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Chronik des Frankfurter Bergs

Die Siedlung Frankfurter Berg bei ihrer Entstehung 1938, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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83-260:
Das Gebiet des Frankfurter Berg liegt im Schnittpunkt alter Römerstraßen. Nida-Vilbel (Berkersheimer Weg) und Saalburg-Mainfurt (Homburger Landstraße); der Nachbarstadtteil Bonames war vermutlich eine römische Siedlung.

6. Jahrhundert:
Der Frankfurter Berg ist Interessengebiet der benachbarten fränkischen Dörfer Eschersheim, Eckenheim, Preungesheim und Berkersheim.

11. Jahrhundert:
Die Ländereien um den Frankfurter Berg gehen als Königsgut und als adlige Schenkungsobjekte an das Reichsstift Fulda.

1367:
Die fuldischen Vögte verkaufen ihre Rechte an die Reichsstadt Frankfurt. Bonames wird von Frankfurt wehrhaft ausgebaut.

1484:
Bei der Teilung der Königsgrafschaft Bornheimer Berg fallen die Dörfer Eschersheim, Eckenheim, Preungesheim und Berkersheim an die Landgrafschaft Hanau.

1850:
Die Main-Weser-Bahn führt bis Friedberg (1852 bis Kassel). Bau des Bonameser Bahnhofs.

1866:
Das Gebiet des Frankfurter Berg wird preußisch (Landkreis Frankfurt).

1910:
Auflösung des preußischen Landkreises Frankfurt, die nördlichen Vororte Frankfurts werden in das Stadtgebiet eingemeindet.

1910:
Eingemeindung nach Frankfurt.

1910/11:
Bahnhofsneubau und Straßenüberführungen.
Auf dem Frankfurter Berg steht ein Haus (Homburger Landstraße 104).

1911:
Errichtung der Gießerei der Deutschen Nähmaschinenfabrik Josef Wertheim AG.

1937:
Am Hagebutten- und Holunderweg entstehen die ersten 160 Siedlungshäuser. Gründung der Siedlergemeinschaft Frankfurter Berg.

1940:
Die Firma Teves übernimmt die Gießerei der Deutschen Nähmaschinenfabrik Josef Wertheim AG.

1941:
225 «Volkswohnungen» am Schlehen- und Lupinenweg südlich des Berkersheimer Weges werden bezogen.

1942:
Errichtung der Backmaschinenfabrik Arno Schäferlein am Bahnhof Bonames.

1945:
Die US-Army bezieht die Kasernen an der Homburger Landstraße.

1947:
Errichtung einer selbstständigen evangelischen Pfarrei «Bethanien».
Aufnahme eines behelfsmäßigen Schulbetriebes in der Siedlung «Frankfurter Berg».
Errichtung der Überseefunkstelle Bonames (Telefon in die USA, Telegraf nach Nahost) und des Funkamtes II am Lachegraben (Meldungen des Deutschen Wetterdienstes in alle Welt).

1948:
Nördlich des Berkersheimer Weges entsteht die «Bizonale Siedlung».

1949:
Einweihung der evangelischen Bethanienkirche (Turm 1957, Sakristei 1958).

1952:
Bau der katholischen Dreifaltigkeitskirche.

1953:
Die Siedlung Frankfurter Berg südlich des Berkersheimer Weges wird erweitert.
Gründung des Bezirksvereins «Frankfurter Berg».

1954:
Eröffnung des Polizeireviers 15 (Neubau 1958).

1955:
Der Neubau der Albert-Schweitzer-Schule wird in Anwesenheit des Namenspatrons eröffnet.

1957:
Die amerikanische Wohnsiedlung «Im Klingenfeld» entsteht.

1963:
Der Frankfurter Berg hat rund 6.000 Einwohner. Erweiterung der Albert-Schweitzer-Schule (u.a. Mehrzweckturnhalle).

1964:
In der Gießerei der Firma Teves wird eine Kamin-Filteranlage gegen Geruchsbelästigung eingebaut.

1966:
Beginn der Bauarbeiten für die Hochhauswohnsiedlung am Berkersheimer Weg.

1968:
Modernisierungsarbeiten der Gewobag an und in den alten Siedlungshäusern.
Einweihung des Kindergartens der evangelischen Bethaniengemeinde.

1970:
In der Siedlung wird eine erhebliche Zunahme der Wildkaninchen und der durch sie angericheten Schäden festgestellt.
An der August-Schanz-Straße entsteht das Industriezentrum.
Ausbau der Homburger Landstraße.

1971:
Bewohner der Siedlung wenden sich gegen Bebauungspläne für das Hildenfeld.

1972:
Einweihung des neuen Vereinshauses des Kleingartenvereins «Nardholz e.V.» Wohnbevölkerung: 5.492 Einwohner.

1973:
Informationsgespräch im Bürgerhaus Bonames über die Bebauungspläne des 1,5 Quadratkilometer großen Hildenfeld-Geländes.

1974:
Eröffnung des Kinderspielplatzes am Berkersheimer Weg.

1975:
Gründung des Altenclubs 126/II.
Die Autobahnanschlusstelle an der Homburger Landstraße wird für den Verkehr freigegeben und die provisorische Abfahrt an der Bonameser Straße geschlossen.

1976:
Wohnbevölkerung: 5.055 Einwohner

1977:
In der Großsiedlung am Berkesheimer Weg stehen ca. 1.000 Wohnungen zur Verfügung.

1978:
Zwischen dem Frankfurter Berg und dem Weißen Stein in Eschersheim verkehrt in den Verkehrsspitzenzeiten die Omnibuslinie 63E.
Schlüsselübergabe des vom evangelischen Regionalverband getragenen Jugendzentrums Frankfurter Berg.

1979:
Das Mauerwerk des Bahnhofs Bonames (seit einem Jahr S-Bahn-Station) wird ausgebessert und erhält einen gelben Anstrich.
Offizielle Eröffnung des Jugendzentrums Frankfurter Berg.
Die Siedlergemeinschaft Frankfurter Berg hat in dem vom Innenministerium ausgeschriebenen Wettbewerb «Die beste Kleinsiedlung 1979» den zweiten Preis errungen.

1981:
Der neugegründete «Verein zur Förderung kultureller Aktivitäten» am Frankfurter Berg veranstaltet sein erstes Straßenfest.

1983:
Das Planungsamt stellt die Nutzung des ehemaligen Teves-Gelädes zwischen Homburger Landstraße, Wickenweg. Eisenbahn und einem Fußweg vor.
Der Bezirksverein (Bürgerverein) Frankfurter Berg besteht 30 Jahre. Mit 330 bis 350 Mitgliedern ist er einer der stärksten Vereine der Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Bürger- und Bezirksvereine.
Schüler der Albert-Schweitzer-Schule planen und bauen ein Gewächshaus, das von einem Solardach geheizt wird.
Der Verein zur Förderung kultureller Aktivitäten bezieht die bisher vom Projekt «Arbeit und Leben» der Volkshochschule und des DGB genutzten Räume in der Homburger Landstraße 407.
23 japanische Lehrer besuchen die Albert-Schweitzer-Schule als Beispiel einer «typischen» Grund- und Hauptschule.
Die Häuser der Bizonalen Siedlung werden modernisiert.

1984:
Die Frankfurter Siedlungsgesellschaft plant die Privatisierung der Häuser der Bizonalen Siedlung.

Chronik wird nicht fortgesetzt.