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Legal Highs

Verpackt in bunte Tütchen mit fantasievollen Namen werden sie seit einigen Jahren über das Internet verkauft: „Legal Highs“, synthetische Drogen die als angeblich legale Alternative zu illegalen Drogen angeboten werden. Da die Neben- und Langzeitwirkungen dieser Substanzen nicht erforscht sind, ist ihr Konsum mit großen Risiken verbunden.

• Neue Infobroschüre "Legal Highs" Neue Psychoaktive Substanzen (NPS)
Die 2015 erschienene Infobroschüre informiert MultiplikatorInnen über neue Entwicklungen bei den neuen psychoaktiven Substanzen. Sie wurde im Rahmen des EU-Projektes „Spice 2+“ erstellt. Sie kann kostenlos bestellt werden und steht um Download zur Verfügung.

• EU-Projekt „Spice 2+"
Das Drogenreferat arbeitet als Associate Partner in dem EU-Projekt „Spice 2+" mit, das die Fortsetzung des bereits 2011 begonenen Projektes "Spice and synthetic cannabinoids" ist. Ziel ist es, Räuchermischungen und andere "Legal Highs" auf ihre tatsächlichen Inhaltsstoffe und toxikologischen Wirkungen zu untersuchen und Präventionsangebote zu entwickeln und zu evaluieren. Auf einer internationalen „Spice“-Konferenz am 25. und 26. September 2012 in Frankfurt wurden die Ergebnisse von "Spice I" der Fachöffentlichkeit vorgestellt.

• www.Legal-High-Inhaltsstoffe.de
Basis e.V. hat in Kooperation mit dem Drogenreferat und dem EU-Projekt "Spice II" das Onlineportal www.legal-high-inhaltstoffe.de entwickelt, auf dem auch Ergebnisse des EU-Projektes veröffentlicht werden. Die bundesweit einmalige Webseite will Konsumenten von „Legal Highs“ über Risiken informieren und bietet eine anonyme Email-Beratung an. Die Webseite wird im Schnitt täglich von 150 Personen besucht. Dies zeigt, wie groß der Bedarf an Informationen auch bei Konsumenten dieser Substanzen ist.

• Fachtag Research Chemicals
Zur Information der Frankfurter Drogenhilfe, Jugendhilfe und Schulen wurde im November 2011 der Fachtag „Research Chemicals – Informationen zu Legal Highs“ durchgeführt, der mit mehr als 100 Teilnehmenden auf großes Interesse gestoßen ist. Veranstalter waren das Drogenreferat und der Arbeitskreis Jugend, Drogen und Suchtprävention.

• Pilotstudie Spice
Das Centre for Drug Research der Universität Frankfurt hat 2009 im Auftrag des Drogenreferats erstmalig in Deutschland eine sozialwissenschaftliche Untersuchung des Phänomens durchgeführt.

• Analyse der Räuchermischung „Spice“
2008 ist es dem vom Drogenreferat beauftragten Frankfurter Labor THC-Pharm erstmalig gelungen, nachzuweisen, dass der angeblich nur aus Kräutern bestehenden Räuchermischung „Spice“ synthetische Drogen sogenannte Research Chemicals beigemischt waren. Daraufhin wurde Spice und das darin enthaltene synthetische Cannabinoid JWH- 018 von der Bundesdrogenbeauftragten verboten. Es tauchen jedoch immer wieder neue Mischungen auf, denn der Fundus an bislang noch legalen synthetischen Substanzen aus der Pharmaforschung, die psychoaktiv wirksam sind, ist nahezu unerschöpflich. Die Zahl neu auftauchender psychoaktiver Substanzen, die nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, hat sich seit dem Verbot von „Spice“ potenziert. Allein 2013 waren es 81 Substanzen, die in der EU neu auftauchten.