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Europäische Union - Gleichstellungscharta

Können Sie alle aktuellen Mitgliedstaaten der EU nennen? Oder der EURO-Zone? Oder wissen Sie, wer gerade die Präsidentschaft des Europäischen Rats inne hat und was den Europäischen Rat vom Rat der Europäischen Union unterscheidet?

Das ist jene Europäische Union, die weit von uns entfernt ist. Aber so weit ist es gar nicht. Mit dem Zug ist man von Frankfurt in gut 3 Stunden in Brüssel. Ohne Passkontrolle, ohne Geld umtauschen. Und nach Zuhause mit dem Handy anrufen ist aus Belgien auch nicht sehr teuer, dank Preisobergrenze, durchgesetzt von der Europäischen Kommission.

Die Europäische Union ist hier vor Ort, vielleicht nehmen wir sie deshalb als so selbstverständlich wahr. Das ist sie aber nicht und nicht umsonst wurde der Friedensnobelpreis 2012 der Europäischen Union verliehen. Sie ist eine Wirtschafts- und eine Werte-Union, und einer ihrer Grundwerte ist die Gleichstellung der Geschlechter.

Im gleichen Jahr, in dem das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) gegründet wurde, wurde auch die Europäische Gleichstellungscharta fertiggestellt. Doch nicht erst seit 2006 ist die Gleichstellung von Frauen und Männern ein wichtiges Thema innerhalb der Europäischen Union. Bereits 10 Jahre zuvor veröffentlichte die Kommission die Mitteilung „Einbindung der Chancengleichheit von Männern und Frauen in sämtliche politischen Konzepte und Maßnahmen der Gemeinschaft".

Frankfurt war noch früher dran und gründete 1989 das Frauenreferat zur Verfügung, um die Chancengleichheit und Frauenförderung voranzubringen. Dort ist auch die Koordinierung der Umsetzung der Europäischen Gleichstellungscharta angesiedelt, ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer gerechten und lebenswerten Gesellschaft in der Stadt im Herzen Europas und mit Europa im Herzen!