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Saalburg

Das weltweit einzige rekonstruierte Römerkastell liegt nur etwa 20 Kilometer von Frankfurt entfernt auf den Taunushöhen nordwestlich von Bad Homburg v. d. Höhe. Die originalgetreu wiedererrichteten Wehrmauern und Gebäude machen die Saalburg zu einer kulturhistorischen Attraktion. Jährlich begeben sich an die 150.000 Besucher auf Spurensuche in die Römerzeit. Auf dem Ausstellungsgelände erfahren sie nicht nur, wie die Soldaten von hier den Limes, die römische Staatsgrenze, gegen die germanischen Stämme verteidigt haben. Wertvolle Ausgrabungsstücke und zahlreiche Veranstaltungen vermitteln zugleich Kenntnisse über die Kultur und Lebensweise im Römischen Reich.

Saalburgmuseum-Blick vom Haupttor © Foto: Saalburgmuseum
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Bereits um 90 n. Chr. entstand an dieser Stelle ein erstes Holzkastell, das als Militärlager für eine Truppe mit 120 bis 160 Mann diente. In seinem letzten Ausbauzustand um 200 n. Chr. war das Lager eine große steinerne Befestigungsanlage mit Unterkünften, Ställen, Verwaltungs- und Vorratsgebäuden. Zeitweise haben im Kastell und im angrenzenden Dorf bis zu 2000 Menschen gelebt. Als nach der Niederlage gegen die Germanen die Römer den Limes und das Kastell um 260 n Chr. aufgaben, verfiel die Saalburg und das Dorf. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts fanden archäologische Untersuchungen der Ruinen statt, gefolgt von akribischen Ausgrabungsarbeiten. Bis im Jahr 1897 Kaiser Wilhelm II einen historisch einmaligen Entschluss fasste: er veranlasste die Rekonstruktion der Saalburg unter der Leitung des Architekten und Forschers Louis Jacobi aus Bad Homburg. Zehn Jahre lang dauerte der Wiederaufbau.

Somit vermittelt die heutige Anlage einen anschaulichen Eindruck von der Architektur einer römischen Militäreinrichtung. Führungen und Aktivprogramme (z.B. Bogenschießen und Speerwerfen) für jede Altersgruppe lassen den Alltag der stationierten Soldaten lebendig werden. Besonders beliebt beim Publikum sind die regelmäßig stattfindenden Aktionswochenenden, an denen Akteure in zeitgenössischer Kleidung und Ausrüstung das militärische und zivile Leben der Römerzeit hautnah demonstrieren. Handwerker wie Bäcker, Schmied, Knochenschnitzer, Bronzegießer oder Töpfer führen antike Techniken vor und verkaufen anschließend ihre Ware. Bei der Vorführung antiker Geschütze erfahren die Besucher, wie weit die Römer in ihrer technischen Entwicklung bereits fortgeschritten waren.
Auch können Interessierte ganz individuell im antiken Ambiente feiern. Vom privaten Empfang mit Unterhaltungsprogramm bis hin zum Kindergeburtstag richten die Saalburg-Mitarbeitern Feierlichkeiten jeglicher Art aus.

Adresse

Römerkastell Saalburg
Archäologischer Park
61350 Bad Homburg

 
Telefon: +49 (0)6175 937420 Führungs- und Veranstaltungs-Service
Telefax: +49 (0)6175 937411
E-Mail: Link-Iconinfo [At] saalburgmuseum [Punkt] de
Internet: Link-Iconhttp://www.saalburgmuseum.de