Logo FRANKFURT.de

1994/1995 Josef Winkler

Josef Winkler (* 3. März 1953 in Kamering/Kärnten) wuchs in Kärnten auf und lebt zur Zeit in Klagenfurt. 1973-1982 arbeitete er in der Verwaltung der Klagenfurter Universität für Bildungswissenschaften, war ab 1979 freigestellt. Josef Winkler organisierte zu dieser Zeit einen Literarischen Arbeitskreis in Zusammenarbeit mit Alois Brandstetter und gab die Literaturzeitschrift Schreibarbeiten heraus. Im Jahr 1979 gewann er mit dem Roman "Menschenkind" den zweiten Preis beim Ingeborg-Bachmann-Preis, der damals Gert Hofmann zugesprochen wurde. Das Buch bildet gemeinsam mit den folgenden Romanen "Der Ackermann aus Kärnten" und "Muttersprache die Trilogie. Das wilde Kärnten."

In Josef Winklers Texten spielt die Homosexualität eine bedeutende Rolle - Winkler beschreibt, ausgehend von autobiografischen Erfahrungen, die Schwierigkeiten homosexueller Lebensformen in einer patriarchal und katholisch geprägten Welt. Josef Winkler stellte für sein Werk den Bezugsrahmen zu anderen Schriftstellern her, mit denen ihn das zentrale Thema der Homosexualität verband, darunter etwa Jean Genet und Hans Henny Jahnn, wobei auch der expressionistisch geprägte literarische Ausdruck faszinierte. Josef Winkler ist Mitglied der Grazer Autorenversammlung und der Interessengemeinschaft österreichischer Autorinnen & Autoren.

Auszeichnungen

  • 1979 Sonderpreis der Klagenfurter Jury beim Ingeborg-Bachmann-Preis
  • 1980 Anton-Wildgans-Preis
  • 1990 Kranichsteiner Literaturpreis
  • 1992 Österreichischer Würdigungspreis für Literatur
  • 1994/1995 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim
  • 1995 Bettina-von-Arnim-Preis

Festredner bei der Verleihung des Literaturpreises Stadtschreiber von Bergen

Georges-Arthur Goldschmidt