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1995/1996 Herta Müller

Herta Müller (* 17. August 1953 in Nitzkydorf, Rumänien) wurde im deutschsprachigen rumänischen Banat geboren. Nach dem Abitur studierte sie an der Universität des Westens Timişoara Germanistik und rumänische Literatur. Ab 1976 arbeitete sie als Übersetzerin in einer Maschinenfabrik, wurde allerdings 1979 nach ihrer Weigerung, mit der rumänischen Securitate zusammenzuarbeiten, entlassen. Sie verdiente ihren Lebensunterhalt mit zeitweiliger Lehrtätigkeit in Schulen und Kindergärten sowie mit privatem Deutschunterricht. Ihr erstes Buch "Niederungen" konnte 1982 in Rumänien nur, wie alle Publikationen, in zensierter Fassung erscheinen. 1987 reiste Herta Müller mit ihrem damaligen Ehemann, dem Schriftsteller Richard Wagner, in die Bundesrepublik Deutschland aus. In den folgenden Jahren erhielt sie eine Reihe von Lehraufträgen als "Writer in residence" an Universitäten im In- und Ausland.

Auszeichnungen

Herta Müller, die bis zu ihrem Austritt 1997 dem PEN-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland angehörte und seit 1995 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ist, erhielt u. a. folgende Auszeichnungen:

  • 1981 Adam-Müller-Guttenbrunn-Förderpreis des Temeswarer Literaturkreises
  • 1982: Literaturpreis des VKJ und Debütpreis des rumänischen Schriftstellerverbandes für Niederungen
  • 1984 Aspekte-Literaturpreis
  • 1985 Rauriser Literaturpreis
  • 1985 Förderpreis des Literaturpreis der Stadt Bremen
  • 1987 Ricarda-Huch-Preis der Stadt Darmstadt
  • 1989 Marieluise-Fleißer-Preis der Stadt Ingolstadt
  • 1989 Deutschen Sprachpreis, gemeinsam mit Gerhardt Csejka, Helmuth Frauendorfer, Klaus Hensel, Johann Lippet, Werner Söllner, William Totok, Richard Wagner
  • 1990 Roswitha-Gedenkmedaille der Stadt Bad Gandersheim
  • 1991 Kranichsteiner Literaturpreis
  • 1992 Deutscher Kritikerpreis
  • 1994 Kleist-Preis
  • 1995 Europäischen Literaturpreis Prix Aristeion
  • 1995/96 Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim

Festredner bei der Verleihung des Literaturpreises Stadtschreiber von Bergen

Jens Reich