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Ressourcen - Gleichstellungscharta

Die Verteilung der Ressourcen spielt eine entscheidende Rolle in der Entwicklung, sei es in der eines einzelnen Menschen, sei es in der der Weltwirtschaft und Weltgesellschaft. Im Rahmen der Europäischen Gleichstellungscharta geht es um die Frage, wie die Stadt Frankfurt ihre Ressourcen, also die öffentlichen Mittel, lokal verteilt. Werden die öffentlichen Mittel, die von Frauen und Männern aufgebracht werden, geschlechtergerecht verteilt?

Einen Ansatz, das nachzuverfolgen, zeigt die Stadt Frankfurt in ihrem Haushaltsplan. Die Zuschüsse für Vereine, Verbände u.ä. enthalten eine Genderdimension. Das bedeutet, dass erhoben wird, welchem Geschlecht die Angebote der geförderten Trägerstrukturen direkt zugutekommen. Das heißt aber nicht, dass jede Maßnahme zu gleichen Teilen Frauen und Männern zugutekommen muss. Spezifische Förderung schafft dort Ausgleich, wo Männer oder Frauen besonders unterrepräsentiert sind. Man schaut mit der „Genderbrille“ auf die Finanzmittel, um einen bewussten und zielgerichteten Umgang mit der Teilhabe von Frauen und Männern zu erreichen und um Ungerechtigkeit in der Mittelzuweisung vorzubeugen.

Bereits 2002 hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt beschlossen, dass das Prinzip des Gender Mainstreaming als zentraler Bestandteil in Politik und Verwaltung auf allen Ebenen realisiert werden soll. Daher stammt die Betrachtung der Ressourcenverteilung nach Geschlechterkriterien, die durch die Europäische Gleichstellungscharta noch vertieft werden soll.