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Schule und Gesundheit

Die Schule ist eine Institution, die alle Kinder und Jugendlichen aufgrund der gesetzlich verordneten Schulpflicht durchlaufen müssen.
Daraus erwächst der Schule die Verpflichtung, den Belangen der gesundheitlichen Fürsorge und des Gesundheitsschutzes bezüglich der anvertrauten Kinder und Jugendlichen die gebührende Beachtung zu schenken. Das Amt für Gesundheit ist mit seinen Fachabteilungen Infektiologie, Hygiene und vor allem mit der Kinder- und Jugendmedizin der zuständige Partner sowohl der Schule als auch der SchülerInnen und Eltern in allen einschlägigen Angelegenheiten.


Es lassen dabei sich im wesentlichen drei Verantwortungsbereiche benennen.

1. Der Schul- und Unterrichtsbetrieb muss den kinder- und jugendgesundheitlichen Anforderungen genügen. Das beginnt mit dem Schulgebäude und seiner Reinigung, setzt sich fort in der gesundheitsgemäßen Auswahl und Gestaltung des Inventars, berührt das ständig aktuelle Thema Gesundheitserziehung und mündet schließlich in das weite Feld der Schulgesundheitsförderung, die hessenweit in einem Netzwerk "Schule und Gesundheit" vorangebracht wird. Auch der Infektionsschutz an Schulen und das Handling von Infektionsproblemen sind hier ein wichtiges Thema.

2. Der Eintritt des Kindes in den Schulbetrieb erfordert einen Gesundheits-Check, mit Hilfe dessen sichergestellt wird, dass keine Einschränkungen vorliegen oder dass vorhandene Probleme einer Lösung zugeführt werden. Im Vordergrund stehen dabei u.a. die Funktion der Sinnesorgane (Sehen, Hören) und die sprachliche Entwicklung, vielfach bestehen jedoch auch manifeste Erkrankungen, die einer ärztlichen Abklärung und ggf. Behandlung zuzuführen sind.
Zum Ende der Grundschulzeit und vor dem Eintritt in die schulische Sekundarstufe wird dieser generelle Gesundheits-Check wiederholt.

3. Für Kinder und Jugendliche mit bleibenden gesundheitlichen Problemen und Handicaps muß ein individuell geeigneter Weg der schulischen Förderung gefunden werden. Dabei ist es notwendig, pädagogische und medizinische Aspekte zusammenzuführen, d.h. fallbezogen in einen intensiven Beratungsprozeß einzutreten, der selbstverständlich auch die Eltern und - je nach Sachverhalt - außerschulische Institutionen wie Kindertagesstätte, Frühförderstelle, Erziehungsberatung und Sozialdienst einbezieht. Im förmlichen Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfes ist die Kinder- und Jugendmedizin des Amtes für Gesundheit fest integriert.