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Kupfer im Trinkwasser für die Säuglingsernährung

Kupfer (chem. = Cu), Grenzwert nach TrinkwV: 2 mg/l

Kupfer ist ein essentielles Spurenelement, das wir Menschen zum Leben brauchen. Da Kupfer aber über entsprechende Trinwasserleitungen und Armaturen in das Trinwasser angegeben werden kann, wurde in der Trinkwasserverordnung ein Grenzwert von 2 mg/l festgelegt. Grundlage für die Beurteilung der Kupferkonzentration ist eine für die durchschnittliche wöchentliche Wasseraufnahme durch Verbraucher repräsentative Probe. Hierfür soll nach Artikel 7 Abs. 4 der Trinkwasserrichtlinie der EG ein harmonisiertes Verfahren festgesetzt werden. Die Untersuchung im Rahmen der Überwachung des Gesundheitsamtes ist nur dann erforderlich, wenn der pH-Wert im Versorgungsgebiet kleiner als 7,4 ist.

Der Werkstoff Kupfer ist in Abhängigkeit von der Wasserqualität für Hausinstallationen nur entsprechend dem Stand der Technik zu verwenden (DIN 50 930). In der Praxis gibt es jedoch Häuser, bei denen auf Grund falscher Planung Kupferwerte im Trinkwasser auftreten, die den Richtwert überschreiten.

Bauherrn in Frankfurt a.M. können sich hinsichtlich der Eignung von Kupferrohren für die Trinkwasserinstallation für das in ihrem Stadtgebiet abgegebenen Trinkwasser von der MAINOVA AG ausführlich beraten lassen.

Bei Einhaltung des Richtwertes für Kupfer ist weder für Erwachsene noch für Kinder eine Gesundheitsgefahr zu befürchten.
Aus verschiedenen Ländern (Australien, USA, Irland, Deutschland) sind seit 1973 Einzelfälle frühkindlicher Leberzirrhosen (FKZ) bekannt geworden, die unter der Einwirkung stark überhöhter Kupferzufuhren über das konsumierte Wasser zustandegekommen sein könnten. Die FKZ ist eine schwere Lebererkrankung, die bei ungünstigem oder nicht rechtzeitig erkanntem Verlauf zu Leberversagen und Tod führt.

Einer Untersuchung zufolge waren die meisten der in Deutschland aufgetretenen Fälle von FKZ nicht kupferbedingt und nach dem gegenwärtigem Stand der Erkenntnisse sind durch Kupfer im Trinkwasser verursachte Fälle nur in Verbindung mit weichem und saurem Leitungswasser – das nicht der Trinkwasserverordnung entsprach – aus Haushalten mit Kupferinstallationen und Einzelbrunnenversorgung, nie jedoch bei Wasser aus der öffentlichen Trinkwasserversorgung aufgetreten. Darüberhinaus wird eine genetische Prädisposition der erkrankten Kinder für diese Erkrankung diskutiert.