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Rebstockpark, neu

Die „Falte“ der Chaostheorie in der Landschaft

Von vielen noch unbemerkt ist auf dem ehemaligen Messeparkplatz, der für 6.500 PKW konzipiert war, seit dem 15.7.2005 ein neuer Park entstanden. Der Park ist das grüne Herz des neuen Stadtteils Rebstockpark, der an den „alten Rebstockpark“ mit dem beliebten Rebstockbad anschließt. Der Planung liegt ein avantgardistischer städtebaulicher Ansatz des New Yorker Architekten Peter Eisenman mit den Landschaftsarchitekten Hanna/Olin zugrunde. In Anlehnung an die „Chaostheorie“ von René Thoms und Gilles Deleuzes' sind „Faltungen“ das zentrale Entwurfselement. Das mathematische Modell zeigt sich in Form eines verzerrten Rasters in der Topographie, den Straßenführungen, Grundrissen, Fassaden, bis in die landschaftliche Gestaltung des Parks hinein. Säulenförmige Bäume markieren in der Vertikalen die Rasterlinien und verbinden den Park mit der angrenzenden Bebauung.

Rebstockpark, neu © Stadt Frankfurt am Main, Grünflächenamt
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Auf dieser Grundlage schuf das Büro BWP Endreß Landshaftsarchitekten den Entwurf für einen modernen Park. Als zentrale Achse wurde eine 400 m lange „Rasengracht“ mit Gabionenwänden, Rasenböschungen und Brücken gestaltet. Üppige waldartige Flächen, die sich aus einer Mischung von Laubgehölzen durchsetzt mit der heimischen Kiefer präsentieren, wechseln mit offenen Spiel- und Liegewiesen. Diese Zonen sind Teil der übergeordneten Faltungen. Vor der Kulisse des Messeturms leuchten farbige Bänderungen aus Präriestaudenpflanzungen auf, die erstmals in einer öffentlichen Grünanlage in Frankfurt angelegt wurden. Mit solchen Staudenpflanzungen erfüllt das Grünflächenamt hohe gärtnerische Ansprüche, bei geringen zu erwartenden geringen Pflegeansprüchen. Die Pflanzplanung erstellte Dipl. Ing. Anke Elsner in Zusammenarbeit mit dem Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof e.V. Weinheim.

Adresse

Rebstockpark, neu
Frankfurt am Main

Anfahrtsbeschreibung
ÖPNV: Haltestelle "Wilhelmine-Reichard-Weg" (Buslinie 34)