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Arndt, Henny

Henny Arndt, geb. Bober, wurde in Frankfurt geboren und war die Tochter von Henoch, auch Heinrich, Bober und Betty Bober, geb. Lewithal. Sie war Kauffrau und auch verheiratet, lebte aber getrennt von ihrem Ehemann. Das Ehepaar betrieb 1939 seine Auswanderung und Henny Arndt verkaufte zur Finanzierung ihre Wertgegenstände. Laut Devisenakten war Henny Arndt als Hilfsarbeiterin bei einer Niederräder Fabrik beschäftigt; vermutlich musste sie Zwangsarbeit leisten. Das Vermögen von Henny Arndt unterlag einer Sicherungs-anordnung“ der Devisenstelle von 1939 und vom 12. Dezember 1940, die den monatlichen „Freibetrag“ damals auf 150 Reichsmark festsetzte und am 18. Dezember 1940 auf 200 Reichsmark erhöhte. Ihr Vermögen belief sich laut Devisenakten im Dezember 1940 noch auf 912 Reichsmark. Ab 1939 wohnte sie in der Lersnerstraße 34/II, ab 1.1.1941 in der Joseph-Haydn-Straße 55/I. Über ihren Aufenthalt im Getto Lodz ist bekannt, dass sich von dort der „Judenälteste“ des Ghettos am 23. April 1942 in ihrem Namen an einen ihrer Bekannten mit der Bitte um finanzielle Unterstützung wandte. Der Eingang von mehreren 20 Reichsmarkbeträgen wurde bestätigt, Mitte des Jahres erhielt der Absender die Sendung mit dem Vermerk „unbekannt verzogen“ zurück.

Personen
Henny Arndt, geb. Bober
Geburtsdatum:24.8.1907
Deportation:19.10.1941 nach Lodz
Todesdatum:unbekannt
Stolperstein Lichtensteinstraße 2, Henny Arndt © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main
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