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2000/2001 Peter Kurzeck

Seine Familie wurde 1946 aus der Tschechoslowakei vertrieben. Peter Kurzeck (* 10. Juni 1943 in Tachau/Böhmen, † 25.11.2013 in Frankfurt am Main) zog mit seiner Mutter und Schwester nach Staufenberg bei Gießen, wo er seine Jugend verbrachte. Nachdem er sich ab 1971 an wechselnden Orten aufgehalten hatte, wohnte er seit 1977 abwechselnd in Frankfurt am Main und im südfranzösischen Uzès.

Peter Kurzeck ist der Verfasser stark autobiografisch geprägter Romane und Erzählungen, in denen das Leben in der hessischen Provinz und in Frankfurt am Main sowie die bundesrepublikanische Gesellschaft detailliert in einer sehr eigenwilligen Sprache geschildert wird, ohne dabei auf eine Handlung im eigentlichen Sinn fixiert zu sein. Die experimentellen Wege, die Kurzeck beim Schreiben einsetzt, erinnern bisweilen stark an Autoren wie James Joyce, Arno Schmidt oder Uwe Johnson.

Auszeichnungen

  • 1988 Literaturpreis des Landkreises Gießen
  • 1989 Kunstpreis der Stadt Cloppenburg
  • 1989: Stipendium Künstlerhaus Edenkoben
  • 1991 Alfred-Döblin-Preis
  • 1992: Stipendium Künstlerhof Schreyahn
  • 1994 Joseph-Breitbach-Preis
  • 1995 Kester-Haeusler-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung
  • 1999 Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
  • 2000 Hans-Erich-Nossack-Preis
  • 2000/2001 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim

Festredner bei der Verleihung des Literaturpreises Stadtschreiber von Bergen

Ludwig Harig