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1982/1983 Jurek Becker

Jurek Becker, 1937 im polnischen Lodz geboren, erlebte seine Kindheit im Ghetto und im KZ. Erst 1945, als er mit seinem Vater nach Berlin kam, lernte er Deutsch. Nach dem Abitur studierte er Philosophie. Von 1960 bis 1977 lebte er als freier Schriftsteller in Ost-Berlin. Von 1957 bis 1976 war er Mitglied der SED, aus der er wegen seines Protestes gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann ausgeschlossen wurde. Seit Ende 1977 lebte er im Westen, vorwiegend in Berlin. Er starb 1997 an den Folgen einer langen Krankheit. Zu seinen größten Romanen gehören "Jakob der Lügner" und "Bronsteins Kinder" (1986), außerdem schrieb er Drehbücher für Film und Fernsehen, darunter "Liebling Kreuzberg".

Auszeichnungen

  • 1971 Heinrich-Mann-Preis und Charles-Veillon-Preis
  • 1974 Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen
  • 1975 Nationalpreis der DDR
  • 1982/83 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim

Festredner bei der Verleihung des Literaturpreises Stadtschreiber von Bergen

Adolf Muschg