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Chronik von Bonames

Ansicht von Südwesten (um 1840), © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Alt-Bonames um 1930, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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1030:
Bonames wird anlässlich einer Güterschenkung an das Kloster Fulda erstmals urkundlich genannt. Der Ort ist älter, der Name vermutlich römischen Ursprungs (»bona mansio«= gute Raststation), die Gegend seit der jüngeren Steinzeit ununterbrochen besiedelt.

1194:
Erstmalige Nennung eines »Heinrich von Bonames«. Die Ritter oder »Vögte« von Bonames waren Lehnsleute des Reiches und der Abtei Fulda. Ihre Burg stand am Südwestrand der Ortschaft.

1367:
Die Vögte von Bonames verkaufen für 2.600 Gulden ihre Burg an die Stadt Frankfurt, außerdem Vogtei und Gericht (als fuldisches Lehen), die Fischwasser in der Nidda (als Reichslehen). Bonames entwickelt sich zu einer der wenigen Frankfurter Landgemeinden. Als einzige waren die Bonameser den Frankfurter Bürgern gleichgestellt.

1412:
Mit der Walkmühle zieht die gewerbliche Wirtschaft (bes. Wollweber: »Bonameser Tuch«) in Bonames ein, andere Betriebe folgen (Ölmühle, Kupfermühle, Schleifmühle), die die Wasserkraft der Nidda ausnutzen und dem Ort an der Handelsstraße Frankfurt-Friedberg einigen Wohlstand verleihen.

1413:
Befestigung des Ortes mit einer Ringmauer, 13 Türmen, 2 Toren und Gräben als nördliches Bollwerk des Frankfurter Territoriums gegen die Taunusritter.

1470:
Nach dem Bau der Friedberger Warte verlagert sich die Fernstraße Frankfurt-Friedberg, die Entwicklung von Bonames stagniert.

1476:
Bau der Pfarrkirche in der Ortsmitte (die erste Kirche stand neben der Burg).

1546:
Im Schmalkaldischen Krieg wird Bonames samt der Burg von den Kaiserlichen eingeäschert.

1579:
Abermaliger Brand von Bonames. 24 Häuser, 23 Scheunen und l7 Ställe werden vernichtet.

1642:
Neubau der abgebrannten Kirche.

1827:
Bau der Metzlerschen Villa an der Nidda mit Einbeziehung des Junkerturms (Südostecke der Ortsbefestigung).

1834:
Die Reste der Burg werden auf Abbruch versteigert.

1837:
Eröffnung der Adlerapotheke.

1850:
Bonames hat 640 Einwohner. Die Main-Weser-Bahn wird von Frankfurt bis Friedberg in Betrieb genommen. Bonames erhält eine Bahnstation.

1866:
Bonames wird preußisch und dem Landkreis Frankfurt zugeschlagen.

1867:
Eröffnung des Friedhofs am Kirchhofsweg.

1900:
Bonames hat 1.017 Einwohner.

1910:
Eingemeindung nach Frankfurt mit 338 Hektar und 1.261 Einwohnern. Eröffnung der Straßenbahnlinie Frankfurt-Bad Homburg über Bonames.

1910/11:
Neubau des Bahnhofs.

1932:
Für die sich bildende kath. Kirchgemeinde erbaut Martin Weber den Rundbau der St.-Bonifatius-Kirche am Oberen Kalbächer Weg.

1950:
Bonames hat 2.659 Einwohner.

1951/52:
Auf den Bonameser Wiesen an der Nidda entsteht eine amerikanische Flugplatzanlage.

1953:
Entstehung des Wohnwagenlagers Bonames. Eröffnung der Bonameser Volksschule am Harheimer Weg, benannt nach dem Frankfurter Rektor und Sozialpädagogen August Jaspert (1871-1941), dem Gründer des Kinderdorfs Wegscheide.

1959/61:
Entstehung der Siedlung Bonames-Nord. Der Autobahnzubringer Nord von der Autobahn bis Bonames fertiggestellt.

1960:
Bonames hat 4.725 Einwohner.

1962:
Durchstich der Niddabegradigung Bonames. Straßenbahnlinie bis Bonames-Ost verlängert.

1963:
Übergabe des Bürgergemeinschaftshauses »Haus Nidda« für die Stadtteile Bonames und Siedlung Frankfurter Berg.

1964:
Inbetriebnahme des umgebauten und erweiterten Postamtes in der Homburger Landstraße 652. Bonames hat 5.682 Einwohner.
Einweihung des neuen evangelischen Gemeindesaales.

1966:
Weihe der katholischen Kirche St. Bonifatius.

1967:
Das Wohnwagenlager erhält im amtlichen Sprachgebrauch die Bezeichnung »Wohngemeinschaft Bonameser Weg«.
Die Schulzeitung der August-Jaspert-Schule »Der kleine Jaspert-Bote« erhält im Wettbewerb »Prix Fraternité Mondiale 1966« einen Preis.

1969:
Das Storchennest wird ausgebessert.

1971:
Die U-Bahn fährt erstmalig über Bonames bis Gonzenheim.

1972:
Bonames hat 5.057 Einwohner.
Freigabe des Autobahnzubringers A91 im Herbst 1972.

1974:
Der Verkehrsausschuss der Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Bürgervereine fordert den Weiterbau der A91.

1977:
Die Kinder-Sozialstation in der Wohngemeinschaft Bonameser Weg (»Wohnwagenlager«) brennt völlig aus.
Erweiterung der August-Jaspert-Schule abgeschlossen.

1978:
Sechs örtliche Vereine gründen den Vereinsring Bonames.
Beginn der Gottesdienste in der »Ladenkirche«, welche von der kath. und ev. Gemeinde angemietet wurde, um die Bewohner des Neubauviertels »Am Bügel« seelsorgerisch zu betreuen.

1979:
Pfarrer Hans Günter Ermel enthüllt im Beisein von 80 Mitgliedern des VdK ein Mahnmal für die Opfer der Weltkriege auf dem Friedhof in Bonames.
Eröffnung einer Zentralstation für ambulante Krankenpflege in Bonames unter der Trägerschaft des evangelischen Regionalverbandes.

1980:
Bonames hat 6.093 Einwohner.
Durch vermehrte VHS-Kursangebote für ältere Bürger und tägliche Öffnung des bisherigen Altenclubs »Am Bügel« erweitert die Stadt die Gemeinschaftsräume der Seniorenwohnanlage Ben-Gurion-Ring 20 zur Altenbegegnungsstätte.
Feierliche Einweihung des renovierten Pfarrzentrums von St. Bonifatius im Oberen Kalbacher Weg.
Erster Spatenstich für den Nordpark Bonames - Freizeitpark und Bezirkssportanlage - zwischen Nidda und Nidda-Altarm östlich der Homburger Landstraße.

1981:
Sozialdezernent Trageser eröffnet am Ben-Gurion-Ring das für 2,2 Millionen Mark erbaute »Kinderhaus Am Bügel«, getragen vom Ev. Verein für Sozialarbeit.
Erstmals findet in der Siedlung Am Bügel ein Wochenmarkt statt.

1982:
Bildung einer Bürgerinitiative »Stopp dem Hubschrauberlärm« gegen die Lärmbelästigung durch die zur Zeit 36 Hubschrauber des »Maurice-Rose-Airfield«.
Entstehung eines Bürgervereins Am Bügel.

1984:
60 Jahre Freiwillige Feuerwehr. Der alte Park hinter der ehemaligen Leder- und Schuhfabrik Fabona in Alt-Bonames wird zum Vogelschutzgehölz erklärt und gegen störende Spaziergänger eingezäunt. Das kirchliche Nachbarschaftszentrum der evangelischen Gemeinde Am Bügel wird eingeweiht.

1985:
Erste Bonameser Zeltkerb des Vereinsrings auf dem Park-and-Ride-Platz an der U-Bahn-Station Kalbach.
Die hufeisenförmige Straße durch das Neubaugebiet »Häuser im Park« wird nach dem letzten Schultheissen von Bonames, Ludwig Ruppel, benannt.

1986:
Einrichtung eines Jugendcafés im Jugendhaus Bonames, Harheimer Weg 20 a.
Gründung des »Bonameser Frauenchors 1986« als Spross des Maien-Quartetts.

1988:
Einweihung der Kindertagesstätte im Ben-Gurion-Ring 170.
Jugendhaus Am Bügel offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Grundsteinlegung für das Gemeindezentrum der katholischen Pfarrgemeinde St. Lioba in der Siedlung Am Bügel.
Branddirektor Achilles übergibt der Freiwilligen Feuerwehr ein Einsatzfahrzeug.

1989:
In der Alten Schule erhält der Bonameser Heimat- und Geschichtsverein ein Domizil.
Das durch einen Brand zerstörte Frauenhaus wird nach Renovierung wieder eröffnet.

Chronik wird nicht fortgesetzt.