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Brentanopark

Einladend liegt er da, der Brentanopark mit den schönen alten Bäumen auf hügeligen Wiesen. Ein grünes Kleinod, das die größte Vielfalt an Bäumen in Frankfurter Parks aufweist. Beim Spaziergang entlang seiner Wege öffnen sich immer neue Ausblicke auf die Nidda und die Kostbarkeiten, die er aus seiner Zeit als großbürgerliche Gartenanlage bietet.
1770 wurde der Park am Ufer der Nidda als Garten des preußischen Hofrats Basse angelegt. Die Frankfurter Kaufmannsfamilie Brentano erwarb ihn 1808, erweiterte den Park bis auf 14 ha Größe und gestaltete ihn bis 1848 zu einem romantischen Landschaftspark um: Idyllische Durchblicke auf die Nidda gehörten dazu und exotische Bäume. Noch heute zu sehen ist der klassizistische weiße Badetempel, andere Elemente wie Lauben, Volieren, Heckentheater oder ein Irrgarten sind verschwunden. Auch Goethe soll das Erscheinungsbild der Anlage mit beeinflusst haben.

Am Nidda-Wehr steht das malerische Petrihäuschen, benannt nach dem Vorbesitzer, Bäckermeister Petri. Der Architekt Carl Friedrich Schinkel baute es in ein Schweizer Haus um - als Refugium des Georg Brentano und Treffpunkt der geistigen und politischen Prominenz jener Zeit. 2001/02 wurde es liebevoll restauriert, im Obergeschoss ein Brentanomuseum eingerichtet. Neben dem Haus steht ein Gingko-Baum, mit über 250 Jahren einer der ältesten seiner Art in Europa. Er soll Goethe zu dem Gedicht "Gingko Biloba" im "Westöstlichen Diwan" inspiriert haben.

Brentanopark, Pavillon © © Stadt Frankfurt am Main, Grünflächenamt
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1926 erwarb die Stadt Frankfurt den Park und gestaltete ihn als Bürgerpark mit Spazierwegen, Spielplatz und Liegewiesen. Aus einem Altarm der Nidda entstand das Brentanobad. Der Park verkleinerte sich dadurch auf seine heutige Größe von 4 ha Fläche. 1931 wurde ein Pavillon im Bauhausstil mit einem radialen Rosengarten eingefügt. Ein Mahnmal aus rotem Sandstein erinnert an die Zerstörung der Rödelheimer Synagoge 1938, die hier am Ende des Inselgässchens stand, und an die Deportation jüdischer Mitbürger.

Der Park mit seinem reizvollen alten Baumbestand steht seit 1986 unter Denkmalschutz. Im Jahr 2007 begannen die Sanierungsarbeiten die sich an der Geschichte des Gartens orientierten. 2012 wurden der Park und eine neue Niddabrücke feierlich eingeweiht.Eine weitere Brücke soll noch entstehen.

Größe

4 ha

Adresse

Brentanopark mit Pavillon
Frankfurt am Main

Anfahrtsbeschreibung
U-Bahn,: U 6, Station Fischstein
S-Bahn: S 3,4,5, Station Rödelheim