Logo FRANKFURT.de

Psychische Gesundheit erhalten und wiederherstellen

Anhand dieser Beispiele wird deutlich, dass schon in den letzten Jahrzehnten sowohl das körperliche Wohlbefinden (körperliche Gesundheit) als auch das psychische Wohlbefinden (psychische Gesundheit) als gleichwertige und gemeinsame Voraussetzung für die "Gesundheit" angesehen werden.

Heute setzt sich zunehmend die individuelle Beschreibung von Schädigungen, Fähigkeitsstörungen und (sozialen-) Beeinträchtigungen von Menschen durch. Nicht mehr die Diagnose allein, sondern die daraus resultierenden Einschränkungen stehen im Vordergrund der Behandlung und Rehabilitation.

Gesundheit (statt Krankheit) in den Mittelpunkt der Betrachtung zustellen, hat zur Entwicklung des "Lebensweisenkonzeptes" und einem veränderten Gesundheitsverständnis geführt. Gesundheitsförderung wird stärker gewichtet.

  • Gesundheit wird ganzheitlich, also mit ihrer körperlichen, psychischen und sozialen Komponente gesehen. Die psychische Gesundheit erhält dadurch einen höheren Stellenwert.
  • Gesundheitsförderung muss in das gesamte soziale, ökologische und infrastrukturelle Umfeld eingebettet sein.
  • Effektive Gesundheitsförderung setzt Selbstbestimmung, Emanzipation und Persönlichkeitsentfaltung des Individuums voraus.

Gesundheit bzw. Krankheit wird als Prozess verstanden, der durch das Verhalten und die ihn umgebenden Lebensverhältnisse beeinflusst wird. Demnach muss man gesundheitsbezogenes Verhalten in seiner lebensgeschichtlichen Entstehung sehen und gesundheitsschützende Lebensverhältnisse mit einer aufeinander abgestimmten Verhaltens- und Lebensverhältnisprävention fördern.