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Stadtschreiberinnen und Stadtschreiber von Bergen

Der Literaturpreis "Stadtschreiber von Bergen" wurde geschaffen, um zur Bewahrung und lebendigen Weiterentwicklung der deutschen Sprache beizutragen. Den freien Schriftstellern, den berufenen Sachwaltern dieser Sprache, soll mit dem symbolischen Amt ein besonders angesehener Platz in der Mitte der Bevölkerung eingeräumt werden.

Angelika Klüssendorf
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Die Amtierende: Angelika Klüssendorf

In der Begründung der Jury für die Wahl der 40. Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim heißt es dazu:

Angelika Klüssendorf ist eine der unverwechselbaren Erzählerinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Prägnant, knapp, eindringlich erzählt sie von Menschen, die in eine Welt verschlagen sind, die ausweglos erscheint, sie erzählt vom Aufbegehren, das die einzelnen nicht immer davonkommen lässt, doch davonkommen lassen könnte. Klar werden die Abgründe, die sich hinter so harmlosen Worten wie Kindheit, Familie, Liebe verbergen. Klar ist auch die Sprache, die Angelika Klüssendorf für ihre Geschichten findet – sie ist eine Autorin, die nichts schönredet oder sentimentalisiert und mit der ihr eigenen literarischen Kraft vom Standhalten in widrigen Verhältnissen zu erzählen weiß.
Angelika Klüssendorf, geboren 1958 in Ahrensburg, lebte von 1961 bis zu ihrer Übersiedlung nach Westdeutschland 1985 in Leipzig. Heute lebt sie bei Berlin. Ihr erstes Buch Sehnsüchte erschien 1990, danach folgten weitere Erzählbände und Romane sowie ein Theaterstück, zuletzt veröffentlichte sie den viel beachteten Roman Das Mädchen, der im Erscheinungsjahr 2011 auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis stand.