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Welchen Unterschied gibt es zwischen einem Hospiz und einer Palliativstation?

Ein Hospiz ist eine vom Krankenhaus oder Seniorenheim unabhängige Pflegeeinrichtung, in der Schwerstkranke mit absehbarem Lebensende bis zu ihrem Tod betreut werden.
Die durchschnittliche Verweildauer in einem Hospiz liegt in der Regel zwischen 2 - 4 Wochen.

Die Finanzierung des Aufenthalts setzt sich zusammen aus einem Zuschuss der Krankenkassen, einem Beitrag der Pflegekassen je nach Einstufung in die Pflegestufe sowie einem Eigenanteil des Trägers und des Hospizpatienten.

Seit dem 01.08.09 ist eine Gesetzesänderung der Finanzierung von Hospizaufenthalten rechtskräftig. Demnach muss der Hospizgast in Zukunft keinen Eigenanteil mehr tragen, dieser wird komplett von den Krankenkassen übernommen.
Bis jetzt wird dies noch nicht bei allen Krankenkassen umgesetzt. Details müssen bei der jeweiligen Krankenkasse erfragt werden.

Eine Palliativstation ist eine Abteilung in oder an einem Krankenhaus. Sie ist spezialisiert auf die Behandlung und Betreuung Schwerstkranker. Das Ziel ist es, die krankheitsbedingten Beschwerden zu lindern und den Gesundheitszustand des Betroffenen so zu stabilisieren, dass er wieder entlassen werden kann.
Die durchschnittliche Verweildauer auf einer Palliativstation beträgt 10 Tage.

Die Finanzierung des Aufenthalts wird durch die Krankenkassen und durch den krankenhausüblichen Eigenbetrag abgedeckt.