert Jahren wird die in Rödelheim beheimatete Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft, seit dem Jahr 2000 unter der Marke „Connex“ auftretend, nach Berlin verlagert.
Der Magistrat überlässt dem Föderverein Petrihaus das Gelände des im letzten Jahr aufgegebenen Betriebshofes des Stadtentwässerungamtes am Rödelheimer Wehr in Erbpacht; auf diese Weise ergeben sich weitere Nutzungsperspektiven, wie z. B. ein Skulpturengarten oder ein Veranstaltungsgebäude auf dem arrondierten Terrain.
Das Fotofachlabor Brieke in der Tilsiter Straße feiert den hundertsten Geburtstag des Familienunternehmens.
Die mehrere Monate dauernde Renovierung des Kirchturms von St. Antonius ist abgeschlossen.
Der jahrelang leerstehende Rödelheimer Wasserturm wird nach vollendeter Renovierung vom Architekturbüro Kern bezogen.

2005:
Das 1981 gegründete „Zentrum für Deutsche Sprache und Kultur“ zieht in den Rödelheimer Bahnweg 31.
Nach mehr als vierzig Jahren gibt Günter Possmann die Geschäftsführung der gleichnamigen Kelterei an seinen Sohn Peter ab, die jetzt in der fünften Generation von einem Familienmitglied geleitet wird.
Die Solarfirma „Consolar“ aus Rödelheim wird beim Wettbewerb „Ethics in Business“ in Berlin für ihre neuen nachhaltigen Solarspeicher ausgezeichnet.
Der Ortsbeirat wehrt sich gegen den geplanten Abriss des Fachwerkhauses Assenheimer Straße 1.
Im September beginnt die 2,8 Millionen Euro teure Sanierung des Brentanobads, die bis zum Auftakt der Freiluftsaison im nächsten Jahr abgeschlossen sein wird; das Bad soll dann in einem Kooperationsmodell mit der ehrenamtlich tätigen Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft geführt werden.
Im Oktober eröffnet in der Eschborner Landstraße das „Haus des Abschieds“, das eine Alternative zu den städtischen Trauerhallen bieten möchte.

Chronik wird nicht fortgesetzt.