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06.12.2017

Neues digitales Verkehrsleitsystem im Frankfurter Westen

Seit über 15 Jahren ist der Frankfurter Westen im Wandel. Auf dem Gelände des ehemaligen Frankfurter Güterbahnhofes entsteht mit dem Europaviertel ein neues Stadtquartier mit Wohnungen, Gewerbe und Freizeitflächen für etwa 15.000 Menschen. Die in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Frankfurter Messe konnte im Zuge dessen ihren Standort erweitern. Mit dem innerstädtischen Konversionsprojekt gehen weitreichende städtebauliche und infrastrukturelle Veränderungen einher, die eine Neuausrichtung der Verkehrssteuerung in diesem Gebiet notwendig machen.
Daher wurde unter Beteiligung aller maßgebenden Institutionen (Straßenverkehrsamt der Stadt Frankfurt am Main, Hessen Mobil und Messe Frankfurt) ein Integriertes Verkehrsleitsystem (IVLS) entwickelt.

Förderung in Höhe von 4,2 Millionen Euro vom Land Hessen

Für diese umfangreiche Verkehrsmanagement-Maßnahme im Gesamtwert von 10,7 Millionen Euro erhält der Magistrat vom Land Hessen eine Förderung in Höhe von 4,2 Millionen Euro. Gert Stahnke, Leiter des Straßenverkehrsamtes und Stadtrat Klaus Oesterling haben den entsprechenden Förderbescheid von Wirtschafts- und Verkehrsstaatssekretär Matthias Samson am 6. Dezember 2017 entgegen genommen.

Blick auf die Bildschirme der Integrierten Gesamtverkehrsleitzentrale (IGLZ) im Straßenverkehrsamt
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Intelligente und zukunftsfähige Verkehrssteuerung

Das System wird aus ein- bis dreizeiligen LED-Anzeigen an insgesamt 72 Standorten in die allgemeine Wegweisung der Vorwegweiser, Tabellenwegweiser und Verkehrszeichenbrücken integriert.
Bei diesem Leitsystem werden zum einen die dynamischen Ziele der Messebeschilderung durch LED-Anzeigen in die allgemeine Beschilderung integriert und damit die Verkehrsbeeinflussung und -steuerung der Messeverkehre grundlegend verbessert. Zum anderen entstehen neue und vielfältige Einsatzmöglichkeiten in diesem Stadtgebiet, z.B. in Form von Umleitungsempfehlungen und Verkehrshinweisen, die durch die neue Technik in dieser Form erst ermöglicht werden. Durch die dynamisch zu schaltenden LED-Anzeigetafeln wird eine gezielte Einflussnahme auf das Verkehrsgeschehen in Echtzeit möglich und die Verkehrsabwicklung optimiert.

Die digitalen Schilder befinden sich in den Bereichen Theodor-Heuss-Allee, Friedrich-Ebert-Anlage, Mainzer Landstraße, Europa-Allee, Am Römerhof und dem Katharinenkreisel.

Entlastung besonders an Messetagen

Mit der änderbaren Beschilderung können Suchfahrten und unnötige Staus, die besonders an Messetagen entstehen können, verhindert werden. Dies kommt sowohl dem Besucherverkehr als auch dem Güterverkehr sowie dem Kfz-Verkehr zu Gute.
Motor für diese moderne Verkehrsbeeinflussung ist die Integrierte Gesamtverkehrsleitzentrale (IGLZ).

Die Arbeiten am neuen Leitsystem beginnen im Dezember 2017 und sollen bis zur nächsten IAA im August 2019 im Wesentlichen abgeschlossen sein. Sobald die Bauarbeiten für die Stadtbahn in das Europaviertel beendet sind, werden im Bereich von Güterplatz und Europa-Allee die letzten dynamischen Wegweiser aufgestellt.

Mit dem Digitalisierungsprojekt des Magistrates kann die vorhandene Verkehrsinfrastruktur des Stadtgebietes effizienter genutzt werden.