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Nitrat im Trinkwasser für die Säuglingsernährung

Nitrat (chem. = NO3): Grenzwert nach TrinkwV: 50 mg/l

Der Nitratgehalt des Frankfurter Trinkwassers ist niedrig und liegt deutlich unter dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung von 50 mg/l.

Erhöhte Nitratgehalte im Trinkwasser sind in den meisten Fällen auf eine Überdüngung im Einzugsgebiet einer Wassergewinnungsanlage zurückzuführen. Inbesondere bei Einzelversorgungsanlagen kommen zum Teil sehr hohe Werte vor, wenn die Brunnenfassungen in land- oder gartenwirtschaftlich intensiv genutzten Arealen liegen.

Das im Trinkwasser enthaltene Nitrat kann unter sauerstoffarmen Verhältnissen zu Nitrit umgesetzt werden (Reduktion), welches der eigentlich für den Säugling gefährliche Stoff ist. Die Reduktion erfolgt entweder im Magen-Darm-Trakt oder in der schon zubereiteten Säuglingsnahrung bei längerem Stehenlassen.

Die besondere und von der Situation bei Erwachsenen abweichende Bedeutung des Nitrats für die Säuglingsnahrung besteht nun darin, dass das fötale Hämoglobin (roter Blutfarbstoff), das beim Säugling noch bis zum 3. Lebensmonat vorhanden ist, eine höhere Bindungskapazität für Sauerstoff (oder Nitrit) besitzt als das des Erwachsenen. Dadurch wird auch das Nitrit fest an das Hämoglobin gebunden. In der Folge kommt es zur Einschränkung des Sauerstofftransportes mit Methämoglobinämie (Blausucht), Zyanose und Blaufärbung der Haut.