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Chronik von Eckenheim

Ausschnitt aus einer Karte der Geleitstraßen (1572), © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Frühzeit bis 1499

795:
Eckenheim (Eccinheim) erstmals urkundlich erwähnt.

13. Jahrhundert:
Die Deutschordenskommende Frankfurt-Sachsenhausen entwickelt sich zum größten Grundbesitzer in Eckenheim. Bis 1806 ist ein Drittel der Gemarkung in Ordensbesitz.

1292-98:
Das königliche Gericht Bornheimer Berg mit Eckenheim wird an die Herren von Hanau verpfändet.

1434:
Eckenheim kommt zur Grafschaft Hanau-Münzenberg.

1500 bis 1899

1545:
Eckenheim wird protestantisch.

1634/35:
Schwere Nöte im Dreißigjährigen Krieg: Plünderungen, Brand der Kirche, Pest.

1642-1736:
Eckenheim bei der Grafschaft Hanau-Lichtenberg.

1702:
Erste Schule wird in Eckenheim eingerichtet.

1736-1806:
Eckenheim bei der Landgrafschaft bzw. dem Kurfürstentum Hessen-Kassel

1806-10:
Eckenheim unter französischer Hoheit.

1810-13:
Eckenheim beim Großherzogtum Frankfurt.

1813:
Eckenheim kommt erneut zum Kurfürstentum Hessen-Kassel.

1863:
Einweihung der evangelischen Nazarethkirche.

1866:
Eckenheim wird preußisch und dem Landkreis Frankfurt zugeteilt.

1882:
Eröffnung der Münzenberger Schule.

1884:
Gründung der katholischen Pfarrei Eckenheim.

1899:
Einweihung der katholischen Herz-Jesu-Kirche.

1900 bis 1949

1907:
Endstation der Frankfurter Straßenbahn in Eckenheim.

1910:
Auflösung des Landkreises Frankfurt am Main; Eingemeindung von Eckenheim mit 3.400 Einwohnern und 379 Hektar Land in die Stadt Frankfurt am Main.
Bau des Straßenbahn-Betriebshofes Eckenheim.

1912-14:
Das Gebiet am Marbachweg wird bebaut.

1920:
Einweihung der Theobald-Ziegler-Schule.

1925-30:
Neubaugebiet im Bereich der Kaiser-Sigmund-Straße.

1929:
Eröffnung des neuen jüdischen Friedhofes.
Anne Frank wird im Marbachweg geboren.

1933:
Eckenheim hat 9.000 Einwohner.

1946:
Ausgliederung des Bezirks Dornbusch.

Bundesgesundheitsministerin Elisabeth Schwarzhaupt bei ihrer Vereidigung.
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1950 bis 1969

1950:
Eckenheim hat 14.000 Einwohner.

1954:
Richtfest in der Dornbusch-Siedlung.

1955:
Richtfest in der Albert-Schweitzer-Siedlung.

1956/57:
Neubaugebiete an der Gederner Straße und der Sigmund-Freud-Straße.

1961:
Eckenheim hat 28.000 Einwohner. Einweihung der neuen katholischen Herz-Jesu-Kirche. Einweihung der Freien Waldorfschule in der Friedlebenstraße.
Dr. Elisabeth Schwarzhaupt, die seit 1954 in der Ziegenhainer Straße 19 wohnte, wird Bundesgesundheitsministerin unter Adenauer - und ist damit die erste Frau in einem bundesdeutschen Kabinett.

1962:
Ein 11.400-Tonnen-Frachtschiff der Unterweser-Reederei Bremen wird auf den Namen Eckenheim getauft.

1963:
Neubau der Münzenberger Schule.
Einweihung des Julie-Roger-Altenheims in der Gummersbergstraße.

1964:
Orgelweihe in der katholischen Kirche durch Domkapellmeister Monsignore Papst aus Limburg.
Einweihung des Kindergarten-Neubaues der katholischen Gemeinde.

1965:
Inbetriebnahme der ersten elektronisch gesteuerten Ortsvermittlungsstelle in Frankfurt-Eckenheim.

1966:
Übergabe des Studentenhauses der Walter-Kolb-Stiftung in der Eckenheimer Landstraße/Ecke Porthstraße (160 Plätze).

1969:
Übergabe des Altenwohnheims der Frankfurter Bürgerhilfe in der Kurzröderstraße 17 (64 Wohnungen).
Eröffnung eines Altenclubs des Frankfurter Verbandes für Altenfürsorge im Altenwohnheim Kurzröderstraße 17.

1970 bis 1989

1973:
Das neue Sozial-Zentrum der Gesellschaft für Wohnheime und Arbeiterwohnungen im Marbachweg wird der Öffentlichkeit vorgestellt.
Auf dem neuen Kerbeplatz an der Kirschwaldstraße findet die erste Kerb statt.

1975:
Neuer Kindergarten der Nazarethgemeinde eröffnet.

1976:
Eröffnung einer gero-psychiatrischen Station (22 Betten) im Julie-Roger-Altenpflegeheim.
Eckenheim hat 12.890 Einwohner.

1977:
Eröffnung der Streckenverlängerung der U5 vom bisherigen Endpunkt Marbachweg/Gießener Straße bis zur Homburger Landstraße.

1978:
Baulandumlegungsverfahren abgeschlossen: Zwischen Sigmund-Freud-Straße und Büdinger Straße sind 26 neue Bauplätze entstanden.

1980:
Die U5 fährt von Eckenheim/Preungesheim nur noch bis Konstablerwache.
Neues Gemeindezentrum der katholischen Gemeinde Eckenheim eröffnet.
Landesverband Hessen der Kleingärtner eröffnet sein Kleingartenzentrum in der Feldscheidenstraße.

1981:
Eröffnung des 1. Bauabschnittes für die Parkanlage Eckenheim-West an der Auffahrt zur A661.
Vom Gebäude der Theobald-Ziegler-Schule wird die Dachkonstruktion erneuert und die Außenfassade ausgebessert.
Nach einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren sind alle Bungalows und Eigentumswohnungen im Neubaugebiet der Adolf-Leweke-Straße bezugsfertig.

1982:
Der Athletik-Club „Viktoria“ feiert sein 75-jähriges Bestehen.
Der erste Bauabschnitt der Parkanlage am Nordzubringer ist abgeschlossen.

1982:
Die Johanniter-Unfallhilfe und die Johanniter-Cronstetten-Altenhilfe eröffnen ihr neues Domizil an der Karl-von-Drais-Straße.
Auf Anregung einer Behinderten hat der Landesverband der Kleingärtner auf seinem Gelände an der Feldscheidenstraße einen Kleingarten für Behinderte angelegt. Die Musteranlage besteht aus in Holz eingefassten, 50 Zentimeter hohen Beeten, die vom Rollstuhl aus bestellt werden können.
Die Betriebsgebäude der ehemaligen Firma Saamer werden abgerissen.

1983:
Grundsteinlegung des Postgiroamtes.

1984:
Auf dem Haubenstockgelände zwischen Hügelstraße, Karl-von-Drais-Straße und Kirschwaldstraße entstehen 92 Sozialwohnungen in zehn Häusern, gebaut von der Neuen Heimat mit Unterstützung des Landes Hessen und der Stadt Frankfurt.
Die AG für kleine Wohnungen überlässt der Saalbau GmbH mietfrei ihr Haus Eckenheim, dessen Bestand damit gesichert ist.
Mit der Kerb wird der Festplatz an der Hügelstraße eröffnet.

1985:
Der Nordzubringer wird dem Verkehr übergeben.
Die ersten Bewohner ziehen ins Aja-Goethe-Textor-Haus. Die Johanniter-Cranstetten-Altenhilfe gründet einen „Diakonischen Arbeitskreis“.
Eröffnung der neuen Grünanlage zwischen Büdinger und Sigmund-Freud-Straße.
An der Münzenbergerschule läuft das Projekt „Grundschule mit besonderen Betreuungsaufgaben“, bei dem die Schüler der ersten bis vierten Klasse den ganzen Vormittag über betreut werden.

1986:
Inbetriebnahme des neuen Postgiroamtes Ecke Marbachweg/ Eckenheimer Landstraße.

1987: Probeweise Verkehrsberuhigung der Sigmund-Freud-Straße durch Schwellen, Poller, Pflanztröge und Fahrbahnmarkierungen.

1988:
Die AG für kleine Wohnungen saniert ihre 1911 bis 1913 erbauten Häuser im „Baublock Eckenheim“.
Mit einem von den Eltern ausgedachten Spiel über die Gründung der Münzenbergerschule durch Ritter Kuno von Münzenberg feiert die Schule ihr 25jähriges Bestehen.
Die seit wenigen Monaten bestehende geänderte Verkehrsführung zwecks Verkehrsberuhigung wird weitgehend wieder rückgängig gemacht.
Auf dem „Saamer-Gelände“ in der Sigmund-Freud-Straße baut die Wohnheim GmbH 24 „Einfachst“-Wohnungen.

1989:
Der Marbachweg zwischen Eckenheimer Landstraße und Gießener Straße wird ausgebaut.

1990 bis 1999

1990:
Die in den 1970er Jahren erbauten Hochhäuser in der Sigmund-Freud-Straße sind im Lauf der Jahre zum sozialen Brennpunkt geworden; die Nassauische Heimstätte versucht, den Vandalismus in den 165 Wohnungen ihrer beiden Häuser Nr. 119 und 121 einzudämmen, indem sie am Eingang einen Pförtner postiert, der rund um die Uhr im Einsatz ist.

1993:
Aus einer Arbeitsgruppe des Vereinsrings Praunheim/Eckenheim zur Vorbereitung der 1200-Jahr-Feier entsteht der „Heimatverein Eckenheim e. V.“.

1994:
Das Kinderbüro Frankfurt hat in Zusammenarbeit mit dem Stadtvermessungsamt einen Kinderstadtplan für die Ortsteile Eckenheim/Preungesheim erarbeitet; darin sind unter anderem Spielmöglichkeiten, Kindertagesstätten, Schulen, Museen oder Radwege verzeichnet.
Die Saalbau GmbH übergibt das unrentable Haus Eckenheim vollständig an die Aktienbaugesellschaft für kleine Wohnungen.
Eröffnung der Kindertagesstätte 117 „Halli Galli“ in der Sigmund-Freud-Straße mit Platz für ungefähr 100 Kinder; das außergewöhnliche Gebäude des japanischen Architekten Toyo Ito und des Architekturbüros Scheffler & Partner liegt teilweise in einem künstlichen Erdhügel, aus dem eine Glaskuppel herausragt, die den runden Aufenthaltsraum beleuchtet.
Die Kapazität des nur 0,3 Hektar großen Eckenheimer Friedhofs ist in absehbarer Zeit erschöpft; da keine Aussicht auf baldige Vergrößerung besteht, kann laut einer Grundsatzentscheidung des Magistrats hier nur noch begraben werden, wer zum Zeitpunkt des Todes auch im Stadtteil gewohnt hat.

1995:
Die 1200jährige Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwähnung Eckenheims wird während der Kerb im September und mit einer Akademischen Feier im Haus Ronneburg im Dezember begangen.
Der Bund verkauft die Einfamilienhäuser der ehemaligen „Gibbs Housing Area“ an der Gederner Straße bevorzugt an Familien; die „Gibbs-Siedlung“ entsteht.
Die „Arbeitsgemeinschaft Haus der Heimat“, bislang in der Sachsenhäuser Dreieichstraße ansässig, mietet das Haus Eckenheim für die mehr als 20 in ihrem Verbund zusammengeschlossenen Heimatvereine, stellt es aber auch weiterhin den Eckenheimer Bürgern und Institutionen als Gemeinschaftseinrichtung zur Verfügung.
Baubeginn für die Studentenwohnanlage auf dem Gelände der ehemaligen Straßenbahn-Wendeschleife an der Gießener Straße; hier entstehen 21 Wohnungen für 84 Studierende (geplante Fertigstellung: März 1996).

1996:
Die Frankfurter Feuerwehr fasst das 30.000 Quadratmeter große Gelände der von den Amerikanern geräumten „Gibbs-Kaserne“ an der Ecke Marbachweg und Gießener Straße für das geplante Brandschutzzentrum ins Auge.

1997:
Die Wohngebiete westlich der Eckenheimer Landstraße und nördlich des Marbachwegs sowie nördlich der Achse Hügelstraße – Engelthaler Straße – Ronneburgstraße und westlich der Gießener Straße werden als neue Tempo-30-Zonen ausgewiesen.
Das Postamt 504 in der Gummersbergstraße wird Ende März wegen Unrentabilität geschlossen.
Umzug von 115 Asylsuchenden in ein ehemaliges Gebäude der amerikanischen Streitkräfte in der Gießener Straße, das seit Anfang des Jahres der städtischen Gesellschaft für Wohnheime und Arbeiterwohnungen gehört.
Das BMW-Autohaus Euler GmbH verlagert seine Zentrale von Ginnheim an die Karl-von-Drais-Straße; auf dem ehemaligen Areal der Mercedes-Niederlassung Hermani wird ein Gebäudekomplex mit Verwaltungs- und Verkaufsräumen, Werkstatt und Gebrauchtwagenhalle errichtet (geplante Fertigstellung: Mai 1998).
Die bislang unbenannte Straße Nr. 8292, welche die Niedergärtenstraße über die Niederbornstraße hinaus verlängert, heißt jetzt ebenfalls Niedergärtenstraße.

1998:
Alle Haushalte in Eckenheim werden mit der Biotonne ausgerüstet.

1999:
Den hundertsten Geburtstag der Herz-Jesu-Kirche, von der nach dem Abriss des alten Kirchengebäudes 1960 nur noch der neugotische Turm erhalten ist, begeht die Gemeinde mit einer Festwoche.

seit 2000

2000:
Die Sozialverwaltung für die Stadtteile Dornbusch, Eschersheim und Eckenheim wird umgestaltet; anstelle mehrerer Sozialstationen wird ein Sozialrathaus in Eschersheim eingerichtet, das allerdings zwei Dependancen hat: Nusszeil 48 und Eschersheimer Landstraße 526.
Im Sozialzentrum Marbachweg wird das Internet-Café „Kontakt“ für Senioren eröffnet.

2001:
Im September offizielle Eröffnung der „Internationalen Kindertagesstätte Gederner Straße“, die ihr in Containerbauweise errichtetes Domizil bereits im vergangenen Jahr bezogen hat; die Einrichtung der Frankfurter Lehrerkooperative legt ihren Schwerpunkt auf die Vermittlung interkultureller Kompetenz.

2002:
Richtfest für das neue Brandschutzzentrum auf dem Gelände der früheren Gibbs-Kaserne.

2003:
Durch die Eröffnung des Betriebshofes Ost wird der Eckenheimer Betriebshof in der Schwabstraße überflüssig; er dient fortan nur noch als reines Straßenbahndepot ohne Werkstatt.
Das neue Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum (BKRZ) wird im August offiziell eröffnet; mehrere bis jetzt über die Stadt verstreute Einrichtungen der Feuerwehr sind hier zusammengefasst; neben Katastrophenschutz und Rettungsdienst sind hier auch die Bereiche Aus- und Fortbildung und Vorbeugender Brandschutz sowie die technischen Werkstätten und die neue Feuerwache 1 untergebracht; die auf dem Gelände eigens angelegte Straße wird auf den Namen Feuerwehrstraße getauft.

2005:
Für die Kinder aus der Siedlung „Frankfurter Bogen“ wird eine Busverbindung zur Theobald-Ziegler-Schule eingerichtet; neben dem Schulgebäude werden außerdem Container aufgestellt, um den Raumbedarf bis zum Bau der Grundschule in dem Preungesheimer Neubaugebiet zu überbrücken.

Chronik wird nicht fortgesetzt.