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Anrechnung von Renten aus dem Russischen Rentenfonds

BürgerInnen der Russischen Förderation, die in Deutschland leben, können weiterhin Rentenzahlungen in Russland erhalten. Das
Rentenrecht der Russischen Förderation ermöglicht, dass Rentenansprüche auch nach Ausreise ins Ausland weitergewährt werden.

Die Weiterzahlung der bereits in Russland erhaltenen Renten, aber auch eine Neubewilligung, kann von Deutschland aus beantragt werden. Die betroffenen Personen müssen einen entsprechenden Antrag stellen.

Der Rentenantrag ist an den Rentenfonds der Russischen Förderation, Schabolowska 4, 119991 Moskau, der eine gesonderte Abteilung für Bürger im Ausland hat, oder an den Rentenfonds der jeweiligen Region zu richten.

Wie funktioniert der Transfer der in Russland ausbezahlten Rente nach Deutschland?

Ausländische Renten, also auch die aus dem Russischen Rentenfonds, gehören zum Einkommen eines jeden Hilfebedürftigen und sind als solches nach dem Sozialgesetzbuch XII (SGB XII) anzurechnen. Lediglich die Renten, die aufgrund des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 27.08.1951 (Genfer Flüchtlingskonventionen) den Renten nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG) entsprechen, bleiben anrechungsfrei. Hierbei handelt es sich um Kriegsinvalidenrenten, Renten für die Opfer des Nationalsozialismus, Militärinvalidenrenten, Renten für das Überleben der Blockade von Leningrad. Die Bescheide sind auch, je nach Rententräger, unterschiedlich aufgebaut.

Eine Überweisung vom Rentenfonds erfolgt in der Regel alle drei Monate. Da der Russische Rubel seit 01.07.2006 frei konvertierbar ist, bestehen keine Probleme mehr, die Rente nach Deutschland transferieren zu lassen.


Haben Sie Anspruch auf Rentenleistungen aus dem Russischen Rentenfonds?

Ein Rentenanspruch auf Altersrente besteht bei Frauen ab dem 55. und für Männer ab dem 60. Lebensjahr. Es müssen mindestens 5 Jahre Berufstätigkeit nachgewiesen sein. Bei Arbeitsunfällen, Behinderung oder Krankheit können auch bei jüngeren Personen sog. Invalidenrenten geleistet werden.

Rentenberechtigt sind Personen, die bereits in der Russischen Förderation das Rentenalter erreicht haben, aber auch solche, die das Rentenalter erst in der Bundesrepublik erreichen. Es ist zu beachten, dass auch Personen, die zwar ihren Wohnsitz nicht im Bereich der Russischen Förderation hatten, aber für den ehemaligen Sowjetstaat in anderen Teilen der ehemaligen GUS, z. B. als Lehrer, Hochschuldozent, Arzt, Apotheker oder als Militärangehöriger tätig waren, einen Anspruch auf eine Rente aus dem Rentenfonds der Russischen Förderation haben können.

Auch anerkannte Aussiedler und deren Abkömmlinge oder Ehegatten können einen solchen Rentenanspruch haben. Wird ihnen jedoch eine Rente nach dem Fremdrentengesetz (FRG) gewährt und gleichzeitig eine Rente aus dem russischen Rentenfonds, wird diese für die deckungsgleichen Zeiten nach der FRGAnrechnung auf die Rente der Deutschen Rentenversicherung (DRV) angerechnet. Dies bedeutet, dass die russische Rente weiter bezogen werden muss und die Rente der DRV um die russische Rente gekürzt wird.

Bei Aussiedlern kann es seitens des russischen Rentenfonds noch andere Schwierigkeiten geben. Haben die Antragsteller bereits in Russland ihre russische Staatsangehörigkeit aufgegeben, wird der Rentenantrag abgelehnt. In diesen Fällen ist eine Ablehnung des russischen Rentenfonds schriftlich ergangen.

Für den Verlust des Ernährers wird eine Hinterbliebenenrente geleistet, wenn der Verstorbene den Unterhalt für die Hinterbliebenen getragen hat. Hier können ggf. auch Eltern, die von ihrem verstorbenen Kind unterstützt wurden, eine Rente wegen des Todes des Ernährers beziehen. Hier ist jedoch zu beachten, dass nach dem Rentenrecht der Russischen Förderation nur eine Rente bezogen werden kann. Dies bedeutet, dass ein Hinterbliebener wählen muss, ob er die eigene Rente oder die Rente nach dem verstorbenen Partner erhalten möchte. Lediglich bei Kriegsteilnehmern ist eine Gewährung von zwei Renten möglich.


Hier erhalten Sie weitere Auskünfte:

Sie können sich an die Sozialrathäuser und Besonderen Dienste des Jugend- und Sozialamtes Frankfurt am Main wenden. Die Vorsprache ist von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8.00 – 12.00 Uhr und von 13.00 – 15.00 Uhr (Do. bis 16.00 Uhr) möglich. Zuständig ist immer das Sozialrathaus, in dessen Einzugsbereich Sie ihren Wohnsitz haben oder die Dienststelle, von der Sie Sozialhilfeleistungen nach dem SGB XII erhalten.

Bitte benutzen Sie die nebenstehende Suche nach dem zuständigen Sozialrathaus.

Bitte beachten Sie unsere besonderen Zuständigkeiten außerhalb der Sozialrathäuser:

Rathaus für Senioren
Personenkreis:
Bewohner/innen von Alten- und Pflegeheimen in Frankfurt am Main

Besonderer Dienst 3
Personenkreis:
Für Suchtkranke (legale Drogen) und wohnungslose Menschen
Für Suchtkranke (illegale Drogen)
Für Flüchtlinge