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Sterbende und Kranke - 19. und frühes 20. Jahrhundert

Im Jahre 1836 wurde durch den Pfarrer Theodor Fliedner in der Nähe von Düsseldorf ein Krankenhaus eröffnet, indem verarmte und kranke Bürger humanitäre Hilfe erfuhren. Im Vergleich zu den vorher gegründeten Institutionen, sollten in diesem Krankenhaus vor allem Schmerzen gelindert werden.

In Irland gründete zu dieser Zeit die Nonne Mary Aikenhead zusammen mit ihrer Schwester die Irish Sisters of Charity und eröffneten im Jahre 1879 das Our Lady’s Hospice in Dublin. Die Idee der beiden Schwestern war, ein ruhiges, kleines Haus zu eröffnen, das sich strukturell von einem Krankenhaus unterscheiden, jedoch die gleiche Pflege für akut Kranke anbieten sollte. Mary Aikenhead stellte dazu ihr eigenes Haus für die Einrichtung zur Verfügung.

Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde die mittelalterliche Idee des Hospizes von privaten, karitativen und christlichen Einrichtungen aufgegriffen, und es entstanden Häuser für unheilbar Kranke und Sterbende, in denen sie seelsorgerischen Beistand und einen liebevollen, menschlichen Umgang erfuhren. Die Irish Sisters of Charity eröffneten 1905 das St. Jospeh’s Hospice in London. In diesem Hospiz arbeitete Cicely Saunders (1918-2005), als Krankenschwester, mit deren Name die heutige Hospizbewegung untrennbar verbunden ist. Sie gilt als die Gründerin moderner Hospizarbeit.