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Chronik von Praunheim

Karikatur über die Auswüchse der Praunheimer Kerb von 1898, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Ansicht von Alt-Praunheim auf einer Fotografie des Jahres 1910, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Praunheim - Siedlung Westhausen, ehem. Hindenburgstraße - heute Ludwia, 1929, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Frühzeit bis 1499

Um 3000 v.Chr.:
In der Gemarkung Praunheim entsteht die erste jungsteinzeitliche Ansiedlung.

Um 800 v.Chr.:
Kelten besiedeln die Praunheimer Gemarkung.

Um 500:
Franken erobern das Land. Praunheim wird aus den Ruinen der verfallenen Römerstadt Nida errichtet.

804:
Praunheim wird unter dem Namen „Brumheim“ erstmals urkundlich genannt.

1132:
Mainz erwirbt das Investiturrecht der Praunheimer Kirche. Praunheim bildet den kirchlichen Mittelpunkt zwischen Niederursel, Heddernheim und Hausen.

1194:
Die Ritter von Praunheim bewirtschaften als Reichsministerialen den königlichen Grundbesitz und erbauen die „Klettenburg“.

1318:
König Ludwig der Bayer schenkt dem späteren St.-Leonhardsstift in Frankfurt das Patronatsrecht der Praunheimer Kirche.

1380:
Heilmann von Praunheim huldigt der Stadt Frankfurt.

1460:
Die Praunheimer Dorfschule wird als eine dem ältesten Schulen im Frankfurter Raum erstmals genannt.

1478:
Die Grafen von Solms erwerben einen Teil von Praunheim, so dass Praunheim je zur Hälfte zu Hessen-Kassel und zu Solms-Rödelheim gehört.

1500 bis 1899

1544:
In Praunheim wird die Reformation eingeführt.

1676:
Graf Johann August von Solms-Rödelheim erwirbt die Klettenburg und nennt sie Augustenburg.

1748:
Ein Brand vernichtet die Praunheimer Kirche.

1760:
Die baufällige Augustenburg wird abgebrochen.

1773:
Der Wiederaufbau der niedergebrannten Kirche ist beendet.

1816:
Praunheim gelangt ganz an das Kurfürstentum Hessen-Kassel.

1866:
Praunheim wird preußisch und kommt zum Landkreis Frankfurt.

1887/88:
Das Wasserwerk Praunheim I zwischen dem Praunheimer Hohl und der Nidda entsteht.

1895:
Praunheim erreicht die Zahl von 1.000 Einwohnern.

1900 bis 1949

1901/02:
Die Pumpstation Praunheim III An den Pflanzländern wird errichtet.

1904:
An der heutigen Heerstraße entsteht die Pumpstation Praunheim II.

1910:
Praunheim wird mit 1.413 Einwohnern und 455 Hektar Land in Frankfurt eingemeindet.

1911:
Die Heerstraße wird gebaut und dem Verkehr übergeben.

1913:
Praunheim-Brücke ist Endstation der neuen Straßen-bahnlinie 18.

1921:
Das Oberfeld Am Alten Schloss wird baulich erschlossen.

1927:
Die evangelische Gemeinde erhält den Namen Aufer-stehungsgemeinde.

1927/29:
Zwischen Rödelheim und Eschersheim wird die Nidda reguliert.

1927/30:
Die Stadt Frankfurt baut die von Ernst May geplan-te vorbildliche Siedlung Praunheim längs der Heerstraße mit 1.441 Wohnungen und bemerkenswerter „Frankfurter Küche“.

1928:
Von Heddernheim bis Praunheim-Brücke verkehrt die Omnibuslinie 60.

1930:
Der Ausbau der Ludwig-Landmann-Straße als zukünftiger Taunuszubringer wird fertiggestellt.

1929/31:
Die Siedlung Westhausen mit 1.532 Wohnungen entsteht nach Planungen von Ernst May westlich der Ludwig-Landmann-Straße als südwestlicher Abschluss der Hangbebauung des Niddatales.

1930:
Als erste Frankfurter Freiflächenschule im Pavillonstil wird die Hindenburgschule, heutige Ebelfeldschule, erbaut.
Die katholische Christ-König-Kirche wird eingeweiht.

1932:
Die ausgebaute Straßenbahnlinie 2 führt jetzt bis zur Heerstraße.

1933:
Praunheim überschreitet die Zahl von 10.000 Einwohnern.

1933/35:
An den Pflanzländern entsteht eine Wohnsiedlung.

1945:
Im März trifft Praunheim ein schwerer Bombenangriff, bei dem die evangelische Kirche zerstört wird.

1949:
Als erste der vielen zerstörten Frankfurter Kirchen wird die evangelische Auferstehungskirche wieder aufgebaut.

1950 bis 1979

1950:
Der Friedhof Westhausen wird eingeweiht.

1955:
Die Christ-König-Kirche wird nach ihrer Erneuerung neu eingeweiht.

1956:
Auf dem Praunheimer Friedhof entsteht die Trauerhalle.

1957:
Das Altenheim Praunheim mit 140 Plätzen wird seiner Bestimmung übergeben.
In der alten Praunheimer Mühle richtet die Stadt Frankfurt das Hermann-Luppe-Heim ein, die erste heilpädagogische Beobachtungsstation in der Bundesrepublik für schwer erziehbare Kinder.
In der Pützerstraße wird das ev. Gemeindezentrum eingeweiht.

1958:
Auf dem Praunheimer Friedhof wird ein Ehrenmal errichtet.

1963:
Die Omnibuslinie 60 wird bis Heerstraße/Ludwig-Landmann-Straße verlängert.

1964:
Praunheim hat 14.000 Einwohner.
Das Gemeindehaus der evangelischen Auferstehungsgemeinde wird eingeweiht.
Die katholische Christ-König-Gemeinde eröffnet ihren Kindergarten.

1965:
Die „Praunheimer Werkstätten“, eine Fortentwicklung der „alten Praunheimer Mühle“ und des „Jugendhofes Praunheim“, werden als Rehabilitationszentrum für behinderte Jugendliche ihrer Bestimmung übergeben.

1966:
Oberbürgermeister Prof. Dr. Brundert eröffnet den Neubau der Liebigschule.

1969:
Die von Pionieren aus Koblenz mit Material des V. US-Corps über die Nidda gebaute Behelfsbrücke wird dem Verkehr übergeben.
Die 15 Mal 10 Meter große Turnhalle der Ebelfeldschule wird fertiggestellt.

1970:
An der Liebigschule wird ein „Schulsportzentrum“ eröffnet.

1971:
Der Kindergarten der Wicherngemeinde wird eröffnet.

1974:
Die östliche Fahrbahn der Ludwig-Landmann-Straße ab Egestraße in Richtung Kreisel Industriehof wird fertiggestellt.

1975:
An der Liebigschule beginnt ein regelmäßiger Klassenaustausch mit dem Lycée St.-Exupéry in Lyon.
Das Gemeindezentrum der Christ-König-Gemeinde wird eingeweiht.

1977:
Der Ausbau der Ludwig-Landmann-Straße von der Ege-straße bis zur Heerstraße beginnt.

1978:
Die evangelische Auferstehungsgemeinde eröffnet ihr Jugendzentrum.
Durch die Einrichtung einer kleinen Fußgängerzone in Höhe der Ebelfeldschule muss der Praunheimer Hohl für den Durchgangsverkehr gesperrt werden.
Die Heerstraße wird nach ihrem Ausbau und der Errichtung der Unterführung unter der S-Bahnlinie Frankfurt-Bad Homburg wiedereröffnet.
An der Heinrich-Lübke-Straße wird das Einkaufszentrum eröffnet.

1979:
Der Entwurf des Bebauungsplans für ein neues Siedlungsgebiet Westhausen nördlich der jetzigen Siedlung wird der Bürgerschaft vorgestellt.
Im Ladenzentrum Ebelfeld wird das neue Postamt 904 eröffnet.
Die Altenwohnanlage in der Heinrich-Lübke-Straße (Am Ebel-feld), die neben 90 Wohneinheiten auch ein allen offenstehendes Altenzentrum (Clubräume mit Teeküche) umfasst, wird eröffnet.
Das Stadtgesundheitsamt eröffnet in Praunheim eine neue Mütterberatungsstelle.

1980 bis 1989

1980:
Nach Renovierungsarbeiten, die in Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege durchgeführt wurden, wird die Auferstehungskirche wieder eingeweiht.
Das modernisierte Alten- und Pflegeheim Praunheim erhält den Namen des früheren Sozialdezernenten der Stadt Frankfurt, Dr. Rudolf Prestel.
Die freiwilligen Brandschützer in Praunheim gründen nach fast 60-jährigem Bestehen der Einsatzabteilung den Verein „Freiwillige Feuerwehr Praunheim“.

1981:
In der Altenwohnanlage Praunheimer Weg wird eine Cafeteria („Café Kränzchen“) eingerichtet.

1982:
Neben der Praunheimer Brücke wird ein neuer Fußgängersteg, der zuvor an der Farbenstraße in Höchst Verwendung gefunden hatte, eingeweiht, der die alten verrosteten Stege an der Brücke ersetzt.
Am Nordwestkrankenhaus wird eine Radioonkologische Klinik mit einem Linearbeschleuniger mit einer 20 MeV-Leistung eingerichtet.
Der Mitteltrakt der Praunheimer Werkstätten wird erweitert.

1983:
Der Vereinsring pflanzt auf dem Platz vor dem Alten- und Pflegeheim Alt-Praunheim 48 eine Lutherlinde und setzt einen Gedenkstein.
Die Grünanlage am Ebelfeld wird neu gestaltet.

1984:
Zum ersten Mal tritt die Geschichtsabteilung des Bürgervereins zusammen.
Auf einem Gelände an der Käthe-Kollwitz-Straße beginnt der Bau von 80 Reihenhäusern als Pilotprojekt familienfreundlichen und preisgünstigen Wohnungsbaus.
Der Vorplatz vor dem Rudolf-Prestel-Haus in Alt-Praunheim wird vom Gartenamt zu einer Erholungsanlage ausgebaut.
Seit diesemm Jahr findet Mitte August das Zehntscheunenfest im historischen Zentrum Praunheims, auf der Niddawiese und im Pfarrgarten statt.

1985:
Die unter Denkmalschutz stehende Zehntscheune geht vom Liegenschaftsamt auf die Saalbau GmbH über, die es zu einem Bürgertreff umbauen wird.
Im Praunheimer Ortskern wird die Verkehrsführung geändert.
Die evangelische Gemeinde Westhausen errichtet einen Erweiterungsbau ihres Gemeindezentrums.
Pfarrer König von der katholischen Christ-König-Gemeinde und Pfarrer Michael Schirrmeister von der evangelischen Auferstehungsgemeinde werden mit dem Preis „Humor in der Kirche“ ausgezeichnet.
Vom Evangelischen Regionalverband und der Französisch-reformierten Gemeinde wird in Praunheim eine integrative Schule für behinderte und nichtbehinderte Kinder gegründet.

1986:
Der Caritas-Verband richtet erstmals in Frankfurt im Gemeindesaal der katholischen Christ-König-Gemeinde Zimmer für 14 ältere Menschen bis zur Pflegestufe 4 ein, damit deren Angehörige in Ferien fahren können.
Die Grün- und Freizeitanlage an der Muckermannstraße in Westhausen wird neu gestaltet.
Originalgetreue Wiederherstellung der Fenster und Türen der Häuser in der Siedlung Westhausen.
Eröffnung der U-Bahn-Strecke (U6 und U7) vom Zoo über Hauptwache, Opernplatz, Bockenheim nach Praunheim über die Ludwig-Landmann-Straße und nach Hausen mit Busanschluss nach Praunheim.

1987:
Die Geschichtsabteilung des Bürgervereins fördert das verlorengegangene Wappen von Praunheim wieder zutage.
Das Nordwestkrankenhaus erhält einen neuen Computertomografen.
Baubeginn einer neuen Praunheimer Brücke über die Nidda.

1988:
Der Praunheimer Friedhof wird einen zusätzlichen Ausgang zum westlich gelegenen Naherholungsgebiet erhalten.
Die Praunheimer Werkstätten richten in der Römerstadt eine Außenwohnung für drei Behinderte ein, die dort nur stundenweise von einem Mitarbeiter betreut werden und die tagsüber in den Praunheimer Werkstätten arbeiten.

1989:
Der „Volkspark Niddatal“ wird im Zuge der in diesem Jahr in Frankfurt stattfindenden Bundesgartenschau auf einem 168 Hektar großen Gelände zwischen Praunheim, Ginnheim und Hausen erbaut.

1990 bis 1999

1990:
Die Zehntscheune wird dem Bürgerverein Praunheim von der Saalbau GmbH zur nichtgewerblichen Nutzung für Zwecke des Vereins auf unbestimmte Zeit mietfrei überlassen.

1992:
Die Freiwillige Feuerwehr Praunheim gründet eine Minifeuerwehr für Kinder im Alter zwischen vier und zehn Jahren.

1994:
Das Stadtentwässerungsamt saniert drei Altarme der Nidda zwischen Praunheim und Westhausen (geplante Fertigstellung: Frühjahr 1995).
Der Mess- und Prozesstechnik-Hersteller „Hartmann & Braun“, der bereits eine Niederlassung an der Heerstraße besitzt, plant dort eine Erweiterung des Standortes durch den Bau eines Verwaltungsgebäudes und mehrerer Produktionsstätten, da die Zentrale in Bockenheim bis 1997 geräumt werden muss (geplanter Baubeginn: 1996).
Die Hermann-Luppe-Schule ist seit Jahresbeginn wegen einer Ungezieferplage in den Räumlichkeiten der Heinrich-Kromer-Schule in der Nordweststadt untergebracht.

1995:
Der Ortsbeirat 7 beschließt einstimmig, die Grünfläche an der Praunheimer Mühle nach dem 1969 verstorbenen Initiator der Praunheimer Werkstätten Fritz-Lennig-Anlage zu benennen.
Inbetriebnahme eines Kernspin-Tomographens in dem eigens dafür errichteten Anbau des Nordwestkrankenhauses.
Auf einem 1,4 Hektar großen Areal an der Heerstraße entsteht eine Holzhaus-Siedlung aus 32 Reihenhäusern und 51 Sozialwohnungen; da sie als Modellprojekt für günstiges Bauen gedacht ist, werden die Gebäude aus industriell vorgefertigten Holzplatten errichtet.

1996:
Im Dezember Eröffnung des Tierfriedhofs auf dem ehemaligen Areal einer Ziegelei am Holzweg in Westhausen; auf Initiative des Frankfurter Tierschutzvereins eingerichtet, ist nun auch in Frankfurt die Bestattung von Hunden und Katzen möglich.
Der Bürgerverein Praunheim erwirbt Grundstück und Gebäude der Zehntscheune in Erbpacht von der Stadt und beginnt mit dem Umbau in eine Begegnungsstätte.

1997:
Westlich und östlich der Ludwig-Landmann-Straße und im Gebiet um die Ebelfeldschule entstehen neue Tempo-30-Zonen.
Die Ansiedlung eines Bauwagenlagers auf dem in städtischem Besitz befindlichen Gelände einer alten Ziegelei am Holzweg in Westhausen wird zugelassen.
Durch die Aufnahme der Freizeitgartenanlage Praunheim westlich des Volksparks Niddatal in den Bebauungsplan will die Stadt Bestandssicherung erreichen.
Die Übernahme von „Hartmann & Braun“ durch die Firmengruppe „Elsag Bailey Process Automation“ Ende 1995 bedeutet das Ende der Neubaupläne an der Heerstraße; statt dessen wird die Zentrale des Unternehmens nach Eschborn verlegt.
Die Wohnanlage für geistig Behinderte auf dem Gelände der Praunheimer Mühle bietet nach zweijähriger Modernisierung und Erweiterung 46 Plätze in fünf Wohngemeinschaften.

1998:
Alle Haushalte in Praunheim werden mit der Biotonne ausgerüstet.
Die 1980 erfolgte Umbenennung des Alten- und Pflegeheims Praunheim in „Rudolf-Prestel-Haus“ wird rückgängig gemacht, da die Rolle Prestels als Amtsjurist in der Frankfurter Sozialverwaltung während der Nazizeit nicht unumstritten ist; außerdem war er 1947 als Sozialdezernent für die Anstellung zweier ärztlicher Mitarbeiter verantwortlich, die sich unter den Nationalsozialisten als sogenannte „Zigeuner-Forscher“ hervorgetan hatten.

1999:
Ab 1. Januar wird die Abteilung Frauenfußball der SG Praunheim als „Erster Frauenfußball-Club Frankfurt“ betrieben; das Trainingsgelände der Bundesligamannschaft bleibt zwar am Praunheimer Hohl, Spiele werden aber von nun an im Stadion am Brentanobad ausgetragen; im Gründungsjahr gelingt der Mannschaft gleich das Double: Sie wird Deutscher Meister und gewinnt den DFB-Pokal.
Eröffnung der „Stroke Unit“, einer neuen Spezialstation zur Behandlung von Schlaganfällen in der Neurologischen Klinik des Nordwestkrankenhauses.
Die Doppelhaushälfte Am Ebelfeld 16 ist das erste Passivhaus Frankfurts ohne eine konventionelle Heizanlage.

seit 2000

2000:
Eröffnung einer interkulturellen Begegnungsstätte im Altenwohnheim An der Litzelwiese.
Die bisher über mehrere Gebäude in Frankfurt verteilte Französische Schule kann
Anfang September ihren Neubau in Westhausen beziehen; aus diesem Anlass ist der Teil des Holzwegs, an dem die Schule liegt, ausgebaut und in Erinnerung an die aus Frankreich stammende Frankfurter Familie in „Gontardstraße“ umbenannt worden.

2001:
Behindertengerechter Umbau der U-Bahn-Stationen Stephan-Heise-Straße und Friedhof Westhausen; die Haltestellen Ebelfeld und Heerstraße folgen im nächsten Jahr.
Das ehemalige Schwesternwohnheim auf dem Gelände des Nordwestkrankenhauses wird als kleines Hotel wieder eröffnet, das vor allem für Angehörige von Patienten gedacht ist, aber allen Gästen offensteht.
Die bisher namenlose Grünfläche zwischen Muckermann- und Ludwig-Landmann-Straße wird nach der im vergangenen Jahr verstorbenen Erfinderin der in den May-Siedlungen eingebauten „Frankfurter Küche“ Margarete-Schütte-Lihotzky-Anlage benannt.

2002:
Die Frankfurter Wirtschaftsförderung vergibt den diesjährigen „Frankfurter Gründerpreis“ an das im Schönberger Weg 13 beheimatete Gendiagnostiklabor „Humatrix AG“.

2003:
Mit einem Festakt im Römer begehen die Praunheimer Werkstätten den 75. Jahrestag ihrer Gründung; heute werden in den drei Standorten Praunheim, Fechenheim und Höchst etwa 700 Behinderte beschäftigt.
Im Juli müssen die Bewohner der Bauwagensiedlung das Gelände am Holzweg endgültig verlassen; der Aktion sind bereits mehrere Gerichtsbeschlüsse und Räumungsversuche vorausgegangen.
Die Liebigschule bekommt den „Bruno H. Schubert-Preis für Naturschutz“ für ihr ökologisches Engagement verliehen.
Der Ausbau der Zehntscheune ist mit der Fertigstellung eines Anbaus, in dem das Foyer und die sanitären Anlagen untergebracht sind, abgeschlossen.

2004:
Praunheim begeht das 1200jährige Jubiläum seiner urkundlichen Ersterwähnung.
Der 1880 gegründete „Deutsche Verein für private und öffentliche Fürsorge“, bislang Am Stockborn 1-3 ansässig, zieht nach Berlin um.
Der Steinbach, der seit den 1960er Jahren in Praunheim zwischen der Haingrabenstraße und seiner Mündung in den Altarm der Nidda in einem unterirdischen Rohr geführt wurde, wird offengelegt und naturnah gestaltet, so dass er wieder seinem ursprünglichen Verlauf folgt; seine Pflege übernehmen ehrenamtliche Bachpaten.
Vorstellung des neuen interdisziplinären Tumorzentrums im Nordwestkrankenhaus, an dem von nun an 14 verschiedene Fachdisziplinen an der ganzheitlichen Behandlung von Krebspatienten zusammenwirken.
Das Hessische Kultusministerium zertifiziert die Liebigschule als „Europaschule“ und nimmt sie damit in ein Förderprogramm des Landes auf, da sie mit dem Lycée Victor Hugo eng zusammenarbeitet und einen bilingualen deutsch-französischen Zweig besitzt.
Die „Humatrix AG“ verlegt ihren Sitz von Praunheim nach Fechenheim.

2005:
Die Liebigschule feiert ihren 150., die Ebelfeldschule ihren 75 Gründungstag.
Baubeginn für den elfgeschossigen Erweiterungsbau des Nordwestkrankenhauses und die parallel laufende Modernisierung des Altbaus (geplante Fertigstellung: 2008).
Im Sommer Richtfest für das neue Gebäude der Hermann-Luppe-Schule neben dem gleichnamigen Haus; Schule und Sporthalle werden speziell auf die Bedürfnisse verhaltensauffälliger Kinder zugeschnitten sein (geplante Fertigstellung: Mai 2006).
Die Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Praunheim begeht ihr fünfundzwanzigjähriges Jubiläum.

Chronik wird nicht fortgesetzt.