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Chronik von Eschersheim

Ansicht von Norden in einer Fotografie von 1934, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Frühzeit bis 1499

Um 2000 v. Chr.:
Erste Siedlungsspuren um Eschersheim.

83-260 n. Chr.:
Römische Besatzung in Nida-Heddernheim.

6. Jahrhundert:
Die Franken besetzen das Rhein-Main-Gebiet. Entstehung der „-heim“-Orte (Eschersheim).

Um 1000:
Erste Erwähnung von Eschersheim in einem Seligenstädter Evangeliar.

1253:
Kloster Seligenstadt verkauft einen Hof in Eschersheim an das Kloster Haina.

1278:
Kloster Arnsburg erwirbt Güter in Eschersheim.

1310:
Die Eschersheimer Niddabrücke wird erstmals genannt.

1351:
Kaiser Karl IV. verpfändet das Gericht Bornheimer Berg, zu dem Eschersheim gehört, an Ulrich III. von Hanau.

1428:
Erste Erwähnung einer Kirche in Eschersheim.

1484:
Bei der Teilung der Königsgrafschaft Bornheimer Berg fällt Eschersheim an die Landgrafschaft Hanau, später Kurfürstentum Hessen-Kassel.

1500 bis 1899

1525/30:
Einführung der Reformation in Eschersheim

1754:
Bau der Emmauskirche.

1774:
Bau einer neuen Niddabrücke.

1786:
Eschersheim zählt 288 Einwohner

1800:
Der Chemiker Friedrich Wöhler wird in Eschersheim geboren.

1850:
Eröffnung der Main-Weser-Bahn bis Friedberg, 1852 bis Kassel. Eschersheim erhält Bahnanschluss.
Eschersheim hat 600 Einwohner.

1866:
Eschersheim wird preußisch.

1880:
Eschersheim hat 900 Einwohner.

1886:
Eschersheim fällt dem neugebildeten Landkreis Frankfurt zu.

1888:
Eröffnung der Lokalbahn Frankfurt-Eschersheim-Heddernheim (Pferdebahn).
Bau einer ersten Villenkolonie am Eschersheimer Südrand.

1899:
Einrichtung der Dampfbahn Frankfurt-Hohe Mark („Knochenmihl“).

1900 bis 1949

1900:
Die Eschersheimer Einwohnerzahl klettert auf 1.800.

1901:
Einrichtung einer katholischen Gemeinde.
Bau des Eschersheimerr Wasserturms.

1902:
Einweihung des Schulhauses am Weißen Stein.

1904:
Einführung der Gasbeleuchtung.

1908:
Elektrifizierung der Straßenbahn.

1909:
Einweihung der Straßenbahnbrücke nach Heddernheim.

1910:
Eingemeindung in Frankfurt: 356 Hektar, 3.567 Einwohner.

1913:
Eröffnung der Ziehenschule.

1914:
Weihe der katholischen St. Josefskirche, entworfen von Hermann Mahr in neuromanischem Stil.

1923:
Der Rest der „Großen Linde“ am Weißen Stein stürzt bei einem Sturm zusammen.

1924:
Beginn des Siedlungsbaus am Wasserturm.

1927:
Beginn der Regulierung der Nidda.

1929:
Eröffnung der Ludwig-Richter-Schule.
Auf Beschluss des Kirchenvorstandes erhält die Eschersheimer Dorfkirche den Namen Emmauskirche nach dem biblischen 0rt.

1937:
Die „Kleine Linde“ wird zum Naturdenkmal erklärt.

1939:
Das Wöhler-Haus wird zum Altersheim umgebaut, nachdem die Emmausgemeinde ein neues Pfarrhaus hat.

1950 bis 1969

1954:
Einweihung des Erweiterungsbaus der Ludwig-Richter-Schule.
Grundsteinlegung der Andreaskirche.

1955:
An der Eschersheimer Linde werden baumchirurgische Maßnahmen vorgenommen.
Richtfest für die Albert-Schweitzer-Siedlung.

1956:
An die Emmauskirche wird eine Sakristei angebaut. Der Altarraum wird vergrößert.

1957:
Einweihung des Kindergartens und des Pfarrheims der Josefsgemeinde.

1958:
Innenrenovierung der Josefskirche.

1960:
Einweihung der Peter-Petersen-Schule, einer Volksschule (der später ein Realschulzweig angegliedert wird) ohne Klassen nach dem „Jenaer System“.

1963:
Am Brückengarten wird ein Wohnheim für 273 Jungarbeiter eröffnet.
Die alte Eschersheimer Mühle mit dem Relief „Mühlenmännchen“ fällt der Erweiterung des Freibades zum Opfer.
Einweihung des Erweiterungsbaus des Gemeindehauses der Josefsgemeinde.

1964:
Einweihung des neuen Gemeindehauses des Nordbezirks der Emmausgemeinde in der Zehnmorgenstraße.

1965:
Außenrenovierung der Josefskirche.

1966:
Zwischen Weißem Stein und Dornbusch werden die ersten von ca. 200 Bäumen für den oberirdischen Ausbau der U-Bahnstrecke gefällt.

1967:
Der Ziehenschule wird auf dem erweiterten Schulhof an der Rühlstraße eine Pavillonanlage angegliedert, nachdem das Ausweichgebäude am Weißen Stein wegen Abbruchs entfällt.

1968:
Die Linde erhält eine Drainage-Rohr-Ringleitung.
Eschersheimer Bürger protestieren gegen die geplante Bebauung im Gebiet des Kleinschmidtschen Parkgeländes.
Offizielle Übergabe der bereits im Herbst 1967 bezogenen Johann-Hinrich-Wichern-Schule, einer Sonderschule an der Nußzeil.
Eröffnung der neuen Grundschule Im Uhrig, der ersten in Fertigbauweise errichteten Schule.
Einweihung der U-Bahnstrecke zwischen Hauptwache und Nordweststadt.
Beginn des Ausbaus der Ziehenschule.

1969:
Eschersheim hat 15.952 Einwohner.
Einweihung des neuen Gemeindehauses des Südbezirks der Emmausgemeinde.

1970 bis 1979

1970:
Das Kleinschmidtsche Parkgelände wird von der Gagfah erworben.

1971:
Der Bürgerverein Eschersheim veranstaltet das „Eschersheimer Gespräch“ als Forum für Bürger und Kommunalpolitiker mit dem Thema „Muss Eschersheim im Mief ersticken?“.
Einweihung des umgebauten Freibades.

1972:
Der Neubau der Maybachbrücke wird dem Verkehr übergeben
Die Ziehenschule eröffnet gemeinsam mit dem Jugendamt im Jugendhaus einen Schülerladen.
Die Peter-Petersen-Schule beantragt nach Abstimmung im Lehrerkolleqium, im Elternbeirat und in der Schüler-Selbstverwaltung bei Magistrat und Kultusminister, zum 1. August 1973 die integrierte Gesamtschule einzuführen.
Nach dreijähriger Bauzeit sind die Erweiterungsbauten der Ziehenschule fertig gestellt.

1973:
Auf dem Gelände des ehemaligen Kleinschmidtschen Parks erfolgt das Richtfest für 108 Eigentumswohnungen in drei Hochhaus bauten

1974:
In einer Dachgeschosswohnung in der Eleonore-Sterling-Straße werden Mitglieder der Baader-Meinhoff-Gruppe festgenommen.

1975:
Die Peter-Petersen-Schule wird additive Gesamtschule im Rahmen der Beibehaltung des Jena-Planes nach Prof. Dr. Peter Petersen.
Eröffnung eines Brunswick-Bowling-Centers im Berkersheimer Weg.
Die Peter-Petersen-Schule veranstaltet als ständige Einrichtung eine Flohmarkt-Kleiderbörse, deren Erlöse der Schule zugute kommen.

1976:
Eröffnung des Kulturzentrums Batschkapp in der Maybachstraße.

1977:
Die 1972 gegründete Interessengemeinschaft Schiene und Verkehr bezieht ihr neues Domizil im Bahnhof Eschersheim.

1978:
Abschluss der Sanierung des Turms der Andreaskirche.

1979:
Abschluss der Außenrenovierung der Emmauskirche und der Neugestaltung des Kirchplatzes zum 225. Jubiläum der Kirche.

1980 bis 1989

1982:
25 Jahre Kindergarten der Josefsgemeinde. Die 75 Plätze werden zurzeit von Kindern aus zehn Nationen belegt.
Aufgrund einer Spende der Hermann-und-Katharina-Gassen-Stiftung und anderer Zuschüsse stellt der Evangelische Regionalverband in der Eschersheimer Landstraße 565 das erste Frankfurter Thiel-Braille-Zentrum vor, eine Anlage, die Normalschrift in Blindenpunktschrift und umgekehrt umwandeln kann.
Im Haus Klarastraße 5 (Paul-Sauerländer-Archiv) richtet Wilhelm Staudinger sein Chaplin-Archiv ein (10 Jahre zuvor in Darmstadt gegründet) mit 5.500 Stücken.

1983:
Erweiterungsbau der Peter-Petersen-Schule offiziell eingeweiht.

1984:
75 Jahre FV Eschersheim.
Die Eschersheimer Linde erhält 40 Belüftungs- und Bewässerungsstäbe rund ums Wurzelwerk.

1985:
Die Erweiterung der Turnhalle des TV Eschersheim 1895 wird anlässlich der 90-Jahrfeier des Vereins ihrer Bestimmung übergeben.
Erstellung von 21 Kleingärten im Bereich der Nusszeil.
Die Eschersheimer Schule Im Uhrig wird nach dem Frankfurter „Altstadtvater“ Fried Lübbecke benannt.
Die Neue Heimat Südwest verkauft die 300 Wohnungen der Anne-Frank-Siedlung.
Umfangreiche Innenrestaurierung der Josefskirche.

1986:
Eltern richten an der Ziehenschule eine „Schülerarbeitsbibliothek“ ein.
Einweihung des neuen Vereinshauses des Kleingärtnervereins „Am Marbachweg“ auf seinem Gelände am Ende der Amöneburger Straße.

1987:
Fertigstellung der Erweiterung des Vereinshauses des BSC Schwarzweiß 19 nach mühevoller, gemeinsamer dreijähriger Arbeit.
Die Sängervereinigung Eschersheim gibt ihr erstes Konzert unter der neuen Leiterin Inge Grimalle in der umgestalteten und akustisch verbesserten Turnhalle des TVE.

1988:
Nach einjähriger Bauzeit Schlüsselübergabe des umgebauten Hauses Am Schwalbenschwanz u.a. für das 12. Polizeirevier, das damals modernste und funktionellste.
Fertigstellung der neuen, von der Orgelwerkstatt Hillebrand in Hannover erstellten Orgel der Andreaskirche.
Eröffnung der neuen Meldestelle in der Walter-Leiske-Straße2 für Ginnheim, Dornbusch, Eschersheim, Eckenheim und Frankfurter Berg.
Rowdys beschädigen die Friedhofskapelle Eschersheim.
Der Kleingärtnerverein Eschersheim legt den ersten behinderten-gerechten Garten mit Zuschuss der Stadt an.
Das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in der Endsbornstraße für vier Lösch- und Hilfsleistungsfahrzeuge wird seiner Bestimmung übergeben. Außerdem wird ein neuer Rüstwagen in Dienst gestellt.
Vor dem Postamt 50 in der Hügelstraße wird die Bronzefigurengruppe „Die Nachricht“ von Bildhauerin Karin Bohrmann aufgestellt.
Umgestaltung des Platzes am Weißen Stein mit Wiederaufstellung des Herkulesbrunnens, Erweiterung der Grünfläche, Buchsbaumhecke, Schutzdach an der Buswendeschleife, natürlichem Pflaster anstelle des Asphalts und bunten Wandplatten für den U-Bahneingang.
Neueröffnung der Maybachbrücke nach fast dreijährigen Sanierungsarbeiten.

1990 bis 1999

1990:
Einweihung des neuen Niddastegs zwischen Alt-Heddernheim und Niedwiesenstraße und Taufe auf den Namen Jungfernsteg.
Abschluss der Außenrestaurierung der Josefskirche.
Die Stützmauer der Maybachbrücke mit dem Abgang zur S-Bahn wird saniert.
Die neue Theater-AG der Peter-Petersen-Schule stellt sich mit Molières „Schule der Frauen“ in Wolfgang Deichsels Bearbeitung vor.

1992:
Die Ziehenschule organisiert einen Austausch mit einer Privatschule in Bordeaux, wo die Schüler statt den Unterricht zu besuchen ein Praktikum absolvieren.

1993:
Im Doppelhaushalt 1992/93 sind Erweiterungsbauten für die Peter-Petersen- und die Ziehenschule vorgesehen (geplanter Baubeginn: spätestens 1995).

1994:
Das Land Hessen bewilligt 170.000 DM für die Aufstockung des Kindergartens der evangelischen Emmausgemeinde an der Heylstraße von 40 auf 60 Plätze.
Das Umweltamt stellt dem Ortsbeirat seine Pläne für das 150 Hektar große Eschersheimer Feld vor; durch die Renaturierung des Lachegrabens und der angrenzenden Auwiesen soll die Bedeutung des Geländes als Naherholungsgebiet gestärkt werden.
In der Wohnsiedlung Niedwiesenstraße werden nach Darstellung der Wohnheim GmbH in den nächsten Jahren voraussichtlich 53 Wohnungen entstehen; derzeit werden die aus den 1950er Jahren stammenden Gebäude südlich der Straße umfassend saniert und teilweise um eine Etage erhöht; die zweistöckigen Behelfsbauten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs nördlich der Straße werden abgerissen und durch dreigeschossige Häuser ersetzt; entlang der Niedwiesenstraße sind außerdem Ladenlokale, Arztpraxen, ein Supermarkt und eventuell ein Jugendtreff geplant.

1995:
Der TV Eschersheim feiert seinen hundertsten Geburtstag.
Die Schüler und Schülerinnen der Peter-Petersen-Schule stellen in einer Pressekonferenz den von ihnen erarbeiteten Eschersheimer Kinderstadtplan vor.
Mit einem großen Sommerfest in der Andreasgemeinde feiert der Jugendchor Eschersheim sein dreißigjähriges Bestehen.

1996:
Der FV Eschersheim schließt mit der Stadt einen Betreuungsvertrag für die von ihm genutzte Sportanlage am Berkersheimer Weg ab.
Seit Ende Oktober feiert die polnische katholische Gemeinde Frankfurts ihre Gottesdienste auch in der Eschersheimer Josefskirche.
Eschersheim gibt einen Teil seines Terrains, nämlich das Gebiet zwischen der Autobahn 661 und dem Azaleenweg, an den am 1. Juli neu gegründeten Stadtteil Frankfurter Berg ab.

1997:
Durch die Aufnahme der Freizeitgartenanlage „Am Lindenbaum“ in den Bebauungsplan will die Stadt Bestandssicherung erreichen.
Instandsetzung der Fassade der Ziehenschule.
Der Wohnungsausschuss der Stadtverwaltung beschließt ein neues „Frankfurter Programm“ zur Wohnungsbauförderung; die Vereinbarung mit den Bauherren sieht die finanzielle Unterstützung der Projekte durch die Stadt vor, wenn sich die Wohnungsmiete später nach dem Einkommen der Bewohner richtet; alle zwei Jahre legen diese ihr Einkommen offen, so dass die Miete dann gegebenenfalls angepasst werden kann; nach diesem Modell wird in Eschersheim das Neubauobjekt „Im Mellsig“ betrieben.
Ein Ausstiegsprogramm für Sozialhilfeempfänger, von der Behörde „Fallmanagement“ genannt, wird in der Sozialstation Eschersheim getestet, um es bei Erfolg auf alle Einrichtungen des Frankfurter Sozialamtes auszudehnen.
Durch den projektierten Ausbau der S-Bahn-Trasse zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbel von zwei auf vier Gleise kann der beschrankte Bahnübergang am Lachweg nicht erhalten bleiben; die von der Stadt angestrebte Lösung eines Autotunnels wird von vielen Bürgern wegen des möglicherweise dadurch steigenden Verkehrsaufkommens abgelehnt.

1998:
Eröffnung der neuen Zentrale des evangelischen Jugendwerks an der Haeberlinstraße 40; das alte Domizil, ein Bürohaus an der Eschersheimer Landstraße, soll verkauft werden.
Seit 25 Jahren gibt es den „Ökumenischen Arbeitskreis Eschersheim“, eine Initiative der beiden evangelischen Gemeinden und der katholischen Pfarrei in Eschersheim; der Gedanke der Ökumene wird zum Beispiel durch einen regelmäßigen „Kanzeltausch“ der Pfarrer praktiziert.
Als neuer Service des Bürgerbüros der Oberbürgermeisterin wird eine Bürgersprechstunde in den einzelnen Stadtteilen angeboten; die erste in Eschersheim findet im 12. Polizeirevier Am Schwalbenschwanz statt.
Mit einem Festakt in der Aula feiert die Ziehenschule den 85. Geburtstag des Bildungsinstituts und den 75. Gründungstag des „Vereins der Freunde und Förderer der Ziehenschule“.
Auch die Fried-Lübbecke-Schule begeht ein Jubiläum: Sie wird 30 Jahre alt.
Der Kindergarten der Andreasgemeinde eröffnet in seinem Außengelände einen „Sinnesgarten“, in dem die Kinder spielerisch Natur erfahren können.

1999:
Langzeitarbeitslose führen in einem größtenteils von der Stadt getragenen Pilotprojekt landschaftsbauliche Sanierungsmaßnahmen rund um den Bahnhof Eschersheim durch.
Im Sommer wird die Eschersheimer Landstraße in den Stadtteilen Dornbusch und Eschersheim neu asphaltiert.

seit 2000

2000:
Eschersheim begeht das tausendjährige Jubiläum der Ersterwähnung in diesem Jahr mit einer ganzen Reihe von Feierlichkeiten.
Die Sozialverwaltung für die Stadtteile Dornbusch, Eschersheim und Eckenheim wird umgestaltet; anstelle mehrerer Sozialstationen wird ein Sozialrathaus in Eschersheim eingerichtet, das allerdings zwei Dependancen hat: Nußzeil 48 und Eschersheimer Landstraße 526.
Grundsteinlegung für die Wohnanlage „Eschersheimer Gärten“ auf dem 12,8 Hektar großen Neubaugebiet nördlich der Anne-Frank-Siedlung (geplante Fertigstellung: 2002); rund 570 Wohnungen sowie 30 Einfamilien- und Reihenhäuser werden entstehen; die neue Erschließungsstraße wird nach einem vom Ortsbeirat gebilligten Vorschlag des Magistrats „Im Geeren“ heißen.
Abschluss der im vergangenen Jahr begonnenen Sanierungsarbeiten am Klettergerüst auf dem Spielplatz in der Fontanestraße.
Richtfest der Wohnanlage „Weidenhof“ an der Ludwig-Richter-Straße, deren 41 Wohnungen bereits vor Baubeginn verkauft gewesen sind (geplante Fertigstellung: Ende 2000).
Der Magistrat lehnt den Antrag des Ortsbeirates betreffs eines Wochenmarktes in Alt-Eschersheim ab, größtenteils wegen verkehrstechnischer Bedenken.

2001:
Das von der Frankfurter Bibelgesellschaft geleitete Bibelzentrum der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau im Haus am Weißen Stein wird geschlossen.
Aufstellung eines Containers auf dem Gelände der Fried-Lübbecke-Schule zur Schülerbetreuung.
Das Veranstaltungslokal „Batschkapp“ begeht den 25. Geburtstag.
Das Sanierungsprojekt Niedwiesenstraße wird beim Landeswettbewerb „Energetische Gebäudemodernisierung“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung wegen seiner Energie- und Ökoeffizienz mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
Endgültige Schließung der Meldestelle Eschersheim an der Walter-Leiske-Straße 2; ihre Funktion übernimmt jetzt das Bürgeramt Eschersheim an der Eschersheimer Landstraße 248, das im März den Betrieb aufnimmt.
Die Deutsche Bahn AG sichert dem Stadtteil Eschersheim im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau der S-Bahn-Strecke nach Bad Vilbel eine 3,5 m hohe Lärmschutzwand von der A 661 bis zur Niedwiesenstraße zu.
Eröffnung des neuen Gemeindezentrums der Emmausgemeinde neben der Kirche in Alt Eschersheim; in ihm werden die zuvor an verschiedenen Orten verstreuten kirchlichen Einrichtungen zusammengeführt; das alte Gemeindehaus in der Zehnmorgenstraße wird aufgegeben.

2002:
Die Post AG eröffnet eine neue Filiale in der Rhaban-Fröhlich-Straße.
Die „Pädagogische Frühförderung für blinde und sehbehinderte Kinder“ mit Sitz Am Weißen Stein feiert ihr zwanzigjähriges Jubiläum.
Frankfurts älteste Drogenberatungsstelle, das „Drop in“, ursprünglich im Bahnhofsviertel mit der Betreuung von Süchtigen betraut, seit dem Umzug in die Siedlung Am Bogen stärker auf Prävention spezialisiert, ist nun in der Eschersheimer Landstraße 599 untergebracht.
Umbenennung des Bürgeramtes Eschersheim in „Bürgeramt Dornbusch“, um Unsicherheiten bezüglich des Standortes künftig zu vermeiden; an der Adresse und den Zuständigkeiten ändert sich nichts.
Fertigstellung des Kindergartens Im Geeren im Neubaugebiet „Eschersheimer Gärten“, bei dem aus Gründen der Flächen- und Kostenoptimierung ein Holzrahmenbau mit einem hohen Vorfertigungsgrad gewählt wurde.
In diesem Jahr werden die U-Bahn-Haltestellen an der Eschersheimer Landstraße zwischen Dornbusch und Weißer Stein in Form einer „kleinen Lösung“ umgebaut: Alle fünf bislang nur auf unterirdischem Wege erreichbaren Stationen erhalten ebenerdige Zugänge zu den Bahnsteigen inklusive Rampen für Rollstuhlfahrer und neue Wartehallen; es gibt jedoch keine neue Ampelschaltung und keine Öffnung der Bahnsteige zur Straße; Fernziel bleibt weiterhin die Untertunnelung der gesamten Strecke.

2003:
Die evangelische Andreasgemeinde begeht mit einer Reihe von Veranstaltungen ihr fünfzigjähriges Bestehen.
Am Weißen Stein werden die ersten Kölner Teller von der Straße entfernt und durch Asphaltschwellen ersetzt; die Stadt wird nun, wie vom Ortsbeirat bereits 2001 beschlossen, sukzessive auch alle anderen Hindernisse entfernen oder gegebenenfalls austauschen.
Das Brunswick Bowling- und Freizeitcenter im Berkersheimer Weg 104 feiert nach der Renovierung seine Wiedereröffnung.
Restauratorische Untersuchung und Fassadenrenovierung der Kirche St. Emmaus sind abgeschlossen.

2004:
Die seit langem geforderte Sanierung des Freibads Eschersheim ist nun laut Aussage der Bäderbetriebe Frankfurt GmbH finanziell sichergestellt, unter anderem durch den zu erwartenden Verkaufserlös einer Teilfläche des Schwimmbads (geplante Bauzeit: Winterhalbjahr 2007/08).
Der 250. Geburtstag der Emmauskirche wird mit einem Festgottesdienst unter der Leitung des Präsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau begangen.
Der Künstler Gunter Demnig setzt in verschiedenen Frankfurter Stadtteilen sogenannte „Stolpersteine“ in die Straßenpflasterung ein, in Eschersheim beispielsweise vor dem Haus in der Eschersheimer Landstraße 405; die Beschriftung dieser Quader erinnert an das Schicksal von Opfern des Naziregimes.

2005:
Der Ortsbeirat fordert einen Ortsdiener für Eschersheim nach Rödelheimer Vorbild.
Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau der Peter-Petersen-Schule (geplante Fertigstellung: August 2006).
Eröffnung der multilingualen Kinderkrippe „Le Jardin“ in der Kurhessenstraße als zweite Einrichtung dieser Art in Frankfurt; es gibt sowohl eine deutsch-französische als auch eine deutsch-englische Kindergruppe.
Renovierung der öffentlichen Toilettenanlage Am Weißen Stein.
Gottesdienst und Gemeindefest anlässlich der Verabschiedung von Pfarrer Adolf Rohmann, der die Pfarrei St. Josef nach 33 Jahren verlässt.
Die Stadt Frankfurt reicht beim Verwaltungsgericht Kassel Klage ein gegen eine von der Deutschen Bahn AG im Zusammenhang mit dem S-Bahn-Ausbau projektierte Baumaßnahme; dadurch verzögert sich der gesamte Baubeginn, der für dieses Jahr vorgesehen war, um mindestens zwölf Monate.
Im Oktober feiert die „Frank Heimbau Main/Taunus GmbH“ Richtfest für 26 Reihenhäuser des ersten Bauabschnitts von „Frank in Eschersheim“, einem Neubauprojekt zwischen der Autobahn 661 und der Anne-Frank-Siedlung; gleichzeitig erfolgt der Baubeginn für acht weitere Gebäude; insgesamt sind 50 Reihenhäuser sowie ein Wohn- und Geschäftshaus mit 40 Wohnungen und einer Ladenzeile vorgesehen (geplante Fertigstellung: Ende 2007).
Die Zahl der Sozialrathäuser in Frankfurt wird reduziert, daher Zusammenlegung der Bereiche Eschersheim und Dornbusch; der Standort Eschersheim wird aufgegeben.

Chronik wird nicht fortgesetzt.