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Projektfamilie Straßen-Leben

Begegnungszone Böttgerstraße
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Begegnungszonen in Frankfurt

Das Schweizer Modell der Begegnungszone wird seit August 2008 in einem bundesweit einmaligen Verkehrsversuch auf mehrere Bereiche des Nordends übertragen: Rotlintstraße (2008); Böttgerstraße / Martin-Luther-Straße(2008) und Unterweg (2009).

Als Begegnungszone ist die Straße ein Treffpunkt für alle Anwohner und ein Spiel- und Bewegungsort für Kinder. Mit Nachbarn ein Schwätzchen halten, auf der Straße z.B. Federball spielen, alles läuft gleichberechtigt mit dem Autoverkehr. Mit dem Auto wird Schritttempo gefahren. Fußgängern wird ein unbeschwertes Flanieren und Queren ermöglicht, die ganze Straße (inklusive der Fahrbahn) steht ihnen frei zur Verfügung.
Für diesen verkehrsberuhigten Bereich muss eine Straße nicht umgebaut werden. Neue farbige Markierungen auf der Fahrbahn zeigen, wo geparkt wird und wo Autofahrer besonders aufpassen sollen, wenn sie in der Begegnungszone zu Gast sind. Hier und da wird eine Bank, ein Spielgerät oder ähnliches ergänzt.

Vernetzung von Spielräumen um Glauburgplatz und Nordendplatz

Zur Vernetzung des Nordend- und Glauburgplatzes wurde Ende 2009 in Teilabschnitten der Nordendstraße, Schwarzburgstraße, Gluckstraße, Lenaustraße und Lortzingstraße ebenfalls eine Begegnungszone eingerichtet.

Gehwegnasen an Straßenecken, damit Fußgängerinnen und Fußgänger mehr Platz haben, schmalere Einmündungen, die das Überqueren sicherer machen, Sitz- und Spielgelegenheiten, die zum Aufenthalt auf der Straße einladen: auf diese Kurzformel lässt sich die Umgestaltung dieses Bereichs bringen.

Temporäre Spielstraßen

Wenn Kinder wegen des Autoverkehrs und der geparkten Fahrzeuge schon nicht in allen Straßen spielen können, dann wenigstens an bestimmten (Wochen-)Tagen in bestimmten Straßen.
Der autofreie Nachmittag auf der Gaußstraße und am Heideplatz wurde 2008 zum ersten Mal eingerichtet und hat seitdem bei Kindern, Eltern und Nachbarn große Resonanz gefunden. Mit Unterstützung des Ortsbeirates Nordend wurde die Spielstraßenaktion auch im Sommerhalbjahr 2016 fortgesetzt.

Aufwertung von Eckbereichen

Insbesondere mit dem Programm „Gehwegnasen“ ist es gelungen, im Zuge von Hauptwegebeziehungen die Querbarkeit von Straßen für den Fußverkehr zu verbessern und mehr Raum für das Zufußgehen und den Aufenthalt im öffentlichen Raum zu schaffen. Im Rahmen der baulichen Umsetzung der Gehwegnasen wurden auch neue Standards zur Herstellung der Barrierefreiheit sowohl für gehbehinderte Personen als auch für Blinde und Sehbehinderte gemeinsam mit den Betroffenen erprobt und weiterentwickelt.

Stellvertreter als Sitzgelegenheit, © Frankfurt am Main
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Aktion Straßen.Leben am Nordendplatz – was tun mit den „Stellvertretern“?

Am 22. September 2007, in der Europäischen Woche der Mobilität, wurde ein Straßenabschnitt temporär für den Autoverkehr gesperrt. Bei diesem Straßenfest wurden die Einzelprojekte im Nordend diskutiert. Die am Aktionstag gezimmerte Bank sollte einem Verkehrsberuhigungs-„Stellvertreter“ als Sitzgelegenheit zusätzlichen Nutzen geben. Bereits beim Glauburgfest 2007 haben Kinder Lehmmodelle für die Stellvertreter als Skulpturen entworfen.